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Sprache lernen? Diese Tricks und Tools solltest du kennen

6 Minuten
Ob Einsteiger oder Fortgeschrittener, ob Englisch, Spanisch oder Französisch: Sprachen lernen war noch nie so einfach wie heute. Und das sogar kostenlos. Wir zeigen dir die besten Apps und verraten Tricks, mit denen es nicht nur einfach ist, sondern auch Spaß macht.
Sprache lernen? Diese Tricks und Tools solltest du kennen
Sprache lernen? Diese Tricks und Tools solltest du kennenBildquelle: Blasius Kawalkowski

Ob das Schulenglisch aufgrund eines neuen Jobs auffrischen, ein paar Sätze und Floskeln für den Urlaub oder die Urlaubsliebe lernen oder Auswandern: Wer eine neue Sprache lernen will, hat meist eine Motivation. Eine Alternative zur Volkshochschule, einem Englisch- oder Spanischkurs an einer Sprachschule oder einem Fernstudium: Apps fürs Handy. Damit kannst du Sprachen nicht nur ortsunabhängig lernen. Du kannst auch selbst das Tempo bestimmen.

Neue Sprache lernen? Das sind die Top 5 Apps

Zudem erlauben dir Apps zunächst einmal einen Blick zu riskieren, ohne dass es dich etwas kostet. Bei Nichtgefallen kannst du die App einfach wieder deinstallieren. Sprachlern-Apps, die es zuhauf und meist sogar kostenlos im Google Play Store und Apple App Store gibt, sind nicht nur für Einsteiger geeignet. Allerdings sollte man, wenn man es wirklich erst mit einer neuen Sprache meint, mehr tun, als nur eine App zum Lernen zu benutzen. Deshalb stellen wir dir zunächst die aus unserer Sicht besten Apps vor und geben dir anschließend noch ein paar Tipps und Tricks, die zum Ziel führen.

Babbel

Die wohl bekannteste und eigenen Angaben zufolge erfolgreichste Sprachlern-App ist Babbel. Insgesamt stehen dir hier 14 Sprachen zur Auswahl. Neben beliebten Sprachen wie Englisch, Spanisch und Französisch auch Türkisch, Polnisch und Indonesisch. Babbel bietet über 5.000 Kurse und über 10.000 Stunden an Lerninhalten an. Das Berliner Unternehmen gibt sich selbstsicher: „Sprich deine neue Sprache, wie du es schon immer wolltest. Und das funktioniert. 73 Prozent der Babbel-Nutzer fühlen sich nach nur fünf Stunden mit Babbel bereit für ein erstes Gespräch.“

Mit Babbel Sprachen lernen
Mit Babbel Sprachen lernen

Die Spachlern-App gibt es für Android und iOS. Du kannst die App 7 Tage lang kostenlos ausprobieren. Anschließend verlangt Babbel mindestens 4,95 Euro pro Monat, bei einem Abo für ein Jahr. Mit Babbel-Live bietet die E-Learning Plattform Nutzern auch virtuellen Online-Unterricht mit erfahrenen Lehrkräften.

Duolingo

Das Lernen mit Duolingo soll nicht nur Spaß machen, sondern den Entwicklern zufolge auch süchtig. Sprachen erlernst du spielerisch. Du kannst Punkte für richtige Antworten sammeln und in immer höhere Ligen aufsteigen, wenn du dran bleibst. Ob Englisch lernen oder Spanisch vertiefen: Alles geschieht in kleinen und kurzen Lektionen, die du zwischendurch erledigen kannst. Eigenen Angaben zufolge soll eine Studie herausgefunden haben, dass 34 Stunden auf Duolingo einem ganzen Semester in einem Hochschulsprachkurs entsprechen.

Das Tolle bei Duolingo: Die App ist kostenlos und für Android und iOS verfgübar. Wer auf Werbeeinblendungen nach den Lektionen verzichten will und Kurse auch offline machen möchte, kann aber auch eine Plus-Version buchen. Die kostenlose Variante reicht zum Lernen aber vollkommen aus – auch für Fortgeschrittene.

Englisch oder Spanisch lernen mit Duolingo
Englisch oder Spanisch lernen mit Duolingo

Drops: Sprachen lernen und verbessern

Die App Drops baut auf visuelle Inhalte. Mit zu Vokabeln passenden Bildern soll man sich die Wörter besser und einfacher merken können. Zudem wirkt das Lernen sehr spielerisch. Statt Tastatur verschiebst du Vokabeln und Bilder oder wischst sie wie in der Dating-App Tinder weg. Neben beliebten Sprachen wie Englisch oder Spanisch sind auch exotische Sprachen wie Esperanto, Samoanisch oder Māori dabei.

Insgesamt bietet Drops 46 Sprachen an. Hinzu kommen Dialekte wie Kastilisch oder britisches Englisch. In der kostenlosen Version kannst du etwa fünf Minuten am Tag lernen. Möchtest du mehr, länger und intensiver lernen, kannst du ein Premium-Abo für 9,99 Euro im Monat oder 70 Euro pro Jahr abschließen. Die App gibt es für Android und iOS.

Mit Drops eine neue Sprache lernen
Mit Drops eine neue Sprache lernen

Memrise

Memrise ist eine Sprachlern-App, mit der das Lernen neuer Sprachen Spaß macht und effektiv ist. Das zumindest versprechen die Macher des 2010 gegründeten Unternehmens. Eigenen Angaben zufolge nutzen weltweit über 50 Millionen Menschen die App und lernen Englisch, Spanisch oder eine der 19 weiteren Sprachen. Memrise gibt es kostenlos für iOS und Android. Wer 7 Euro im Monat oder rund 25 Euro pro Jahr bezahlt, bekommt Zugriff auf alle Sprachkurse, Videos von Muttersprachlern und kann Kurse offline verfügbar machen. Alles kein Muss. Die kostenlose Version reicht zum Anfang allemal aus.

Mit Memrise Sprachen lernen
Mit Memrise Sprachen lernen

LingQ – Sprachen lernen

„Lerne Fremdsprachen, indem Du Dich in eine Welt mit interessanten und authentischen Inhalten begibst“, das verspricht die App LingQ. Dafür bietet die App tausende Stunden mit Lektionen, Podcasts, Hörbüchern, Interviews und mehr und alle mit einem Transkript. LingQ (für Android und iPhone) ermöglicht dir auch, jeden beliebigen Inhalt aus dem Internet zum Lernen zu verwenden. Dabei verfolgt die App, die es auch für den Browser gibt, ähnlich wie „Linguajet“, die Birkenbihl-Methode. Man hört, liest parallel dazu den Text und kann unbekannte Wörter sofort nachschlagen und in einer persönlichen Datenbank speichern. Und das zu 42 Sprachen.

LingQ – Sprachen lernen
LingQ – Sprachen lernen

Neue Sprache lernen: hilfreiche Tipps

Wenn du eine neue Sprache lernen möchtest, können Apps sehr hilfreich dabei sein. Doch wer sich schon mal bei einem Fitness-Studio angemeldet hat, weiß, dass es nicht immer einfach ist, am Ball zu bleiben. Daher solltest du, wenn du es ernst meinst, nicht nur Apps nutzen, sondern auch sonst möglichst viel Kontakt zu der Sprache suchen, die du lernen möchtest.

Du kannst unterwegs Hörbücher, ausländische Radiosender oder Podcasts hören, die in deiner Lernsprache aufgenommen oder kursähnlich gestaltet sind. Bei Spotify etwa gibt es Podcasts etwa von Duolingo und – je nach Zielsprache – auch von anderen Anbietern. Einfach danach suchen. Hast du kein Spotify-Account, kannst du auch einfach die kostenlose Google Podcasts App benutzen und dort nach Podcasts suchen, die dir dabei helfen, die Sprache zu lernen.

Sprache lernen mit „Haus des Geldes“ und Kindersendungen?

Darüber hinaus können Filme und Serien helfen. So kannst du diese in der Originalsprache etwa auf Englisch ansehen und deutsche Untertitel einblenden. Das funktioniert bei Netflix genauso gut wie bei Amazon Prime Video. Wer etwa Spanisch lernen möchte, kann sich die spanische Serie „Haus des Geldes“ auf Netflix in der Originalversion mit Untertiteln ansehen. Du kennst die Serie schon? Umso besser. Dann kannst du viele Handlungen bereits mit dem spanischen Originalton verbinden. Für Einsteiger eignen sich Kindersendungen hervorragend, da sie meist in einfacher Sprache gehalten sind und die Aussprache häufig sehr deutlich ist. So versteht man bereits mit Grundkenntnissen meist schon ziemlich viel.

Auch das Hören von Musik und die Auseinandersetzung mit den Texten bietet eine vielversprechende Möglichkeit, um deine Sprachkenntnisse zu verbessern. Nimm dir einfach deinen Lieblingssong in der Sprache, die du lernen möchtest und such dir den Songtext dazu im Internet heraus. Nun übersetzt du den Text mit Programmen wie Reverso oder Deepl und schreibst ihn in beiden Sprachen Zeile für Zeile ab.

Bildquellen

  • Mit Babbel Sprachen lernen: Babbel
  • LingQ – Sprachen lernen: LingQ
  • Sprache lernen? Diese Tricks und Tools solltest du kennen: Blasius Kawalkowski

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4 KOMMENTARE

  1. MurksMaus

    Duolingo ist nur noch kostenlos, wenn man ein Onlineprofil erstellt!
    Schade

    Antwort
    • premiumbernd

      Hast du Erfahrung mit Duolingo?

      Antwort
  2. premiumbernd

    Also der Tipp mit den Kindersendungen ist echt gut. Darauf wäre ich nicht gekommen.

    Antwort
  3. premiumbernd

    Hast du Erfahrung mit Duolingo?

    Antwort

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