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Mehr braucht kaum jemand: Das ist der beste Saugroboter bis 500 Euro

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Wie viel Saugroboter bekommst du für rund 500 Euro? Ich habe zahlreiche Saug- und Wischroboter dieser Preisklasse getestet. Drei davon haben sich dabei besonders in den Vordergrund geputzt, jeder aus einem anderen Grund.
Drei Saugroboter auf dem Boden
Die besten Saugroboter bis 500 EuroBildquelle: Thomas Kern / inside digital

Lange musstest du in dieser Preisklasse vor allem bei der Station Abstriche machen. Inzwischen gehören Absaugung, Moppwäsche und Heißlufttrocknung auch unter 500 Euro fast zum Standard. Die Unterschiede liegen deshalb im Detail: bei der Wischtechnik, der Hinderniserkennung und dem Umgang mit Haaren und Teppich. Genau darauf habe ich bei Saugleistung, Wischergebnis, Navigation und Station geachtet. Reicht das Budget damit inzwischen für ein Gerät ohne echte Schwäche?

Testsieger: Tapo setzt sich die Krone auf

Der Tapo RV50 Pro Omni beweist im Test, dass auch ein 500-Euro-Gerät kaum Schwächen haben muss. Mit 15.000 Pa fällt die Saugkraft auf dem Papier zwar moderater aus als bei den beiden Alternativen. Denn im Alltag merkt man davon auf Hartböden und Fliesen wenig: Sand und Haferflocken saugt er zuverlässig auf, und dank einer speziellen Hauptbürste musst du dich nicht mit verhedderten Haaren herumärgern. Auch ohne Kamera navigiert der Roboter hervorragend durch die Wohnung. Flache Hindernisse wie Socken sowie Tisch- und Stuhlbeine erkennt er in den meisten Fällen zuverlässig, während der ausfahrbare Wischmopp gründlich in Ecken und um Möbel herum wischt.

Tapo RV50 Pro Omni Bildquelle: Thomas Kern / inside digital

Abstriche musst du in erster Linie auf Teppichen hinnehmen, wo die Saugleistung nachlässt, sowie bei eingetrockneten Flecken, die der Roboter mehrmals anfahren muss. Eine wirklich gravierende Schwäche leistet er sich davon abgesehen aber nicht, und er überzeugt vor allem im Gesamtpaket aus Saugleistung, Wischfunktion, Navigation und Ausstattung der Station. Für Nutzer, die bereits andere Tapo-Geräte im Smart Home einsetzen, ist er eine besonders naheliegende Wahl, zumal er aktuell mit 399 Euro zu Buche schlägt.

Beste Alternative: Mova S70 Roller wischt wie ein Flaggschiff

Der Mova S70 Roller zeigt im Test, dass eine Wischwalze kein Privileg der 1.000-Euro-Klasse mehr ist. Die 27 cm breite Rolle wird permanent mit Frischwasser befeuchtet und über eine Abstreifleiste direkt wieder vom Schmutz befreit. Sie verteilt also keine Schmutzbrühe, sondern führt sie ab. Im Test bekommt der Roboter so selbst eingetrocknete Flecken nach einigen Durchläufen weg, ohne zu verschmieren, und ist damit beim Wischen das stärkste Gerät dieser Liste. Dazu kommt die Bauhöhe: Ohne Laserturm misst der S70 Roller nur 9 cm. Auf Hartböden saugt er mit 28.000 Pa Haferflocken und Sand gründlich auf.

Vorderseite des Mova S70 Roller Bildquelle: Thomas Kern / inside digital

Auf Teppichen bricht die Saugleistung dagegen ein, vor allem bei feinen Partikeln. Lange Haare verheddern sich in der Hauptbürste, und die Teppicherkennung arbeitet nicht zuverlässig: Im Test habe ich mehrfach feuchte Teppichkanten vorgefunden. Weil eine KI-Kamera fehlt, fährt der Roboter zudem häufig gegen Stuhl- und Tischbeine. Kabel erkennt er dagegen fast immer rechtzeitig. Die Station saugt ab, wäscht die Walze mit bis zu 80 Grad heißem Wasser und trocknet sie mit 70 Grad warmer Luft, nur einen Tank für Reinigungsmittel gibt es nicht. Den Mova S70 Roller gibt es zum Veröffentlichungszeitpunkt für 429 Euro.

Dreame L10s Ultra Gen 3: die erste Wahl bei Tierhaaren

Der Dreame L10s Ultra Gen 3 liefert im Test 25.000 Pa Saugkraft und hält damit auf dem Papier sogar mit deutlich teureren Spitzenmodellen mit. Anders als der Mova reinigt er in der Praxis auf allen Untergründen zuverlässig, also auch auf Teppich. Dank ausfahrbarer Seitenbürste und schwenkbarem Wischmopp kommt er sauber in Ecken und an schwer zugängliche Stellen. Für Haustierbesitzer ist er eine klare Empfehlung, da sich weder in Haupt- noch Seitenbürste Haare verfangen. Die Navigation ist im Test gut. Kabel, Tisch- und Stuhlbeine umfährt der Roboter in den meisten Fällen.

Hier siehst du die ausgefahrene Seitenbürste Bildquelle: inside digital / Thomas Kern

Auch beim Wischen hinterlässt der L10s Ultra Gen 3 einen guten Eindruck, frische Verschmutzungen entfernt er zuverlässig. Bei hartnäckigen, eingetrockneten Flecken braucht er aber ein bis zwei zusätzliche Runden. An das Ergebnis der Mova-Walze kommen seine rotierenden Pads nicht ganz heran. Größere Schwächen konnte ich im Test ansonsten nicht feststellen, und auch die Basisstation mit Absaugung, Moppwäsche und Trocknung funktioniert zuverlässig. Der Dreame L10s Ultra Gen 3 ist für eine Preis von 394 Euro erhältlich.

Fazit: Für wen lohnt sich welcher Saugroboter?

Wer ein Gesamtpaket ohne gravierende Schwächen sucht oder bereits Tapo-Geräte im Smart Home nutzt, fährt mit dem Testsieger Tapo RV50 Pro Omni am besten. Wer vor allem Hartböden hat und Wert auf ein streifenfreies Wischergebnis legt, bekommt mit dem Mova S70 Roller eine Walzentechnik, die es sonst erst in der Oberklasse gibt. Dank 9 cm Bauhöhe kommt er außerdem unter niedrige Möbel. Haushalte mit Haustieren oder viel Teppich greifen dagegen zum Dreame L10s Ultra Gen 3. Sie verschenken beim Wischen ein wenig, ärgern sich dafür aber nicht mit verhedderten Haaren herum.

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Bildquellen

  • tapo-rv50-pro-omni-in-station: Bildrechte beim Autor
  • dreame-l10s-ultra-gen-3-hero: Bildrechte beim Autor
  • xiaomi-vacuum-robot-5-titel: nextpit / Thomas Kern
  • beste-saugroboter-bis-500-euro: Thomas Kern / inside digital

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