3-Euro-Schwelle und Sprit-Knappheit: Tank-Wahnsinn erreicht neues Level

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Üble Sache: Die Spritkosten sind über das Osterwochenende noch einmal in neue Höhen vorgestoßen. Teils wurde sogar die 3-Euro-Marke geknackt. Und trotzdem ging mancherorts der Sprit aus. Wir rekapitulieren.
Tankanzeige steht auf E
Die Spritpreise sind so hoch wie nie.Bildquelle: Narong Khueankaew/Shutterstock

Eine Woche ist seit Einführung der neuen Tankverordnung vergangen und die Spritpreise sind auf einem neuen Rekordhoch. Über Ostern konnte der ADAC signifikant steigende Preise sowohl bei Diesel als auch bei Benzin feststellen. Und die schlagen dem Fass wirklich den Boden aus. Doch ist das nur der Durchschnitt. Die Tageshöchstpreise lagen vielerorts noch weit darüber. So wurde etwa am Ostersonntag die 3-Euro-Marke für den Liter Diesel geknackt. Doch damit nicht genug des Tank-Wahnsinns…

Spritpreise auf neuem Rekordhoch

Wie der ADAC am Sonntag (6. April) mitteilte, stiegen die Durchschnittspreise für Sprit von Karsamstag auf Ostersonntag noch einmal an. Diesel kostete bereits am Samstag (4. April) 2,425 Euro und damit schon zehn Cent mehr als zuletzt zu Beginn des Ukraine-Krieges. Am Sonntag ging der Preis dann noch mal auf 2,44 Euro hoch. Der Liter E10 stieg im gleichen Zeitraum von 2,184 auf 2,191 Euro an, liegt damit noch etwa einen Cent unterm Allzeithoch.

Laut dpa zogen die Tankstellen am Ostersonntag um 12 Uhr die Preise um sieben Cent an. Diesel kostete dann im Durchschnitt 2,48 Euro und Super E10 2,23 Euro. Die Höchstpreise lagen aber noch weit darüber. So konnte „Bild“ über eine Tankstelle bei Eschborn berichten, die gegen Mittag unfassbare 3,16 Euro für Diesel und 3,03 für Super E5 ausrief.

Günstige Tankstelle vormittags schon leer

Wer diese Preise sieht, kann gar nicht anders als zu verzweifeln. Da kommt eine noch vergleichsweise günstige Tankstelle natürlich wie gerufen. Laut einem Tagesspiegel-Bericht sorgte eine solche in Berlin am Ostermontag (6. April) für Aufsehen. Hier lag der Preis am Morgen bei 2,199 für Benzin und damit etwas unter dem Durchschnitt. Das reichte offenbar schon aus. Bis zum Mittag gab es weder E10 noch E5. Die Zapfsäulen waren restlos leergelaufen.

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Kein Wunder, nach 12 Uhr hätte dann vermutlich keiner mehr dort getankt. Seit Einführung der neuen Tankstellenverordnung im April dürfen Tankstellen nur noch einmal am Tag – um 12 Uhr – ihre Preise erhöhen. Dadurch tankt jeder, der kann, kurz vorher. Wirklich günstig ist es dann aber immer noch nicht. Die neue Regel bietet absolut keine Entlastung für Autofahrer, vielmehr das genaue Gegenteil. Die Befürchtung des ADAC, dass die Preise dennoch weiter steigen würden, scheint sich bewahrheitet zu haben. Offenbar rechnen die Konzerne die einmalige Steigerung am Tag großzügig mit ein.

Preisentwicklung und Ausblick

Der Ölmarkt ist seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar dauerhaft angespannt. Die wichtigste Ölrute, die Straße von Hormus, wird weiterhin durch den Iran blockiert. Das hat kontinuierlich steigende Spritpreise zur Folge. Was mit 1,75 Euro für Diesel und 1,78 Euro für Super E10 begann, ist in den letzten Wochen schnell eskaliert. Anfang März stieg der Liter E10 erstmals über 2 Euro an, Ende März lag Diesel dann schon bei 2,30 Euro und seitdem steigen die Preise für beide Sprit-Sorten fast schon linear an. Für Autofahrer gibt es wirklich keine Verschnaufpause und keine Besserung ist in Sicht.

Das einzige, was du jetzt noch tun kannst, ist, nach Möglichkeit vor 12 Uhr zu tanken und Vergleichsapps und Seiten wie „Clever Tanken“ zu nutzen. Ansonsten: Durchhalten!

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