Kochen, aber schnell und möglichst einfach. Dafür steht der Thermomix seit Jahren in deutschen Küchen. Mit seinen unzähligen Modi, Funktionen und Zusatzteilen erleichtert er die Arbeit in der Küche ungemein. Kann er doch häckseln, rühren, kneten, dampfgaren und dir mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen bei der Umsetzung eines Rezepts helfen. Allerdings schreckt der ein oder andere noch vor dem hohen Preis für das Highend-Gerät zurück. Da ist der Monsieur Cuisine von Lidl bisher die deutlich günstigere Alternative für eine Küchenmaschine mit weniger Premium-Charakter. Doch kennst du auch schon das Konkurrenzprodukt dieses namhaften deutschen Herstellers?
Nach Vorwerk und Lidl kommt WMF
Nach Lidl versucht auch WMF Vorwerk ein Schnippchen zu schlagen und zwar mit dem „WMF Avantgarde“ in Edelstahl-Look. Für 1.299 Euro (UVP) zwar immer noch eine ziemliche Preisansage, doch handelt es sich hierbei ebenfalls um ein Highend-Gerät wie dem Thermomix. Die zugehörige App ist kostenlos, man ist allerdings nicht so abhängig von ihr wie beim Thermomix. Wer kein Cookidoo-Abo hat, schaut hier ziemlich in die Röhre. Und es gibt auch noch andere Vorteile: mehr Zubehör von Haus aus und Kompatibilität mit anderen Produkten.
Da wären die 3-Liter-Edelstahlschüssel, die Universal- und Knetmesser, die Rühr-, Mix- und Dampfaufsätze, zwei Multizerkleinerereinsätze plus Aufnahme, ein Dampfkorb, Löffel und Quirl. Ganz besonders: ein Reibeaufsatz mit drei Reibescheiben ist ebenfalls im Lieferumfang enthalten. Dazu gibt es noch eine Reinigungsbürste und eine Aufbewahrung für die ganzen Accessoires. Der Deckel ist übrigens ebenfalls aus Edelstahl gefertigt, mit einem Sichtfenster aus Sicherheitsglas. Die Zubehörteile sind größtenteils aus Edelstahl und damit spülmaschinenfest, es gibt aber auch eine extra Reinigungsfunktion.
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Der LED-Touchscreen ist mit seinen 4,3 Zoll etwas kleiner, man kann aus 14 Kochprogrammen wählen und erhält zu Beginn 1.000 Rezepte. Die Rezeptdatenbank wächst dabei stetig weiter. Offenes Kochen geht bis 130 Grad, ansonsten sind 150 Grad das Maximum, mehr schafft der 1.550-Watt-Motor nicht. Ein Nachteil: Auch im Standby verbraucht der Avantgarde noch 0,5 Watt. Insgesamt gab es dafür aber von der Stiftung Warentest zuletzt die Gesamtnote gut (2,3).
Thermomix und Monsieur Cuisine im Vergleich
Der Thermomix ist nach wie vor der Platzhirsch in seinem Segment. Das neueste Modell, der TM7, kostet mal eben schlappe 1.549 Euro. Es verfügt über ein 10 Zoll großes Multi-Touch-Display, 30 Kochmodi und Funktionen und wird mit einem Mixtopf, Mixmessern, einem Garein- und Rühraufsatz sowie dem als Registered Trademark gekennzeichneten Varoma Dampfgaraufsatz geliefert. Dazu gibt’s ein dreimonatiges Probe-Abo für Cookidoo. Ein Vorteil ist hier ganz klar die Spannbreite der Umdrehungseinstellungen, die von 40 bis 10.700 U/Min. reicht. Zudem gibt es eine Extra-Einstellung für Teig. Der Motor ist besonders stark mit einer maximalen Leistungsaufnahme von 2.000 Watt und schafft es, Essen bis zu 160 Grad zu erwärmen. Nachteile: teures Zusatz-Equipment und Abhängigkeit von Cookidoo.
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Den Monsieur Cuisine Smart gibt es aktuell für 499 Euro (zuletzt sogar für 399 Euro im Angebot). Seinen kleineren und leichteren Bruder Compact für gerade einmal 249 Euro. Der günstige Preis sticht natürlich sofort ins Auge. Ebenso überzeugt die komplett kostenlose App zum Gerät. Beim Smart haben wir ein 8-Zoll-Farb-Touch-Display mit Drehregler, 4,5 Liter Fassungsvermögen, können aus 16 Funktionen und Programmen wählen (darunter auch Slow Cooking und Sous Vide) und zum Lieferumfang zählt auch eine Smartphone-Halterung. Die verschiedenen Einsätze zum Kochen, Rühren, Dampfgaren etc. gibt es hier ebenfalls. Der Monsieur Cuisine Smart schafft 37 bis 130 Grad (in 5-Grad-Schritten) und kommt mit 1.000 Rezepten daher.
Mit 1.200 Watt ist die Lidl-Küchenmaschine etwas leistungsschwächer und kann bei den Umdrehungen auch nicht mithalten. Aber was erwartet man auch für ein Drittel des Preises? Von der Stiftung Warentest gab es 2023 immerhin noch eine 2,8 und den dritten Platz hinter dem TM6 und dem Bosch Cookit auf dem Siegertreppchen.
Ist der WMF Avantgarde etwas für dich?
Jetzt, wo wir uns den Thermomix und Monsieur Cuisine angeschaut haben, bleibt die Frage: Wo steht der WMF Avantgarde im Vergleich? Wer schon länger mit dem Gedanken gespielt hat, einen Thermomix zu kaufen, sollte sich den Avantgarde definitiv genauer anschauen. Für 250 Euro weniger erhält man hier je nach Präferenz wirklich mehr. Das Zubehör ist definitiv ein Argument und die kostenlose App auch. In der Handhabung kommt es hier natürlich auf Erfahrungswerte und persönliche Vorlieben an. Wer kleine Abstriche bei Leistung und Funktionsumfang ertragen kann, dürfte mit dem Avantgarde sicher nichts falsch machen. Für Sparfüchse dürfte er hingegen immer noch zu teuer sein. Da bleibt der Monsieur Cuisine bisher einfach die einzige sinnvolle Alternative.
