Wie weit kommt ein Elektroauto? Top 10 der E-Autos mit der größten Reichweite

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Du denkst darüber nach, ein E-Auto zu kaufen? Dann ist wohl eine der ersten Fragen, die sich dir stellt: Wie weit komme ich mit dem Ding eigentlich? Wir haben hier die Top 10 aller aktuellen E-Autos mit der größten Reichweite.
E-Auto Reichweite: Das sind die Top 10 und Flop 5
E-Auto Reichweite: Das sind die Top 10 und Flop 5Bildquelle: Unsplash/Vlad Tchompalov

Die Deutschen haben in Sachen E-Autos Angst. Angst, vor geringer Reichweite. Laut einer aktuellen Umfrage hindert die sogenannte Reichweitenangst insgesamt 73 Prozent der Befragten daran, sich ein E-Auto anzuschaffen. Reichweitenangst heißt: Angst davor, dass die maximale Reichweite der Elektrofahrzeuge (im Alltag) nicht ausreicht. Folglich spielt beim Kauf eines E-Autos die Frage nach der Reichweite die Hauptrolle. Denn: niemand will bei langen Fahrten ebenso lange Boxenstopps an der Ladesäule einlegen. Hinzukommt: Das Tankstellen-Netz in Deutschland ist um Lichtjahre engmaschiger als die Versorgung mit Ladesäulen.

Reichweite von E-Autos: die Top 10

Schaut man sich Herstellerangaben von Tesla, Audi, BMW und Co. an, sind heute bereits Reichweiten von 500 Kilometern und mehr möglich. Es ist davon auszugehen, dass in den kommenden Jahren auch das Doppelte drin sein wird. Doch wie weit kommen aktuelle Modelle in der Praxis? Die folgende Liste zeigt die aktuelle Top 10 der Elektroautos. So weißt du, nach wie viel Kilometern du an die Ladesäule musst.

  1. Tesla Model X 100D (451 km)
  2. Tesla Model 3 Longe Range AWD (429 km)
  3. Porsche Taycan 4S Performance Plus (400 km)
  4. Kia e-Niro (64 kWh) Spirit (398 km)
  5. Audi e-tron Sportback 55 quattro (390 km)
  6. Kia e-Soul (64 kWh) Spirit (390 km)
  7. Hyundai Kona Elektro (64 kWh) Trend (379 km)
  8. Jaguar i-Pace EV400 S AWD (366 km)
  9. Audi e-tron 55 quattro 95,0 (365 km)
  10. Opel Ampera-e First Edition (342 km)

Tesla dominiert, deutsche E-Autos abgeschlagen

Unsere Top 10 basiert auf den Daten des ADACs. Gemessen hat der Automobilclub in seinem realitätsnahen Ecotest, in dem man alle Fahrzeuge mit allen Antriebsarten gleichermaßen testet. Einen Bonus für Elektroautos gab es eigenen Angaben zufolge somit nicht.

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Die ersten beiden Plätze belegt der US-amerikanische Hersteller Tesla mit dem Model X und dem Model 3. Beide E-Autos kommen in der Praxis auf eine Reichweite von mehr als 400 Kilometern – das Model X liegt mit 451 km sogar deutlich darüber. Dabei hat der ADAC den Tesla Model S außen vor gelassen. Nach Angaben des Autobauers kommt dieser nämlich auf eine maximale Reichweite von 610 Kilometer. Das ist jedoch ein theoretischer Wert. Dennoch hätte wohl die Top 3, das Model S eingeschlossen, aus Fahrzeugen von Tesla bestanden.

E-Auto Flop 5: Wenn nach 100 Kilometern Schluss ist

Wer sich die E-Auto-Modelle am Ende der Liste ansieht, stellt schnell fest, dass es fast ausschließlich Wagen der Kompaktklasse sind. Eine Ausnahme bildet der Elektro-Van Nissan e-NV 200 Evalia. Der ADAC kommt zu dem Schluss, dass eine hohe Reichweite aktuell nicht unbedingt mit einem energieeffizienten Fahrzeug, sondern vor allem durch große Batteriekapazitäten erreicht wird.

  • Seat Mii electric Plus (215 km)
  • Mini Cooper SE 32,6 (210 km)
  • Nissan Leaf Acenta (40 kWh) (201 km)
  • Nissan e-NV 200 Evalia (167 km)
  • Smart Forfour EQ passion (100 km)

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3 KOMMENTARE

  1. Jürgen Baumann

    Witzige Ergebnisse. Der Kona electric ist mit WLTP 449 angegeben und hat bei mir nach einem Jahr Nutzung eine mittlere Reichweite 469 km. Sommer 500+km, Herbst/Frühling 450+km, Winter 400+km. Und hier 379 km. Der Standard des ADAC ist wohl dazu da, zu zeigen das die Kollegen nicht gut mit den Fahrzeugen umgehen können. Oder wie müsste ich das verstehen?

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  2. Walter Braun

    Der E-Mobilhype ist völlig überzogen! Für kurze Wege in der Stadt in Ordnung, aber wer auf dem Land wohnt 50 oder mehr Km fahren muss, für den scheiden alle Hybridfahrzeuge aus. Der ADAC mahnt imme den Kofferraum von „Müll“ zu befreien, damit man Sprit spart. Beim Hybrid habe ich 300 KG Mehrgewicht IMMER dabei. Fahren Sie mit dem Wohnwagen in den Urlaub? Mir E-Auto können Sie das vergessen. Honda ist uns wieder einen Schritt voraus, die setzten auf Wasserstoff. Das Problem beim Wasserstoff ist die Haltbarkeit der Membrane, so 1995 schon festgestellt, aber Bombadier hat Überlandbusse DAMALS schon mit Wasserstoff erfolgreich getestet. Also wir haben weder Silizion, noch Kupfer um alle mit Ladesäulen flächendeckend zu versorgen. Daher ist mein Fazit weg vom Elektrohype und das Gehirn einschalten, das gilt besonders unserer Regierung.

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  3. Manfred Deutzer

    Sind die Einflüsse der elektromagnetischen Felder der Batterien und des Umformers auf den direkt dadrüber sitzenden Fahrzeugführer untersucht ? Wo finde ich derartige Untersuchungsberichte.

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