Klein und kompakt: IKEA kommt in neue Städte

2 Minuten
Der schwedische Möbelriese IKEA setzt verstärkt auf ein neues Ladenformat mit kompakteren Filialen in Europa und Nordamerika. Die Ankündigung der Ingka Group zeigt: Innerhalb der kommenden sechs Monate sollen rund 20 neue kleinere IKEA‑Standorte entstehen, die das traditionelle Filialnetz ergänzen.
IKEA Store von außen.
IKEA startet mit einem neuen Konzept durch: kleinere Stores statt große Möbelhäuser.Bildquelle: IKEA

Im Fokus steht dabei eine stärkere Alltagsnähe. Die neuen Formate sollen nicht nur in Großstädten, sondern auch in kleineren Städten und Vororten Fuß fassen. Also dort, wo klassische „Big Box“-Häuser oft fehlen und wo Kunden ihre täglichen Einkäufe erledigen. Laut Ingka Group, Muttergesellschaft von IKEA, sind diese kompakteren Filialen als Ergänzung zur bestehenden Infrastruktur gedacht, nicht als Ersatz der großen Einrichtungshäuser. Los geht es im Sommer im französischen Limoges. Auch in Coimbra in Portugal ist eine entsprechende Filiale geplant. Ende des Jahres ist eine weitere Filiale in Polen geplant.

Kleine IKEA-Läden für kleinere Städte

Die kleineren IKEA‑Stores sollen auf etwa 2.000 bis 4.000 m² Verkaufsfläche mehr als 2.000 wohnrelevante Produkte und Accessoires anbieten. Ergänzend gibt es Planungsservices, Beratung vor Ort, ein ausgewähltes Food‑Angebot und verschiedene flexible Liefer‑ und Abholoptionen. Und: Online‑Bestellungen können ergänzend zur Lieferung nach Hause direkt im Shop abgeholt werden.

Innenansicht eines IKEA Store.
Kompakt, aber doch irgendwie IKEA: so sieht es in einem IKEA Store innen aus. Image source: IKEA

Das Format ist so konzipiert, dass es schneller und kosteneffizienter eröffnet werden kann als herkömmliche Einrichtungshäuser oder große Innenstadtstores. Dadurch will IKEA schneller auf Nachfrage reagieren und in Regionen präsent sein, die bislang unterversorgt sind. Laut Unternehmensangaben haben frühere Pilotprojekte bereits gezeigt, dass Kunden die Nähe und unkomplizierte Erreichbarkeit der kleineren Läden schätzen.

Die Initiative ist Teil einer größeren Investitionsstrategie: Die Ingka Group plant über einen Zeitraum von drei Jahren insgesamt rund 5 Milliarden Euro in neue Standorte und Verbesserungen bestehender Filialen zu investieren. Nach Abschluss des laufenden Geschäftsjahres will das Unternehmen die Leistung der kleinen Filialen auswerten und auf dieser Basis über weitere Schritte entscheiden.

Der Schritt von IKEA dürfte eine Reaktion auf veränderte Einkaufsgewohnheiten sein. Lokale Angebote sind immer mehr Kunden wichtig. Kleinere Formate sollen IKEA näher an den Lebensalltag der Konsumenten bringen und gleichzeitig die Marke in urbaneren und suburbanen Räumen weiter stärken.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein