Smartphone im Winter: So schützt du dein Handy vor Kälte

5 Minuten
Der Winter naht - und besonders ein ständiger Begleiter hat in dieser Jahreszeit zu kämpfen. Das Smartphone ist im Winter ganz besonderen Herausforderungen ausgesetzt - egal ob niedrige Temperaturen, Schnee oder Stürze. Wie du dein Handy ohne Schaden durch die Kälte bringst, zeigen wir dir mit folgenden Winter-Tipps.
Dick angezogene Frau mit Handy in der Hand
Dick angezogene Frau mit Handy in der Hand, im Hintergrund eine Winterlandschaft.Bildquelle: Pixabay

Die Tage werden kürzer und die Temperaturen fallen unter 0 Grad: Der Winter kommt so sicher wie das Amen in der Kirche. Und in Deutschland ist er verbunden mit widrigen Wetterbedingungen und einigen Herausforderungen für die empfindliche Technik. Doch nicht nur das Wetter macht die Bedienung des Smartphones im Winter komplizierter.

Schnee, Regen und hohe Luftfeuchtigkeit

Eines der Hauptprobleme für Smartphones und Tablets im Winter stellt neben den Temperaturen die Feuchtigkeit dar. Im Herbst und Winter regnet und schneit es. Damit kommt das Smartphone tendenziell öfter mit Wasser in Kontakt als in den Sommermonaten. Dabei machen geringe Mengen Regen oder Schnee den meisten Smartphones nichts aus. Besonders, wenn man sich auf eine IP-Zertifizierung verlassen kann. Sie wird jedoch zumeist nur in Flaggschiffen oder Outdoor-Smartphones angeboten. Die Mittelklasse oder gar der Einsteigerbereich kann von solchem Wasser- und Staubschutz zumeist nur Träumen.

Tipp 1: Richtige Schutzhülle auswählen

Abhilfe gibt es im Zubehörhandel: Wasserdichte Schutzhüllen verringern das Risiko, dass Wasser in das Handy ein- und damit zu den empfindlichen Elektronikbauteilen vordringt. Eine andere Möglichkeit ist, das Smartphone gar nicht erst mit Schnee oder Regen in Berührung kommen zu lassen. So kann das Smartphone mit Bluetooth– oder kabelgebundenen Kopfhörern beim Telefonieren sicher in der Jackentasche bleiben. Mit wasserfesten Kopfhörern ist man zusätzlich auf der sicheren Seite. Hier bieten meist Sport-Kopfhörer den höchsten Schutz.

Ist dein Smartphone doch mal in den Schnee gefallen oder anderweitig mit Wasser in Berührung gekommen, ist Geduld gefragt: Ein Handy mittels Heizung, Föhn oder gar Mikrowelle oder Backofen zu trocknen, ist keine gute Idee, da die hohen Temperaturen weitere Schäden am Handy erzeugen können.

Smartphone im Winter: Minustemperaturen schädigen Akku und Elektronik

Smartphones sind mittlerweile mit High-End-Technik vollgestopft, die zum einen immer höhere Leistungen abgeben muss, zum anderen jedoch auch immer kleiner und damit empfindlicher wird. Der Akku ist hier nur ein Beispiel von vielen Bauteilen, die durch sehr niedrige Temperaturen belastet werden.

Tipp 2: Handys im Winter wärmen

Mittlerweile werden meist Lithium-Ionen-Akkus in Smartphones eingebaut. Die Alternative stellen Lithium-Polymer-Akkus dar, die jedoch nur von wenigen Herstellern verbaut werden. Unter anderem können sich die Akkus beim Laden etwas aufblähen. Wenn dann zu wenig Platz im Gehäuse ist, können die Akkus die Rückseiten von Smartphones sprengen.

Solches Aufblähen ist bei Lithium-Ionen-Akkus nicht die Regel, jedoch gibt es bei Minustemperaturen andere Probleme mit Smartphone-Akkus. Die chemischen Prozesse der Akkus verlangsamen sich nämlich bei niedrigen Temperaturen. Dadurch nimmt die Alterung bei hohen Belastungen zu. Hinzu kommt: Gerade ältere Smartphones verlieren im Winter schneller an Power und die Akkus entladen sich zügig.

Das kann durch das Warmhalten des Handys verhindert werden. Willst du also den Tag mit einer Akkuladung durchhalten, solltest du dein Smartphone nahe am Körper und in einer Innentasche der Jacke transportieren. Schlechte Aufbewahrungsorte im Winter sind die Handtasche oder Außentaschen an Rucksäcken oder Jacken.

Tipp 3: Handy-Akku an warmen Orten aufladen

Konntest du dein Smartphone unterwegs nicht warm halten und der Akku hat sich aufgrund der Kälte vollständig entleert, muss eine Steckdose her. Doch wenn dein Handy sich der Kälte angepasst hat, solltest du noch einige Zeit warten, ehe du es an Strom anschließt.

Hersteller empfehlen, das Smartphone vor dem Ladeprozess auf Zimmertemperatur erwärmen zu lassen. Erst ab einer Temperatur von etwa fünf Grad Celsius beginnt der Akku, sich aufzuladen. Andernfalls können die Zellen im Lithium-Ionen-Akku beschädigt werden. Dadurch wird die Akkulaufzeit immer schlechter.

Tipp 4: Extreme Temperaturschwankungen vermeiden

Doch nicht nur in der Kälte lauert die Gefahr. Auch Temperaturunterschiede sind Gift für die Elektronik in Smartphones oder Tablets. Die meisten Hersteller geben eine Nutzungstemperatur von 0 bis 35 Grad an. An kalten Wintertagen und auf der Heizung schießt man weit über die genannten Temperaturen hinaus – ob nun im Minus- oder im Plus-Bereich. Sie erzeugen unter anderem Druckunterschiede zwischen dem Inneren und dem Äußeren des Handys. Dadurch kann Feuchtigkeit in das Smartphone gesaugt werden was zu Korrosion der Elektronik führen kann. Ärgerlich und sofort sichtbar sind solche Feuchtigkeitseintritte unter dem Kamera-Schutzglas. Dort setzt sich das Wasser gern ab und verhindert klare Bilder und schöne Videos vom Weihnachtsmarkt oder der Winterlandschaft.

Tipp 5: Touchscreen-Handschuhe nutzen

Nicht nur dem Smartphone, sondern auch den Händen ist im Winter kalt. Deshalb sind Handschuhe eines der beliebtesten Accessoires in der kalten Jahreszeit. Doch einen Nachteil haben die wärmenden Helfer: Mit herkömmlichen Handschuhen ist das Tippen und Wischen auf dem Smartphone-Display unmöglich. Grund dafür ist die nicht leitende Oberfläche von Woll- oder Lederhandschuhen.

Wer die Hände warm haben möchte und trotzdem auf das Smartphone nicht verzichten will oder kann, wird im Zubehörhandel fündig. Solche Touchscreen-Handschuhe sind ab wenigen Euro beispielsweise bei Amazon zu haben.

Winterzeit ist Fotozeit

Die Kälte, der Schnee und die Dunkelheit haben auch ihr gutes: Die Winterzeit bietet eine Fülle an tollen Motiven und neue Möglichkeiten, interessante Bilder mit dem Smartphone zu schießen. Wie das gelingen kann, zeigen die Tipps für perfekte Fotos mit dem Apple iPhone und das Spezial über Langzeitbelichtungen mit dem Smartphone.

Affiliate-Link: inside digital erhält eine kleine Provision, wenn du über den markierten Link einkaufst. Den Preis für das Produkt beeinflusst dies nicht. Die Einnahmen tragen dazu bei, dir unseren hochwertigen Journalismus kostenfrei anbieten zu können.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

geschützt durch reCAPTCHA Datenschutzerklärung - Nutzungsbedingungen