Payback Pay: Bezahlen mit dem Handy ohne Kreditkarte

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Schon lange vor dem Bezahlen mit dem Handy über Google Pay und Apple Pay gab es andere Systeme – beispielsweise vom Cahback-System Payback. Payback Pay lässt sich mit nahezu jedem Smartphone nutzen – allerdings nur bei bestimmten Partnern.
Ein Handy mit einem QR-Code wird über einen Scanner gehalten
Bildquelle: Payback

Payback ist seit dem Jahr 2000 in Deutschland aktiv. Es handelt sich dabei um ein Cashback-Programm. Allerdings ist das Bonussystem nicht unumstritten, schließlich verkauft der Nutzer seine kompletten Daten an das Unternehmen. Denn sämtliche Einkaufsdaten, die mit Payback verknüpft werden, analysiert der Dienst. Die Payback-Partner erhalten Zugriff auf diese Informationen und können ihre Werbung gezielter aussteuern.

Das gilt ganz klar auch für Payback Pay. Denn Payback Pay ist letztlich nichts anderes als die Verknüpfung der Payback-Karte zusammen mit Bezahlinformationen in einem QR-Code. Mobiles Bezahlen über Payback gibt es seit 2016. Die Kassensysteme der Partner sind dabei seitens der Software so ausgestattet, dass die Kassen diesen QR-Code samt Bezahl-Information erkennen und dem Kassierer direkt als Bezahlart „Payback Pay“ einblenden. In der Regel fragen die Kassierer nicht einmal mehr, wie der Kunde bezahlen möchte. Der Grund: Durch das Anzeigen des QR-Codes auf dem Display ihres Smartphones haben die Kunden sich schon zum Bezahlen mit Payback Pay entschieden. Der Bezahlvorgang erfolgt letztlich durch das Scannen des Codes auf dem Display, also kontaktlos.

Wie melde ich mich für Payback Pay an?

Payback Pay ist Bestandteil der Payback App. Der Kunde muss sich erst für den Bezahldienst registrieren, bevor er diesen nutzen kann. Dafür sind die E-Mail-Adresse, ein Passwort und ein PIN notwendig. Mit diesen Daten muss sich der Kunde bei Payback anmelden und eine Lastschrift-Genehmigung erteilen. Es ist auch möglich, die Informationen über die App einzu- und die Genehmigung abzugeben. Anschließend überweist Payback einen Cent mit einem Verifizierungscode an das Bankkonto. Erst wenn diese Überweisung gebucht ist, kann es weitergehen. Nach der einmaligen Eingabe des Verifizierungscodes ist Payback Pay freigeschaltet, eine Nutzung ist also frühestens mit dem nächsten Einkauf am folgenden Werktag möglich.

Das Bezahlsystem ist sowohl über Android-Smartphones als auch über das iPhone von Apple nutzbar. Darin unterscheidet sich dieses Mobile-Payment-System von Apple Pay und Google Pay, die es jeweils nur für ein Betriebssystem gibt. Eine eigene App für Payback Pay gibt es allerdings nicht.

Wie nutze ich Payback Pay?

An der Kasse kann der Nutzer in der Payback-App entscheiden, ob er nur die mobile Payback-Karte vorzeigen oder auch über Payback Pay bezahlen möchte. Beides wird auf dem Startbildschirm der App unten rechts in Form eines Kreditkarten- und Euro-Symbols in einem blauen Kreis angezeigt. Beim Tippen auf dieses Symbol öffnet sich die Auswahl zwischen der mobilen Payback-Karte und Pay. Der digitale Bezahlvorgang muss noch durch die Eingabe einer vorher festgelegten PIN oder durch den Fingerabdruck legitimiert werden. So ist die App auch gegen Missbrauch zum Beispiel nach Diebstahl des Smartphones gesichert.

Gleichzeitig kann der Nutzer mit der Bezahlung (aber auch der mobilen Bonuskarte) vorhandene und digitale Coupons automatisch einlösen. Man muss sie aber vorher aktivieren. Wenn das passiert, gibt es mitunter deutlich mehr Payback-Punkte. Und: Wer kontaktloses Bezahlen über die Payback-App nutzt, bekommt bei vielen teilnehmenden Partnern Extra-Punkte. So kann der Payback-Nutzer seinen aktuellen Punktestand noch schneller erhöhen und weitere Punkte mit jedem Euro Umsatz sammeln.

Wie bezahle ich mit Payback Pay? Wann wird abgebucht?

Eine Kreditkarte muss der Kunde aufgrund der Mobile-Payment-Lösung per Lastschrift nicht besitzen. Die eigentliche Zahlung erfolgt in der Regel am nächsten Werktag durch die Abbuchung vom Girokonto – also so, als wäre der Betrag per Girocard – im Volksmund EC-Karte – bezahlt worden. Da der Anbieter anders als Apple Pay und Google Pay auf einen QR-Code und nicht auf die Technik Near Field Communication (kurz NFC) setzt, können auch Nutzer älterer Smartphones mobiles Bezahlen auf diesem Weg nutzen. Die App funktioniert auf Android-Smartphones ab Android 4.1 und auf iPhones ab iOS 8. Auch eine Internet-Verbindung ist nicht zwingend notwendig, sofern bereits einmal über Payback Pay eine Zahlung durchgeführt wurde.

Wer akzeptiert Payback Pay?

Nicht jeder Händler, der beim Bonusprogramm Payback mitmacht, akzeptiert auch das Mobile Payment über den Dienst. Hintergrund dürfte vor allem die notwendige Anpassung des Kassensystems für den stationären Handel sein. Punkten durch Bezahlen können Kunden daher bei Aral, dm, Galeria Kaufhof, real, Rewe, Alnatura, Tee Geschwender, Thalia und Penny sammeln.

Wann werden Payback-Pay-Punkte gutgeschrieben?

Derzeit bieten alle Partner bei einer Zahlung über das Payback-Programm bis 30. Juni 2019 eine doppelte Punktzahl an. Die Buchung der Punkte für die mobile Bezahlung erfolgt dabei stets mit Verspätung. Meist dauert es ein bis drei Tage nach der Abbuchung vom Bankkonto. Online kann Payback Pay nicht genutzt werden. Partner wie Burger King bieten zwar zahlreiche Payback-Vorteile wie beispielsweise über die Coupon-Mail an, unterstützen aber nicht alle Payback-Services.

Kann ich auch mit den gesammelten Punkten zahlen?

Payback bietet verschiedene Möglichkeiten an, die gesammelten Punkte in Prämien oder sogar Bargeld einzulösen. Insbesondere die Auszahlung als Bargeld ist aber sehr gut versteckt. Denn Payback möchte kein Geld auszahlen, sondern lieber Sachprämien verschicken. Es ist aber auch möglich, die gesammelten Payback-Punkte zum Einkaufen zu nutzen. Ein entsprechendes Angebot gibt es bei Rewe am Service-Punkt in den Märkten. An den Automaten können die Punkte in Guthaben umgewandelt werden. Dieses Guthaben lässt sich dann für Einkäufe nutzen. Das jedoch ist unabhängig von Payback Pay und funktioniert auch mit der normalen Plastik-Karte.

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