Es war DAS Serien-Phänomen der 10er-Jahre: „Game of Thrones“. Im Durchschnitt sahen bei der Ausstrahlung rund 8,3 Millionen Zuschauer die erste Staffel des Fantasy-Megahits. Und auch die nachfolgenden Staffeln erfreuten sich einer geradezu extatischen Beliebtheit. Zumindest bis zur 6. Staffel. Anschließend drehte sich der Wind und die Lobeshymnen schlugen in Kritik um. Die allerletzte Folge von „Game of Thrones“ traf es dabei besonders stark. Und genau deshalb wurde nun ein alternatives Ende angekündigt.
Neue „Game of Thrones“-Folge kommt bereits Ende 2026
Die positive Resonanz brach zeitnah ab, nachdem die Serie die nach wie vor unfertige Buchvorlage des US-Schriftstellers George R. R. Martin eingeholt hatte. Danach dauerte es nicht mehr lange, bis die ersten kritischen Stimmen laut wurden. Staffel 8 wurde von den Zuschauern ihrerseits nahezu zerrissen. Wobei die allerletzte Folge mit gerade einmal 4,0 von 10 Sternen bei IMDb mit Abstand am schlechtesten abschnitt.
Wie der US-Kabelsender HBO kürzlich verkündete, wolle man den Fans nun den Abschluss geben, auf den sie seit jeher gehofft hatten. Demnach solle die letzte Folge komplett neu verfilmt werden. Und zwar mit einem beinahe unveränderten Cast: „Sie alle [die Schauspieler] haben natürlich ihre eigenen Projekte und vollgestopfte Terminkalender. Deshalb war an eine Neuverfilmung der gesamten 8. Staffel nicht zu denken“, heißt es aus dem neuen Produktionsteam. Doch ihnen sei es gelungen, die meisten bekannten Gesichter für eine einzelne finale Folge wieder zu vereinen.
Dazu zählen unter anderem Kit Harington als Jon Schnee, Peter Dinklage als Tyrion Lennister, Emilia Clarke als Daenerys Targaryen und Maisie Williams als Arya Stark. Nicht mit dabei sind dagegen Nikolaj Coster-Waldau (Jaime Lennister) und Lena Headey (Cersei Lennister). Denn diese sind bereits am Ende der vorletzten Folge verstorben. „Um die beiden Fan-Lieblinge zurückzuholen, war ein Multiversum-Ansatz im Gespräch. Doch am Ende entschieden wir uns dagegen“, so das Produktionsteam.
Zum Inhalt der neuen Folge ist noch fast nichts bekannt. Allerdings deuteten die Verantwortlichen an, dass Jon Schnee die Nachtwache dieses Mal erspart bleiben würde. Und auch der Eiserne Thron scheint wieder vakant zu sein.
Die Rote Hochzeit
Lange müssen die Fans auf die Auflösung nicht mehr warten. Denn die neue Folge Game of Thrones soll bereits kurz vor Weihnachten erstmalig ausgestrahlt werden. Oder anders formuliert: Es wäre großartig, wenn sie kurz vor Weihnachten erscheinen würde. Denn wir müssen uns leider an dieser Stelle als dein persönlicher Walder Frey zu erkennen geben. Nur, was bei ihm die Rote Hochzeit und ein Messer im Rücken war, ist bei uns das böse Wörtchen „Aprilscherz“.
Einen Funken Hoffnung gibt es dennoch: Inzwischen haben es sich einige inoffizielle Projekte zur Aufgabe gemacht, das verhunzte Ende von Game of Thrones mit Hilfe von KI zu reparieren. Einen eindrucksvollen Blick darauf, wie das aussehen könnte, liefert beispielsweise der folgende Trailer.
Derweil bot OpenAI-Mitgründer Greg Brockman schon 2023 eine weniger bildgewaltige, dafür einfach umsetzbare Alternative: „[…] und vielleicht sind die Leute noch immer verärgert über die letzte Staffel von Game of Thrones. Stell dir vor, du könntest deine KI bitten, ein neues Ende zu schreiben, das einen anderen Verlauf nimmt, und vielleicht sogar dich selbst als Hauptfigur einbauen oder so.“ Die Rede war natürlich von ChatGPT, doch auch andere künstliche Intelligenzen sind mittlerweile durchaus in der Lage, das Skript für eine letzte Folge Game of Thrones zu verfassen. Eines, das bei den Fans vermutlich besser angekommen wäre als das Original.
Und solltest du nichts mit KI zu tun haben wollen, auch kein Problem. Denn mit den Prequels „House of the Dragon“ und „A Knight of the Seven Kingdoms“ gibt es bereits gleich zwei beliebte Ableger zum Streamen, die das Ende von Game of Thrones zumindest teilweise wieder wettmachen.
