Unterstützt mein Computer Windows 11? So findest du es heraus

6 Minuten
Windows 11 erscheint in zwei Wochen als kostenloses Update. Das neue System bringt nicht nur ein frisches, aufgeräumtes Design, sondern kommt auch mit einigen neuen Features daher. Doch nicht jeder Computer kann das Update erhalten. So überprüfst du, ob dein PC bereit ist.
Person benutzt ein Notebook mit Windows 11
Unterstützt mein Computer Windows 11? So findest du es herausBildquelle: Windows/ unsplash

Seit über zehn Jahren haben sich die Systemanforderungen von Windows kaum geändert. Fast jeder PC konnte mühelos von Windows 7 auf 8 und später Windows 10 upgraden. Mit Windows 11 erhöht Microsoft die Minimalanforderungen jedoch drastisch und stellt so viele Computer aufs Abstellgleis. Ob dein Computer diese Anforderungen erfüllt, klären wir in diesem Beitrag.

Windows 11 Systemanforderungen im Überblick

Zuerst eine kurze Übersicht der technischen Daten, die dein PC oder Laptop vorweisen muss. Anschließend zeigen wir dir, wie du deinen Computer mit einem kostenlosen Tool automatisch überprüfen kannst. Und gehen auf die einzelnen Punkte detaillierter ein. Um Windows 11 zu installieren, benötigt man laut Microsoft:

  • einen unterstützten 64-Bit-Prozessor mit mindestens zwei Kernen und 1 GHz Leistung
  • 4 GB Arbeitsspeicher
  • 64 GB Festplattenspeicher
  • ein TP-Modul Version 2.0
  • eine DirektX 12-kompatible-Grafikkarte oder APU
  • Bildschirm mit 1.280 x 720 Pixeln und mindestens 9 Zoll
  • eine bestehende Internetverbindung (nur Windows 11 Home)

Neues Tool überprüft deinen Computer automatisch

Zwei Wochen vor dem offiziellen Start von Windows 11 veröffentlicht Microsoft ein Tool, mit dem du mit einem Klick herausfinden kannst, ob dein Computer das neue Windows unterstützt. Auf dieser Website findest du ganz unten ein blaues Banner mit der Überschrift „Kompatibilität überprüfen“. Lade das Tool herunter und starte es. Mit nur einem Klick kannst du nun eine Überprüfung starten. Ist dein PC bereit? Dann kannst du in zwei Wochen auf Windows 11 umsteigen. Welche neuen Features in Windows 11 stecken, erfährst du hier:

Windows 11: Neue Features im Überblick

Meldet das Tool, dass etwas nicht funktioniert? Dann hilft dir vielleicht der entsprechende Punkt in diesem Artikel weiter. Denn viele Kompatibilitätsprobleme können einfach gelöst werden.

Prozessor: Viele alte Modelle fliegen raus

Mit Windows 11 staucht Microsoft die Liste der unterstützten Prozessoren ordentlich zusammen. So werden Intel Core i-Prozessoren der 6. Generation oder älter sowie die erste Ryzen-Generation nicht mehr unterstützt. Eine Liste mit allen unterstützen AMD- und Intel-Prozessoren findest du bei Microsoft. Als Faustregel gilt: Alle Modelle, die vor 2016/17 auf den Markt gekommen sind, sind raus.

Um nachzusehen, welcher Prozessor in deinem PC oder Notebook steckt, kannst du mit der Tastenkombination WIN+I die Einstellungen öffnen. Unter dem Punkt „System“ und dann „Info“ siehst du den verbauten Prozessor. Wenn du dir nicht sicher bist, zu welcher Generation dein Prozessor gehört, kannst du ihn in der oben verlinkten Liste heraussuchen.

Windows-Einstellungen
Prozessor, Systemtyp und RAM im Überblick

Ist dein Prozessor nicht dabei? Dann solltest du noch nicht in Panik einen neuen Prozessor oder ein neues Notebook kaufen. Möglicherweise werden auch ältere Modelle unter gewissen Umständen oder mit Einschränkungen unterstützt. Warte auf jeden Fall ab, bis Windows 11 offiziell startet.

Ganz wichtig ist hingegen der Systemtyp, den du auf derselben Seite in den Einstellungen einsehen kannst. Hier sollte „64-Bit-Betriebssystem, x64-basierter Prozessor“ stehen. X32-basierte Prozessoren sind definitiv raus. Wenn nur das Betriebssystem 32-Bit ist, müsstest du Windows komplett neu installieren, um Windows 11 nutzen zu können.

Arbeitsspeicher und Festplatte: Windows 11 will mehr Platz

Auch wenn die aktuelle Vorab-Version von Windows 11 nicht mehr Platz auf der Festplatte benötigt, sind die Mindestanforderungen gestiegen. So benötigst du für Windows 11 mindestens 4 Gigabyte Arbeitsspeicher und eine 64 Gigabyte große Festplatte. Das bedeutet jedoch nicht, dass du 64 Gigabyte freien Speicher brauchst. Lediglich die Gesamtgröße der C-Festplatte sollte 64 Gigabyte oder mehr betragen. Auf diese Weise stellt Microsoft sicher, das für etwa Updates temporär mehr Speicher zur Verfügung steht.

Um den Speicherplatz deines Computers zu überprüfen, gehst du in den Windows Explorer (das Dateiprogramm) und klickst in der linken Seitenleiste auf „Dieser PC„. Für die Installation benötigst du voraussichtlich rund 15-25 GB freien Speicher. Dieser wird nach Abschluss der Installation wieder freigegeben und nicht dauerhaft belegt. Den Arbeitsspeicher (kurz RAM) kannst du genau wie den Prozessor in den Einstellungen einsehen (siehe oben).

Festplatte in Windows
Falls du mehrere Festplatten hast, ist die mit dem kleinen Windows-Symbol die richtige

Im Gegensatz zu den Einschränkungen beim Prozessor sind mindestens 4 GB RAM und 64 GB Speicher wirklich das absolute Minimum, um Windows nutzen zu können. Auch Windows 10 macht mit einer schlechteren Ausstattung nur wenig Spaß. Bis auf einige sehr preiswerte Einstiegs-Notebooks, sollte der Speicher aber kein großes Hindernis darstellen. Bei Desktop-PCs und manchen Notebooks kann der Speicher sogar aufgerüstet werden. Anleitungen dazu findest du beim Hersteller oder auf YouTube.

Windows 11: Neue Features im Überblick

TP-Modul: Die Achillesferse beim Windows 11-Upgrade

Das TP-Modul (kurz TPM) ist ein Chip auf der Hauptplatine des Computers, der für verschiedene Sicherheitsfunktionen zum Einsatz kommt. Bei Notebooks ist dieser relativ verbreitet, bei Desktop-PCs hingegen eher selten vorhanden. Bis Windows 10 war dieser Chip optional. Mit Windows 11 wird er hingegen zur Grundvoraussetzung.

Um zu überprüfen, ob dein PC über TPM 2.0 verfügt, drücke die Tasten WIN+R und gebe „tpm.msc“ in das Fenster ein. Nun öffnet sich ein weiteres Fenster, in dem du die TPM-Version einsehen kannst.

Wenn du dieses Feld angezeigt bekommst, ist TPM 2.0 aktiv
Wenn du dieses türkis markierte Feld angezeigt bekommst, ist TPM 2.0 aktiv

Alternativ bieten viele Prozessoren auch ein integriertes TPM an. Dieses kann über das BIOS-Menü unter dem Punkt TPM, fTPM oder PTT aktiviert werden. Um den BIOS zu starten, muss beim Hochfahren eine bestimmte Taste gedrückt werden (meist ESC, F8 oder F12). Wenn du dich damit nicht auskennst, lass dir am besten von einem erfahrenen Nutzer helfen. Bei ausgewählten Desktop-PCs kannst du ein TP-Modul auch nachrüsten (lassen).

Grafikkarte bereit? DirektX Version überprüfen

Um zu überprüfen, welche DirektX Version du auf deinem PC installiert hast, drücke die Windows-Taste, gebe anschließend „dxdiag“ auf der Tastatur ein und betätige die Enter-Taste. Nun öffnet sich ein Dialog, den du mit „OK“ bestätigst. Anschließend wird die DirektX-Version deiner Grafikkarte oder deines Prozessors angezeigt. Dies sollte bei den meisten halbwegs aktuellen Systemen die benötigte Version 12 sein.

DirektX 12 Check für Windows 11
DirektX 12 Check für Windows 11

Hardware nicht unterstützt – Was nun?

Im Gegensatz zu Windows 8 und Windows 10 bleiben bei Windows 11 viele ältere Geräte auf der Strecke. Fast alle Modelle, die vor 2016/17 auf den Markt kamen, sind raus und können höchstens mit kostenpflichtigen Upgrades für Windows 11 bereit gemacht werden.

Doch auch ohne Windows 11 kannst du deinen alten Computer noch problemlos mehrere Jahre lang verwenden. Updates für Windows 10 sind noch bis zum 14. Oktober 2025 garantiert. Bis dahin haben betroffene Computer mindestens acht Jahre auf dem Buckel und könnten gegen ein neueres Modell ausgetauscht werden. Zudem kommen viele Features aus Windows 11 auch nachträglich zu Windows 10. Dazu zählt etwa der neue Store oder die überarbeitete Xbox-App. Auch die Teams-Integration könnte Microsoft noch nachreichen.

Bildquellen

  • Windows 11 Check: Prozessor: Timo Brauer
  • Windows 11 Check: Speicher: Timo Brauer
  • Windows 11 Check: TPM: Timo Brauer
  • Windows 11 Check: DirektX: Timo Brauer
  • Windows 11: Windows/ unsplash
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2 KOMMENTARE

  1. Qugart

    Nett zusammengetragen von diversen anderen Homepages, die leider auch viele Dinge übersehen.
    In der Realität ist es so, dass viele PCs augenscheinlich die Systemanforderungen erfüllen, dieses Microsoft-„Tool“ aber dennoch Nö sagt. Nö und nicht mehr. Sowas ein Tool zu nennen ist schon traurig.
    Hilfreicher ist dabei wenn man selber per PowerShell prüft. Können die wenigsten, deshalb gibts das als kleines Tool unter dem Namen WhyNotWin11. Zu finden auf Github https://github.com/rcmaehl/WhyNotWin11
    Das sagt nicht nur Nö, sondern auch warum.
    Und da ist tatsächlich oft die fehlende Kompatibilität der Partitionierung das Problem. Viele sind noch MBR-partitioniert. Win11 verlangt aber GPT. Kann man relativ leicht und ohne Datenverlust! konvertieren. Da darf der Datenträger aber max. 3 Partitionen haben. Recht oft selten, da viele eine zweite Partition neben C anlegen. Blöd, dass Windows selber standardmäßig auch 2 weitere „unsichtbare“ Partitionen anlegt. Schon ists Essig mit MBR2GPT (Tool, das bereits auf Win10 installiert ist). Dann brauchts einen Partitionierer und meistens eine zusätzliche Festplatte.
    Tja….darüber hätte man berichten können und nicht einfach alles, was schon zigmal gesagt wurde nacherzählen.
    Meine Meinung.

    Antwort
  2. Marcel

    Habe heute mein Laptop von Win 10 auf Win 11 aktualisiert. Bei mir funktioniert alles einwandfrei. Habe Genug Speicherplatz. Nach Aktualisierung werden auf der Festplatte (C) nur 36,7 GB gebraucht und habe noch 82,4 GB frei. Auf meiner 2 Festplatte Volumen (D:) habe ich noch 1 TB Speicherplatz frei und da sind bereits 120 Filme drauf und Lieder. Also ich kann mich nicht beklagen.

    Antwort

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