Stromrechnung drücken: So sparst du mit Smart Plugs bares Geld

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Egal, ob TV, Musikanlage oder Mikrowelle. Alle Geräte, die permanent oder im Standby-Modus an den Strom angeschlossen sind, fressen auch Energie. Das kostet Geld. Doch was hilft dagegen? Smart Plugs. Denn mit intelligenten Steckdosen lässt sich bares Geld sparen. Wir zeigen dir, wie.
Leuchtende Netzteile
Bildquelle: Unsplash

Die Summe der Elektro-Geräte im Haushalt ist in den vergangenen Jahrzehnten stark gestiegen. Fernseher, PC, Kühlschrank und Co. haben einen festen Platz in jeder Wohnung und in jedem Haus. Egal, ob du zu Hause bist oder nicht: Elektro-Geräte ziehen permanent Strom und halten deine Kosten damit vergleichsweise hoch. Und das auch, wenn du sie überhaupt nicht nutzt. Das bekannteste Beispiel ist hier wohl der Fernseher im Standby-Modus. Wenn du den Stromverbrauch reduzieren willst, gibt es zwei Möglichkeiten. Einerseits kannst du klassisch die Stecker ziehen, sobald ein Gerät nicht mehr in Gebrauch ist. Komfortabler ist der Einsatz von smarter Technik, sogenannten Smart Plugs.

So funktionieren Smart Plugs

Dass Smart Home dir beim Sparen helfen kann, ist ein offenes Geheimnis. Die Situation lässt sich auch auf die Stromsituation übertragen. Bei jedem Gerät den Stecker zu ziehen, sobald du es nicht mehr nutzt, ist effektiv, aber auch umständlich. Einfacher machen es dir intelligente Steckdosen respektive Zwischenstecker. Sie sind im Prinzip die Nachfolger der altbekannten Zeitschaltuhren. Jetzt haben sie aber smarte Technik integriert.

Die sogenannte Smart Plug setzt du einfach zwischen Gerät und Steckdose ein, wie es auch bei Zeitschaltuhren der Fall ist. Die smarten Zwischenstecker kannst du jedoch in den meisten Fällen per App bedienen, was dir mehr Kontrolle gibt und die Situation deutlich flexibler gestaltet. So kannst du beispielsweise von unterwegs die Stromzufuhr kappen oder aktivieren.

Geld sparen mit smarten Steckdosen – das brauchst du

Zum einen brauchst du eine internetfähige Steckdose. Anbieter gibt es in diesem Segment viele, beispielsweise AVM, Osram, Hama oder TP-Link. Zu bekommen sind sie bei allen gängigen Elektronikfachhändlern wie MediaMarkt und Saturn oder auch Amazon. Außerdem brauchst du einen Router und ein Smartphone, damit du die Smart Plugs über die passende App steuern kannst. Je nachdem, wie stark dein Eigenheim vernetzt ist beziehungsweise je nachdem, welchen Hersteller du auswählst, brauchst du neben der Smart Plug auch eine Smart-Home-Kommandozentrale. Außerdem solltest du darauf achten, ob die intelligente Steckdose über WLAN oder Bluetooth funkt.

Zu beachten ist, dass es bei smarten Steckdosen Unterschiede im Detail gibt. Es gibt jene, mit denen du „nur“ die Stromzufuhr regulieren kannst. Teurere Modelle bieten hingegen mehr Funktionen, die internetbasiert sind. Mit diesen kannst du die Geräte dann auch per App und aus der Ferne im Detail steuern, Zeitpläne anlegen oder Nutzungszeiten maßgenau einrichten.

Vorteile von Smart Plugs

Zu den Vorteilen der smarten Steckdosen gehört nicht nur die digitale Regelung. Du kannst mithilfe dessen auch Stromfresser enttarnen. Die verbundene App bereitet den gemessenen Stromverbrauch der einzelnen Geräte in Statistiken auf. So kannst du Elektrogeräte, die besonders viel Strom fressen, erkennen und gezielter regulieren.

Wie mit der klassischen, analogen Zeitschaltuhr, kannst du auch mit Smart Plugs Zeiten vorprogrammieren, an denen sich deine Geräte einschalten – beispielsweise Lampen. Zusätzlich lassen sich Szenarien bestimmen, durch die nur bestimmte Elektrogeräte angeschaltet werden. Wenn du im Urlaub bist, kannst hier beispielsweise Anwesenheit simulieren oder deine Pflanzen mit Licht und Wasser versorgen.

Wie viel Geld lässt sich mit Smart Plugs sparen?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, sondern hängt von der jeweiligen Wohnsituation ab. Das Umweltbundesamt errechnete, dass der Stromverbrauch bei sogenannten „Leerlaufverlusten“ (Standby-Modus) bei mehreren Milliarden Euro liegt – und das allein in Deutschland. Laut dem Stromanbieter e.on verursacht beispielsweise schon allein eine Xbox im Standby-Modus bis zu 40 Euro Kosten im Jahr. Seit 2014 dürfen Geräte allerdings gemäß der EU-Ökodesign-Richtlinie eine maximale Leistung von 1 Watt im Standby-Modus aufweisen.

  • Aber: Auch Smart Plugs fressen Strom und haben einen eigenen Energiebedarf. Hier solltest du direkt beim Kauf darauf achten, das das jeweilige Modell einen niedrigen Verbrauch hat.

Als Beispielrechnung: 1 Watt x 365 Tage x 24 Stunden = 8.760 Wh = 8,76 kWh. Bei 30 Cent pro kWh entspricht der Standby-Preis pro Jahr 2,63 Euro. Wenn du eine Entertainment-Anlage mit TV, Receiver, Streaming-Stick, HiFi-Verstärker, Ambient-Beleuchtung, Aktiv-Subwoofer und einer Playstation hast, sind das im Idealfall also 18,40 Euro pro Jahr, die du sparst. Hängst du alles an einen 20-Euro-Plug, hast du den Plug also innerhalb eines Jahres wieder reingeholt. Dabei müssten dann aber alle deine Geräte schon der neuesten Norm mit 1-Watt-Verbrauch im Standby entsprechen.

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5 KOMMENTARE

  1. Seres

    Es gibt sich schaltbare Steckerleisten oder Funksteckdosen. Die Kosten nur einen Teil eines Smart Plugs und sind genauso effektiv.

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  2. Piet1001

    Smart Home ist eine teure Angelegenheit die sich nie rechnet. Der Router muss ständig auf Empfang sein. Zieht schon viel Strom in 24 Stunden.Jedes Gerät verbraucht Strom wenn es im WLAN Modus in Betrieb ist. Stecker raus oder Steckdosenleiste mit Schalter sind das A&O. Smart Home ist sehr teuer im Jahr ,je nach dem wie viele Geräte täglich steuerbar sein sollen.

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  3. Marius

    Nicht jedes Gerät mag es, wenn man es vom Netz trennt!

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  4. Nachgerechnet

    Die smarten Steckdosen brauchen zwischen 0,5 und 1,0 Watt. Das rechnet sich im Allgemeinen nicht bei normalen Geräten, die meist selbst nur 0,5 Watt verbrauchen.

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  5. Mark

    „Mega lifehack“ Spare jetzt Strom indem du Statt die Standby funktion vieler Geräte zu Nutzen stattdessen Smartplugs zwischenschaltest die den Strom zum Gerät unterbricht, wenn du es nicht benutzt. Die Smartplugs sind zwar auch permanent im Standby um jederzeit vom Handy bedienbar zu sein aber zudem brauchen sie zusätzlichen Strom, wenn das Gerät (z.B. Fernseher) genutzt wird. Mit diesem einfach Trick können sie also nicht nur den gleichen Stromverbrauch im Standby sondern dazu auch noch einen höheren Stromverbrauch bei Nutzung des Gerätes erlangen.
    Doch es wird noch besser. Sie können diesen „Lifehack“ auch bei Mikrowellen nutzen. Jetzt müssen sie nicht nur nach einem Stromausfall die Uhr neu stellen sondern jedes mal, wenn sie die Mikrowelle einschalten.
    Das nenne ich mal ware Innovation

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