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Neues EU-Gesetz wird aktiviert: Diese Banken dürfen Deutschen ab Januar 2027 kein Konto mehr anbieten

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Ab dem 11. Januar 2027 dürfen bestimmte Banken Kunden in Deutschland kein Konto mehr anbieten. Ein neues EU-Gesetz zwingt sie dazu. Betroffen sind viele Deutsche, die bei ebendiesen Banken ein Konto haben.
Neues EU-Gesetz wird aktiviert: Diese Banken dürfen Deutschen ab Januar 2027 kein Konto mehr anbieten
Neues EU-Gesetz wird aktiviert: Diese Banken dürfen Deutschen ab Januar 2027 kein Konto mehr anbietenBildquelle: Walid Ahmad / Pexels

Jahrelang haben sie um deutsche Kunden geworben. Mit Gratiskonten, mit Hochglanzprospekten, mit Beratern, die auch abends noch ans Telefon gehen. Ab dem 11. Januar 2027 ist damit Schluss. Freiwillig ist daran nichts. Die EU macht diesen Banken die Tür zu, zumindest die Vordertür.

Neues Gesetz zwingt Banken in die Knie

Das neue Gesetz heißt in Brüssel CRD VI. Die Idee dahinter ist simpel: Wer Kunden in Deutschland ein Konto anbieten will, braucht hier eine eigene, zugelassene Zweigstelle. Mit Personal, mit Aufsicht, mit mindestens fünf Millionen Euro Kapital. Ein Briefkasten reicht nicht, eine Filiale in Wien oder Paris auch nicht.

Die Sparkasse um die Ecke ist damit nicht gemeint, die Direktbank im Internet auch nicht. Es geht um Banken von außerhalb der EU: aus der Schweiz, aus Großbritannien, aus der Türkei, aus den USA, aus Dubai oder Singapur. Also genau die Banken, bei denen viele Menschen in Deutschland ein Konto haben, weil sie dort arbeiten oder Familie haben.

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Die Tür bleibt einen Spalt offen

Verboten sind Auslandskonten damit nicht. Wer selbst in Zürich anklopft, darf weiterhin ein Konto eröffnen. Der Haken: Die Bank darf vorher nicht geworben, angerufen oder einen Vermittler geschickt haben. Kam der Kunde wirklich von allein? Diese Frage muss sich ab Januar jede Bank stellen, die Kunden in Deutschland hat. Rechtsabteilungen lieben solche Grauzonen ungefähr so sehr wie Zahnschmerzen. Die bequemste Antwort lautet deshalb: Deutsche Adresse? Nein, danke.

Konto in der Türkei?

Wer sein Konto vor dem 11. Juli 2026 eröffnet hat, kann durchatmen. Diese Verträge sind geschützt. Wer danach unterschrieben hat, hat diesen Schutz nicht. Sein Konto hängt ab Januar an der Frage, ob er von selbst kam, und am guten Willen der Bank. Kein Gesetz zwingt eine Bank, Kunden aus Deutschland für immer zu behalten.

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Besonders heikel ist das für die rund 67.000 Menschen, die von Deutschland aus zur Arbeit in die Schweiz pendeln. Schweizer Banken werben ganz offen mit eigenen Konten für Grenzgänger. Genau diese Art Werbung verträgt sich mit der neuen Regel schlecht. Wie die Banken damit umgehen, ist noch offen.

Für die meisten Menschen mit einem Konto in der Türkei ändert sich wenig. Alte Konten bleiben, und wer im Urlaub selbst zur Bank geht, handelt auf eigene Initiative. Wer sein Konto bei der deutschen Tochter einer türkischen Bank führt, etwa bei der Ziraat Bank oder der Isbank, merkt gar nichts. Diese Banken haben längst eine deutsche Zulassung.

So prüft man, ob die eigene Bank betroffen ist

Sitzt die Bank in der EU oder hat sie eine Tochter oder Zweigstelle in Deutschland, ist man auf der sicheren Seite. Wer das nicht genau weiß, findet es in der Unternehmensdatenbank der Finanzaufsicht BaFin. Taucht die Bank dort nicht auf, lohnt sich eine Nachfrage, ob das Konto nach dem 11. Januar 2027 weiterläuft. Schriftlich, nicht am Telefon.

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