Der Ölpreis ist gerade um fast 15 Prozent gefallen. Das dürfte zur Folge haben, dass sich die Preise an den Tankstellen in Kürze etwas erholen dürften oder Autofahrern zumindest eine Verschnaufpause bieten. Doch sollte der Sprit in wenigen Tagen tatsächlich billiger werden, sollte man eine Sache möglichst vermeiden. Wer nicht nur seinen Autotank befüllen, sondern Benzin oder Diesel im Kanister mitnehmen will, muss einige Dinge beachten. Denn die Lagerung von größeren Mengen Benzin ist in Deutschland verboten.
Experten warnen vor altem Diesel
Wer mehr Sprit mitnehmen will, als der Tank des Autos zulässt, darf maximal bis zu 20 Liter Benzin in verschlossenen, nicht brennbaren und bruchsicheren Kanistern in Kleingaragen von einer Größe bis zu 100 Quadratmetern lagern. Der Grund, warum größere Mengen verboten sind, ist die Explosionsgefahr.
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Bei Diesel ist die Regelung etwas anders. Bis zu 200 Liter des weniger entzündlichen Kraftstoffs dürfen theoretisch in einer Kleingarage aufbewahrt werden. Allerdings warnt der Auto Club Europa (ACE) davor, große Mengen Diesel länger zu lagern. Diesel hält sich selbst bei luftdichter Lagerung nur einige Monate. Schuld ist die sogenannte Dieselpest: Bakterien aus dem Bio-Diesel-Anteil zersetzen mit der Zeit den Kohlenstoff im Diesel und bilden eine Art Schlamm, der die Filter und das Kraftstoffsystem von Fahrzeugen und Notstromaggregaten verstopft.
Was man lieber nicht tun sollte
Wer keine Garage oder keinen Keller hat, darf keinen Sprit zu Hause lagern. Das Aufbewahren von Kraftstoffen in Wohnungen ist bis auf kleinste Mengen wie etwa Waschbenzin oder Feuerzeugbenzin verboten. Der Grund: Benzin oder Diesel in Wohnräumen haben ein hohes Brand- und Explosionsrisiko. Außerdem können gesundheitsschädliche Dämpfe austreten. Zudem verstößt man im Mietshaus oft gegen die Hausordnung oder den Mietvertrag und riskiert im Fall eines Brandes eine verheerende Katastrophe.
Kein Problem hingegen ist es, größere Mengen Sprit im Auto mitzuführen. In Deutschland darf man in einem Pkw maximal 240 Liter Kraftstoff transportieren. Die mitgeführten Kanister dürfen aber nur maximal 60 Liter fassen. Allerdings empfiehlt der ADAC aus Sicherheitsgründen nur maximal 10 Liter im Auto dabei zu haben.
