Sommerzeit: So stellt sich das Handy zur Zeitumstellung um

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Alljährlich am letzten Sonntag im März wird hierzulande die Uhrzeit von Winter- von auf Sommerzeit umgestellt. Am kommenden Wochenende ist es mal wieder so weit. Am 31. März 2019 wird die Uhr nachts um 2 Uhr eine Stunde nach vorne auf 3 Uhr gestellt. Doch was ist mit Handy, Smartphone & Co.? Stellen sich die Geräte automatisch um und was ist zu beachten?
Zwei Wecker zeigen die Zeit 2 bzw. 3 Uhr an, davor liegt Herbst- und Frühjahrsdeko
Bildquelle: Pixabay

So umstritten die Zeitumstellung auch sein mag – bis 2021 gibt es sie noch. Im Winter gilt in Deutschland die Mitteleuropäische Zeit (MEZ). Sie wird oft als Winterzeit bezeichnet, ist nach aktueller Lage der Dinger aber die Normalzeit. Im Sommer wird dann auf die sogenannte Sommerzeit umgestellt. Die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) gilt immer von Ende März bis Ende Oktober.

Die EU hat nun vor, diese Regelung zu Ändern. So hat das Europaparlament einer Abschaffung der Zeitumstellung für alle EU-Länder zugestimmt. Eigentlich hieß es schon im Oktober 2018, die Zeitumstellung erfolge 2019 zum letzten Mal. Inzwischen ist aber klar, dass sich die EU-Bürger noch bis zum Jahr 2021 gedulden müssen. Bis dahin wird dann wohl auch feststehen, ob Deutschland eine dauerhafte Sommerzeit bekommt oder die Normalzeit Standard bleibt. Solange gilt es aber weiterhin: Zwei mal im Jahr die Uhr umstellen – im Frühjahr und im Herbst.

So stellt sich das Handy automatisch um

Egal, ob Android-Gerät oder iOS – Smartphones sind heutzutage in der Regel permanent mit dem Internet verbunden. Dieser Umstand kommt den Handys und ihren Besitzern in der Regel zugute, wenn es um die Synchronisation von Einstellungen geht. Das ist auch beim Datum und der Uhrzeit der Fall. In der Regel müssen Nutzer von Handys und den modernen Smartphones bei einer Zeitumstellung eigentlich gar nichts tun, die Geräte arbeiten automatisch. Wenn der Handy-Besitzer am Sonntag morgen aufwacht oder aus der Kneipe kommt, zeigt das Handy automatisch die richtige Zeit an. Doch es gibt Ausnahmen.

Datum, Uhrzeit und Zeitzone bei iOS und Android

Von Werk aus befinden sich die Einstellungen in den entsprechenden Menüs des jeweiligen Smartphones in der Regel auf „Automatisch“. Bei Android-Handys ist die Angaben unter „Darum und Uhrzeit“ geführt. Die Einstellung nennt sich konkret „Die vom Netzwerk bereitgestellte Zeit verwenden“. Selbiges gilt für die Zeitzone.

Beim iPhone heißt die entsprechende Einstellung „Datum und Uhrzeit“. Dort befindet sich der Unterpunkt „Automatisch einstellen“. Ist diese Option allerdings nicht aktiviert, muss man die Uhr im Handy von Hand umstellen.

Und auch, wer noch ein älteres Gerät wie ein Windows Phone benutzt, kann dort ein entsprechendes Feature in den Uhrzeit-Einstellungen aktivieren. Bei diesen Geräten ist es direkt im Einstellungs-Menü zu finden. Die Zeitumstellung erfolgt in der Nacht auch, wenn das Handy offline ist. Bei Apps wie WhatsApp und anderen Anwendungen ist keine Anpassung notwendig – sie greifen auf die eingestellte Uhrzeit des Handys zu.

Wer kein Smartphone, sondern ein sogenannten Feature-Phone nutzt- also im Zweifel ein reines GSM-Handy -, dessen Handy wird ebenfalls automatisch umgestellt. Zumindest, wenn die Funktion nicht abgeschaltet ist. Die Zeitumstellung wurde entweder in entsprechenden Programmierungen hinterlegt oder erfolgt durch ein Signal über das Netz.

Auf das offizielle Zeitsignal für Funkuhren, den DCF77-Sender, greifen Handys jedoch nicht direkt zu. Dazu bräuchten sie einen weiteren Chip, der das Landwellen-Signal empfängt. Allerdings werden die Signalgeber im Internet, auf die die Mobiltelefone zugreifen, von dem Sender beziehungsweise der Atomuhr dahinter versorgt.

Automatische Zeitzone im Urlaub

Die Synchronisation der Uhr mit der vom jeweiligen Netz bereitgestellten Zeit kann sich auch im Urlaub lohnen. Wenn sich beispielsweise bei einer Fernreise mehrere Stunden Zeitverschiebung ansammeln, wird die jeweilige Ortszeit direkt übernommen, sobald man im Netz des jeweiligen Landes eingeloggt ist. Durch die automatische Zeitzone spart der Nutzer lästige Rechnereien, im Job werden wichtige Meetings eingehalten. Die richtige Zeitzone erkennt das Handy in der Regel über das entsprechende Partnernetz.

Viele Hersteller haben zudem ein Feature in ihre Handys implementiert, das im Sperrbildschirm zwei Uhrzeiten anzeigt: einmal die Ortszeit im ausländischen Netz und zusätzlich die Zeit, die im Heimatland von den Kirchturmuhren abzulesen ist.

Router, Fernseher, Receiver – Zeitumstellung kann wichtig sein

Auch andere, in irgendeiner Weise vernetzte Geräte stellen die Zeit in der Regel selber um. Allerdings sollte nach einer Zeitumstellung ein kurzer Uhrenvergleich durchgeführt werden – auch beim eigenen Mobiltelefon. Ist diese Umstellung aus verschiedenen Gründen nämlich nicht vollzogen worden, kann es zu Problemen und Missverständnissen kommen. Hier muss der Nutzer dann manuell eingreifen und die Zeit korrigieren.

So könnten sich beispielsweise WLAN-Router zur falschen Zeiten an- und ausschalten oder die Lieblingsserie wird vom Festplatten-Receiver auf einmal nur noch zur Hälfte aufgenommen. In der Vergangenheit gab es mehrfach derartige Fehler: Beim iPhone, bei WLAN-Routern von AVM oder auch bei Smarthome-Zentralen. Sie zeigten nach der Zeitumstellung die falsche Uhrzeit an.

Wo gibt es die offizielle Zeit im Internet oder per Telefon?

Die für die offizielle Zeit in Deutschland zuständige Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig betreibt eine Internetseite, die die offizielle Zeit in Deutschland anzeigt. Sie ist unter https://uhr.ptb.de/ aufrufbar. Unter der Telefonnummer 01804 100100 betreibt die Deutsche Telekom zudem eine Zeitansage. Sie kostet aus dem deutschen Festnetz 20 Cent pro Anruf, vom Handy 42 Cent pro Minute.

Wer sich das sparen und auch nicht jedes Jahr raten möchte, wie die Zeit verändert wurde, erhält hier ein Tipp: Im Frühjahr stellt man die Zeit eine Stunde vor, im Herbst eine Stunde zurück. Als Eselsbrücke für die Zeitumstellung dienen die Garten- und Balkon-Möbel: Diese werden im Frühjahr vor die Tür gestellt, im Herbst holt man sie zurück in die Wohnung.

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2 KOMMENTARE

  1. Eh ihr regt einen so auf… ihr postet .. 10 Jahre +, nach dem ersten, Internet fähigen Handy… das sich von alleine stellt… was zu beachten ist?? Euch fällt auch echt nix mehr ein oder

    • Moin Dome,

      ich verstehe ehrlich gesagt dein Problem nicht. Ja, in vielen Handys wird die Uhrzeit automatisch eingestellt. Aber das ist nicht grundsätzlich der Fall. Ich habe gerade einfach mal Interesse im iPhone XS und im Honor View 20 nachgeschaut und in beiden Smartphones ist es auch möglich, die Uhrzeit manuell einzustellen. Wer genau das tut, ist für unseren Ratgeber zur richtigen Einstellung von Sommer- und Winterzeit doch gut bedient, oder?

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