Dyson Omni-glide im Test: Ist das der beste Dyson Akku-Sauger auf dem Markt?

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Seit dem Frühling 2021 gibt es neue Dyson-Staubsauger. Nach dem Schema besser, kräftiger, technisch versierter sind Upgrades der V-Serie dabei. Mit dem Dyson Omni-glide aber auch ein neuer Ansatz. Wir haben den Akku-Staubsauger mit dem Wendigkeits-Versprechen getestet.
Der Dyson Omni-glide Akku-Staubsauger zwischen Schrank und einer Pflanze
Bildquelle: Michael Stupp / inside digital

Mit dem Dyson Omni-glide hat sich der britische Hersteller – aktueller Leserwahl-Sieger – ein wenig aus der eigenen Nische gewagt. Wir reden hier zwar immer noch über einen normalen Akku-Staubsauger, jedoch über einen, der einen weitaus flexibleren Bau-Ansatz verfolgt als die bekannten Staubsauger der Marke, etwa der V11, V8 oder V10 in all ihren Varianten.

Der Omni-glide ist seit April 2021 erhältlich und auch preislich schon zu Beginn ein kompromissbereites Modell. Statt 600 Euro und mehr startet der Akku-Sauger bei rund 400 Euro. Zum Marktstart also ein humaner Preis für einen Dyson-Sauger. Wenngleich nicht billig, wenn der Gesamtmarkt in Betracht gezogen wird.

Was ist beim Dyson Omni-glide aber nun anders? Der Akku-Staubsauger ist unten an der Bodendüse mit zwei Aufnahmerollen versehen und bietet zudem ein 360°-Gelenk zwischen Rohr und Boden-Aufsatz. Dyson nennt das System „Fluffy-Bodendüse“ und stellt die Wendigkeit des Bodensaugers in den Vordergrund. Für den Test stellt sich nun die Frage: ist der Omni-glide hierdurch der kompletteste Akku-Sauger von Dyson oder im Prinzip nur eine wendige Ergänzung zu einem der V-Serien-Sauger? Was in diesem Fall eine teure 400-Euro-Ergänzung wäre.

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Dyson Omni-glide im Test: Der Blick auf die Daten

Im Vergleich zu den größeren Saugern aus Dysons V-Serie hat der Omni-glide etwas weniger Spitzenleistung beim Saugen, dazu einen kleineren Akku und auch die neuartige Bodendüse fällt kleiner aus. Das stützt erst einmal die Ergänzungs-These, da hier wirklich alles eine Nummer kleiner geraten ist. Dennoch: Kleiner und schwächer heißt nicht automatisch zu klein und zu schwach.

Die Bodendüse des Dyson Omni-glide Akku-Staubsaugers
Zwei Soft-Walzen, ein flexibles Schlauch-Verbindungsstück und ein Gelenk. Die „Fluffy“-Bodendüse ist das Kaufargument des neuen Dyson-Saugers.

Angetrieben wird der Dyson von einem „Hyperdrymium“-Motor mit bis zu 105.000 Umdrehungen pro Minute. Der Luftstrom wird durch 8 Zyklone gejagt und gefiltert. Im Staub-Auffangbehälter ist Platz für 200 Milliliter Staub und Dreck. Insgesamt wiegt der Dyson Omni-glide 1,9 Kilogramm. Inbegriffen ist der Li-ion-Akku, der für 20 Minuten Laufzeit sorgt. Dyson gibt die Saugleistung in Airwatt (AW) an, einer für Staubsauger konzipierten Interpretation der Leistungseinheit. Der Dyson Omni-glide bietet 50 AW, der Motor selbst 225 Watt.

Ausgefahren ist der Sauger nur knapp 1,10 Meter hoch. Da du den Sauger in der Regel nicht senkrecht benutzt, sondern eher etwas schräg hältst, ist er recht klein. Große Menschen saugen also stets in leicht gebückter Haltung. Die „Fluffy-Düse“ ist nur knapp 21 Zentimeter breit. Bei den Ausmaßen zeigen sich also bereits Unterschiede: So ist der ebenfalls neue Dyson V15 Detect mit über 1,20 Höhe und 25 Zentimetern Bodendüsen-Breite beim flächigen Saugen der Wohnung in der Theorie etwas effizienter und auch für große Benutzer besser handzuhaben. Aber Theorie ist bekanntlich nicht alles. Das geringe Gewicht spricht für den Omni-glide, der seine Stärken ohnehin nicht in der Fläche hat, sondern in verwinkelten und vollen Wohnräumen. Zwischen den Möbeln wird der Omni-glide zum schwerelosen Haushaltshelfer. Dazu ist er nur halb so teuer wie der V15.

Die Daten auf einen Blick

Zwischenfazit: Wer nur auf das Datenblatt schaut, dem ist der Omni-glide zu klein und zu schwach. Aber mit der Arbeit in der Praxis gibt es ja noch eine weitere Dimension, die bei einem Kauf Berücksichtigung findet. Darum geht’s in diesem Test.

Wir haben den Dyson Omni-glide in der Farbe Silber-Violett getestet, daneben gibt es ihn auch in Nickel-Gold. Das Testgerät wurde uns von Saturn zur Verfügung gestellt.

→ Lesetipp: Die besten Akku-Staubsauger bei der Stiftung Warentest

Lieferumfang: Das steckt mit drin

Neben dem Sauger selbst – wobei hier nur Motor, Akku und Auffangbeälter gemeint sind – gibt es im kompakten Karton des Dyson Omni-glide außerdem noch das Verlängerungsrohr zu bestaunen, das aus dem Hand- einen Bodensauger macht. An dessen Ende passen die „Fluffy“-Bodendüse und weitere kleinere Düsen, etwa eine Mini-Elektrobürste, eine Kombi-Zubehördüse mit Borsten und ein flacher Oberflächen-Aufsatz, mit dem du beispielsweise auf Tischen oder Arbeitsplatten schnell allen Dreck weg bekommst.

Dyson Omni-glide in der Wandhalterung
In der Wandhalterung ist der Sauger gut verstaut und lädt den Akku wieder auf.

Außerdem mit dabei: Die Ladestation, die du an einer Wand befestigen kannst und wo du den Sauger nach Benutzung einfach einklickst. Hier ist er platzsparend verstaut und du vergisst das Aufladen des Akkus nicht.

Wendigkeit über alles? So gut saugt der Akku-Sauger von Dyson

Das Wendigkeits-Versprechen ist kein fauler Zauber: Der Omni-glide ist variabel und die Kombination aus geringem Gewicht und 360°-Bodensauger machen die Saugerei wahrhaftig zu einer leichten Aufgabe. Die beiden Aufnahme-Walzen werden unter dem Aufsatz von vier kleinen Rollen unterstützt, wodurch der Sauger nahezu über den Boden schwebt. Von der Schwerfälligkeit vieler Sauger, die per Gewicht Druck auf den Boden ausüben, ist hier keine Spur.

Das Saug-Ergebnis an sich ist dazu hervorragend. Der auf dem Papier bestehende Saugkraft-Unterschied macht sich nur in Härtefällen bemerkbar. Hier hat sich Dyson zugunsten der leichten Handhabung entschieden – eine richtige und sinnvolle Entscheidung.

Das weitere Zubehör erfüllt seinen Zweck und auch als Handstaubsauger ist der Omni-glide dank seines Gewichts sehr gut zu gebrauchen. Dennoch ist es tatsächlich die 360°-Düse, die hier das Kaufargument darstellt. Abzüge in der B-Note gibt es einerseits für den kleinen Auffangbehälter, der schnell voll ist – dieser ist leicht ausleer- und abwaschbar. Außerdem benötigst du mit dem Dyson Omni-glide durch die kleine Bodendüse deutlich mehr Zeit für den Wohnungsputz als mit einem seiner Dyson-Verwandten mit größerer Bodendüse.

Dyson Omni-glide Akku-Staubsauger
Dank flexiblem 360°-Gelenk ist der Sauger spielend leicht zu bewegen.

Ersatz oder Ergänzung? Fazit zum Dyson Omni-glide

Die Flexibilität des Omni-glide in Ecken, um Möbel herum und unter Schränken (nur knapp 9 Zentimeter flach) ist unerreicht. Im Grunde verhält sich der Omni-glide zu herkömmlichen Staubsaugern ähnlich wie der Rasentrimmer zum Rasenmäher. Für kleine Wohnungen – im Vergleich zu Vorgärten – ist er völlig ausreichend. Für größere Aufgaben, etwa bei viel Fläche und wenigen Hindernissen, ist der Omni-glide eher Ergänzung als Alternative. Hier wird die Anschaffung dann jedoch auch zur Preisfrage. Als alleiniger Sauger ist der Omni-glide mit seinen 400 Euro Startpreis im Dyson-Universum tatsächlich ein preisgünstiger Akku-Sauger.

Pro

  • Unerreichte Wendigkeit dank 360°-Bürste
  • Einfache Handhabung
  • Großzügiger Lieferumfang
  • Fairer (Dyson-)Preis

Contra

  • Kleiner Akku und Auffangbehälter
  • Zu klein für große Flächen
  • Zu klein für große Menschen

Die These vom Anfang, wonach der neue Sauger der kompletteste oder gar beste Akku-Staubsauger im Dyson-Sortiment ist, gilt nach dem Test des Omni-glide also nur bedingt. Der Staubsauger ist der wendigste und flexibelste. Für das tollste Komplettpaket fehlt es an weiteren Möglichkeiten und der Massenkompatibilität. Mindestens müsste er ausgefahren größer sein, was dann auch dem Akku und Auffangbehälter zugutekäme. Dazu fehlen zur Spitze technische Feinheiten, wie eine noch stärkere Saugkraft oder die neue Laser-Technologie, die im Dyson V15 Detect zum Einsatz kommt. Allerdings stiege damit der Preis – der V15 kostet je nach Version doppelt so viel wie der Omni-glide. Insgesamt bietet der hier getestete Sauger einen hervorragenden Kompromiss.

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