TÜV: Wer es anders macht, kann 40 Euro sparen

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Die HU wird teurer, die Autos fallen häufiger durch und trotzdem zahlen viele Autofahrer mehr als nötig. Dabei gibt es eine einfache Möglichkeit, die Rechnung zu drücken. Wie sie funktioniert, ist weniger kompliziert, als das TÜV-System vermuten lässt.
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TÜV: Wer es anders macht, kann 40 Euro sparenBildquelle: Thomas Nuehnen / Shutterstock

Jedes zweite Jahr dasselbe Spiel: Auto abgeben, warten, auf die Plakette hoffen. Ein unbeliebtes, aber notwendiges Ritual, das über die Jahre spürbar teurer geworden ist, ohne dabei irgendetwas besser zu machen. 2020 kostete das Duo aus Hauptuntersuchung und Abgasuntersuchung, das im Volksmund meist einfach nur „TÜV“ genannt wird, im Schnitt 112 Euro. Mittlerweile sind es 163 Euro. Das entspricht einem Plus von 46 Prozent. Doch es gibt einen Trick, mit dem man rund 40 Euro sparen kann.

TÜV ist nicht gleich TÜV

TÜV bezahlt und trotzdem durchgefallen. So geht es vielen Autofahrern. Laut aktuellem TÜV-Report weisen 21,5 Prozent der Fahrzeuge erhebliche oder gefährliche Mängel auf. Nur noch 66,1 Prozent kommen ganz ohne Beanstandung durch. 2022 waren es noch knapp 73 Prozent. Man zahlt also mehr für ein Ergebnis, das seltener gut ausfällt. Ein Preisschild mit Aufwärtstrend, montiert an einer Flotte, die zusehends altert.

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Was in dieser Rechnung fehlt: TÜV ist nicht gleich TÜV. Hinter dem Kürzel, das umgangssprachlich für die ganze Prüfung steht, stecken zwei unterschiedliche Preislogiken.

Technische Prüfstellen arbeiten im staatlichen Auftrag. Ihre Gebühren sind durch die Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt) begrenzt, für die HU liegt die maximale Gebühr bei 61,40 Euro. Überwachungsorganisationen wie GTÜ oder KÜS können ihre Preise dagegen freier kalkulieren. Damit stehen zwei Preisschilder für denselben Stempel im Raum. Welches daran hängt, entscheidet sich unter anderem danach, auf welche Hebebühne man fährt.

Der Preisvergleich ist kompliziert

Wer online vergleichen will, scheitert allerdings oft schon am ersten Klick. Manche Anbieter listen HU und AU nur als Paket, andere trennen die Posten, ohne dass auf den ersten Blick klar wird, warum. Eine Preisübersicht, so aufgeräumt wie eine Steuererklärung nach der dritten Reform. Wer wirklich sparen will, kommt deshalb am Telefonhörer kaum vorbei.

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Der entscheidende Hebel liegt aber ohnehin nicht im bloßen Vergleich der Prüfstellen. Man kann die TÜV-Prüfung selbst aufteilen. Die Abgasuntersuchung lässt sich vorab als eigenständige Leistung in einer freien Werkstatt erledigen. Meist ist sie dort günstiger als im Komplettpaket. Der Nachweis wird anschließend zur Hauptuntersuchung mitgebracht.

Die HU folgt separat bei einer technischen Prüfstelle, deren Gebühr staatlich begrenzt ist. Wer die günstigere AU aus der freien Werkstatt mit der preisgebundenen HU kombiniert, kann im besten Fall rund 40 Euro gegenüber dem Komplettpaket einer freien Überwachungsorganisation sparen. Der Trick ist also: nicht alles dort erledigen lassen, wo man bisher einfach alles erledigt hat.

Aus 40 Euro wird plötzlich viel Geld

Vierzig Euro klingen nach wenig, bis man sie mit den 49,5 Millionen zugelassenen Pkw in Deutschland multipliziert. Für den einzelnen Autobesitzer ist es ein überschaubarer Betrag. Für einen Fuhrpark dieser Größe wird daraus eine ziemlich große Summe. Und sie zeigt, wie viel Geld in einem TÜV-System stecken kann, dessen Preislogik kaum jemand kennt.

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Welche technische Prüfstelle zuständig ist, hängt vom Bundesland ab: DEKRA e.V. Dresden übernimmt diese Aufgabe in den ostdeutschen Ländern sowie Berlin, TÜV Nord im Nordwesten, TÜV Süd in Bayern und Baden-Württemberg, TÜV Rheinland im Rheinland und in der Pfalz. Dazu kommen TÜH in Hessen und TÜV Hanse in Hamburg.

Ein kurzer Anruf vorher kann deshalb bares Geld sparen. Und verhindert die Erkenntnis, die sonst womöglich erst am Schalter kommt: Es wäre auch günstiger gegangen. Offen darüber gesprochen wird bei den Prüforganisationen naturgemäß eher selten. Warum sollte man Autofahrer schließlich darauf hinweisen, dass sie für dieselbe Plakette nicht unbedingt den vollen Paketpreis bezahlen müssen?

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