Smart Home im Urlaub: So schreckt man Einbrecher intelligent ab

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Es ist Sommer, die Schulferien haben in vielen Bundesländern bereits begonnen und der Urlaub steht vor der Tür. Vor allem letzteres bedeutet auch: Die Gefahr vor Einbrecher steigt. Doch kann man sich mit moderner Technik vor einem Einbruch schützen? Smart Home kann zumindest in Teilen Abhilfe schaffen und Anwesenheit simulieren.
Beleuchtetes Haus im Abendlicht
Bildquelle: Pixabay

Smart-Home-Produkte können den Alltag nicht nur erleichtern und bequemer gestalten, sondern bieten auch einen weiteren nützlichen Faktor. Das Eigenheim lässt sich kontrollieren, wenn man nicht anwesend ist und bietet auch potenziellen Schutz vor einem Einbruch. Gerade die Urlaubszeit ist auch die Hochzeit für Einbrecher, die sich in Seelenruhe an fremden Eigentum bedienen können. Wie lässt sich Anwesenheit simulieren?

Anwesenheit simulieren mit Smart Home: Innenraum

Neben Nachbarn oder Freunden, die sich um Post und Garten während des Urlaubs kümmern können, gibt es auch den digitalen Ersatz. Die entsprechenden Produkte simulieren Anwesenheit, indem sie Alltags- oder Tiergeräusche imitieren, Lichter an- und ausschalten oder den Garten automatisch bewässern. Auch intelligente Sprachassistenten wie Amazons Alexa unterstützen den Effekt.

Es werde Licht!

Automatisierte Beleuchtung ist die Möglichkeit, die einem wohl zuerst in den Sinn kommt. Smarte Lichtsysteme können sich im Alltag nicht nur an die Gewohnheiten der Bewohner anpassen, sondern lassen sich auch bei Abwesenheit planen und über eine App kontrollieren. Systeme wie Philips Hue oder IKEA Trådfri bieten die Möglichkeit, vor einem Urlaub die Zeiten, in denen das Licht an- und wieder ausgeht, zu planen. Alternativ können Nutzer das Verhalten auch in Echtzeit bestimmen und per Smartphone festlegen, ob das Licht gedimmt oder ein- und ausgeschaltet wird.

Alternativ lassen sich für die Simulation auch klassische Zeitschaltuhren oder Steckdosen mit WLAN-Zugang auswählen. Erhältlich sind sie in Elektronikmärkten beispielsweise bei Media Markt. Je nach Preisklasse lassen sich jedoch nur Zeiten einstellen, wann das Licht an- und wieder ausgehen soll. Teurere Modelle sind hingegen auch dazu in der Lage, zu zufälligen, automatisch ausgewählten Zeiträumen das Haus zu beleuchten.

Automatische Jalousien

Ob Jalousien den ganzen Tag ein- oder ausgefahren sind, kann ebenfalls entscheidende Hinweise darauf geben, ob Personen zu Hause sind oder nicht. Ob Einbrecher ihr Ziel schon länger beobachten und die Gewohnheiten der Bewohner studieren, liegt im Rahmen des Möglichen. Dennoch kann man Unbefugte auch hier mit einer smarten Rollladensteuerung verwirren. Für Bewohner gibt es, je nach Gegebenheit, zwei Lösungen.

Möchte man sein Eigentum von Grund auf neu aufrüsten, gibt es beispielsweise systemgebundene Lösungen. Sie arbeiten in der Regel mit kleinen Servern oder Unterputz-Schaltern, die in die Wand integriert werden müssen. Möchte man seine vorhandenen Rolladen nachträglich automatisieren, gibt es von verschiedensten Herstellern leicht einbaubare Schalter, die mit Batterien funktionieren. In beiden Fällen ist eine Bedienbarkeit über das Handy möglich.

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Trick 17: Elektrische Gardinen

Das Tüpfelchen auf dem „i“ können neben den automatisierten Jalousien auch elektrische Gardinen sein. Je nach Anbieter lassen sich die elektrischen Schienen mit einer Vielzahl an Smart-Home-Systemen verbinden, sodass sie bei einem Kurztrip oder längerem Urlaub programmiert werden können. Beispielsweise kann der Nutzer neben der Uhrzeit auch die Geschwindigkeit festlegen, mit der die Gardinen geschlossen werden oder ob sie Räumlichkeiten nur ein Stück ins Dunkel tauchen und einen Spalt in der Mitte freilassen.

TV-Simulatoren: Guckst du noch?

Ein Highlight, wenn man so will, stellen TV-Simulatoren dar. Sie stellen Alltagssituationen nach und erwecken dadurch einmal mehr den Anschein, dass sich die Bewohner zu Hause befinden. Obwohl man Fernseher mithilfe von Zeitschaltuhren oder Ähnlichem tatsächlich angehen lassen könnte, bekommen Nutzer mit TV-Simulatoren deutlich Energiesparendere Werkzeuge zur Hand. Der Simulator wirft flackerndes LED-Licht in den Raum, sodass von Außen der Eindruck entsteht, dass ein schnell wechselndes Fernsehbild zu sehen ist.

In der Regel lassen sich TV-Simulatoren nur vorab einstellen. Möchte man individuelle Kontrolle darüber haben, bietet sich auch hier eine Kopplung mit einem Smart-Home-System beziehungsweise intelligenten Steckdosen an.

Geräusche zur Abschreckung

Neben dem vermeintlich laufenden Fernseher sind es vor allem Geräusche, die Einbrecher stutzig werden lassen. Laufende Radios sind eine gute Grundlage. Bringt man hingegen intelligente Sprachassistenten ins Spiel, eröffnen sich deutlich mehr Möglichkeiten.

Amazons Alexa bietet zur Anwesenheitssimulation beispielsweise einen eigenen Anwendungsbereich mit dem sperrigen Namen „Einbrecher Abschreckungsmittel“. Nutzer können dabei verschiedene Räume auswählen, etwa das Badezimmer, die Küche oder gar ein Büro. Je nach Wahl spielt Alexa dann passende Geräusche ab: Putzen, Reden, Lachen oder Koch- und Wasser-Geräusche. Auch ein Vierbeiner lässt sich mit Bellen nachahmen.

Darüber hinaus kann Alexa auch als Alarmanlage umfunktioniert werden. Der Assistent ist dazu in der Lage, Unbefugte zu erkennen und abwesende Bewohner im Urlaub mittels Alarmton zu warnen.

Magenta Smart Home, der Smart-Home-Service der Deutschen Telekom, bietet indes eine sogenannte „Haushüterfunktion“. Ist die Funktion eingerichtet, lässt sie das Eigenheim per Zufallsprinzip belebt aussehen. Das bedeutet, dass Lichter, Geräusche und Co. zu unterschiedlichen Zeiten eingeschaltet werden.

Tiere allein zu Haus

Müssen Haustiere im Urlaub zu Hause zurückgelassen werden, ist es unvermeidlich, dass Angehörige ab und an vorbeischauen und das Wohl der Tiere überprüfen. Die Zeit dazwischen lässt sich allerdings mit smarten Futternäpfen überbrücken. In dem Napf ist bereits Futter enthalten, die Öffnung ist aber verschlossen. Per Fernzugriff über eine App können Besitzer entscheiden, wann ihr pelziger Freund Essen bekommt.

Anwesenheit simulieren mit Smart Home: Außenbereich

Überwachung per Kamera und Bewegungsmelder

Zu den ebenfalls eher klassischen Methoden, Einbrecher abzuschrecken, zählen Bewegungsmelder und Überwachungskameras, die man im Außenbereich des Hauses anbringt. Kameras schrecken wohl viele potenzielle Einbrecher schon beim bloßen Anblick ab. Sie bieten Nutzern aber auch Sicherheit und das Gefühl, Kontrolle über ihre eigenen vier Wände zu haben. Gekoppelt mit Bewegungsmeldern aktiviert das Vorbeigehen einer Person nicht nur das Licht, sondern auch die Kamera. Je nach Kamerasystem erhalten Eigentümer über die verbundene App eine Push-Benachrichtigung auf ihr Handy und sie können live auf das Kamerabild zugreifen.

Teilweise lassen sich Lichtsysteme, die den Innenraum hell erleuchten, auch mit Bewegungsmeldern und der Überwachungskamera koppeln. Befindet sich eine Person am Haus, wird nicht nur das Außenlicht, sondern auch Lampen in der Wohnung automatisch aktiviert. Auch das können Smart-Home-Nutzer im Urlaub über das Smartphone einsehen.

Smart Gardening

Nicht nur unmittelbare Bereich im und um das Haus können mit Smart-Home-Elementen versorgt werden. Auch der Garten lässt sich mittels automatisierter Geräte pflegen. Smarte Rasenmäher, die flink über die Wiesen flitzen, sind auf Wunsch auf spezifische Zeiten programmierbar. Zusätzlich lassen sie sich über das Smartphone steuern. Zu den bekannten Herstellern zählen wohl Gardena und Husqvarna, die entsprechende Produkte vertreiben.

Diejenigen, die Sorge haben, dass letztlich ihr Mähroboter geklaut wird, können auf Schutzmechanismen zurückgreifen. Die smarten Rasenmäher lassen sich mit einem Diebstahlschutz versehen – zumindest bei manchen Herstellern. Nutzer können ihren Roboter mit einer PIN schützen, die eine Sperre auslöst, sobald jemand den Rasenmäher im aktiven Zustand hochhebt. Zusätzlich löst ein Alarm aus, der erst aufhört, wenn man die PIN eingibt.

Bewässerungssysteme und Gartenlichter

Rasensprenkler versorgen Wiesen und Blumenbeete indes mit ausreichend Wasser. Intelligente Bewässerungssysteme gibt es auch für Topfpflanzen in Innenräumen, die im Prinzip ähnlich funktionieren wie auch im Garten. Es werden kleine Schläuche auf dem Regal oder Fensterbrett verlegt, dessen Öffnung in der Blumenerde münden.

Automatisierte Beleuchtung setzt nicht nur Lieblingspflanzen im Garten in Szene, sondern leuchtet auch potenziell dunkle Ecken aus. Gartenlichter können ebenso automatisch eingestellt und per App ferngesteuert werden.

Fazit

Wenn man in der Hochsaison im Urlaub ist, bleibt die Sorge, dass Unbefugte sich Zutritt in die eigene Wohnung oder das Haus verschaffen, letzten Endes immer bestehen. Smart-Home-Systeme können das Sicherheitsgefühl jedoch verstärken. Selbst dann, wenn man zu Hause ist. Intelligente Produkte, wie Fenster- und Türkontakte, Überwachungskameras oder smarte Lichter können Anwesenheit simulieren und Einbrecher potenziell abschrecken. Vorteilhaft daran ist, dass man das System als Nutzer auch fernab der eigenen vier Wände über das Smartphone steuern kann und so zumindest virtuell anwesend ist.

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Bildquellen:

  • Beleuchtetes Haus: Pixabay
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2 KOMMENTARE

  1. SmartHome..
    Oder lieber ‚Vernetztes Haus‘, weil so wirklich intelligent ist das nicht gerade.
    Hersteller greifen Daten ab, wo sie können und wollen dann natürlich nur über die eigene App steuerbar sein mit den eigenen Systemen.

    Das meiste ist inkompatibel zueinander und einfach unnötig teuer.
    Zufälliges ein/ausschalten als teures feature? Bitte?

    Aktuell ist man wirklich noch am besten dran, wenn man Ahnung von der Materie hat und es lieber selbst macht.

    Das meiste läuft dazu über Wlan.. Funk-Jammer gibt es wie Sand am Meer, dafür braucht man nichtmal das Passwort.
    Zack.. alle Lampen gehen nicht mehr, Kameras zeichnen nicht auf, weil die Verbindung fehlt und der User kann nichts tun!

  2. Ich mag es gerne anwenden, aber Sicherheit und Zuverlässigkeit der Systeme müssen um ein vielfaches verbessert werden

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