E-Auto zuhause laden: Jetzt schenkt dir der Staat 900 Euro

4 Minuten
Wer sich ein E-Auto leisten will, kann einiges an Geld vom Bund abgreifen. Da ist nicht nur die Kaufprämie im Wert von mehreren Tausend Euro, sondern auch eine neue Förderung für private Ladestationen. Die kannst du auch nach dem Kauf eines elektrischen Autos ergattern. Wir zeigen dir, wie.
Bildquelle: Volkswagen AG

E-Autos sollen die Zukunft sein und die klassischen Verbrennungsmotoren in den kommenden Jahren abschaffen. Damit die Wirtschaft beziehungsweise die Maschinerie an elektrischen Autos mehr Anklang findet, fördert die Bundesregierung den Kauf eines E-Autos schon jetzt. Mit der Umweltprämie für Elektro-Autos kannst du dir bis zu 9.000 Euro sichern. Nun kommt ein weiterer, neuer Zuschuss für private Ladestationen.

Doch auch wenn du bereits ein E-Auto besitzt, kannst du dir eine Förderung vom Bund sichern. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CDU) hat nun veranlasst, dass Privatpersonen bei der Einrichtung einer eigenen Ladestation finanzielle Unterstützung erhalten. „Ab sofort fördern wir Mietern, Eigenheimbesitzern und Vermietern den Einbau privater Ladestationen. 900 Euro Zuschuss gibt es dafür vom Bund. Damit kommen wir unserem Ziel, Laden für alle, immer und überall, einen entscheidenden Schritt näher. Denn ein großer Teil der Ladevorgänge wird daheim stattfinden“, zitiert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) Scheuer. Auch die gesetzlichen Grundlagen schafft die Regierung noch in diesem beziehungsweise Anfang 2021. Doch wie funktioniert das Programm? Und was fördert der Staat eigentlich genau?

Private Ladestationen: Das fördert der Staat

Der Knackpunkt der Förderung ist banal wie offensichtlich: die Ladestation muss privat sein und darf nicht öffentlich zugänglich sein. Dazu zählt nicht nur die Ladestation an sich, sondern auch der Anschluss sowie die „notwendigen Nebenarbeiten“ an Wohngebäuden, Garagen oder Ähnlichem für die Bereitstellung des Stellplatzes. Die entsprechende Station muss außerdem neu sein.

Voraussetzung für die Förderung ist darüber hinaus, dass die Ladestation eine Ladeleistung von 11 kW besitzt, sowie intelligent steuerbar ist, sprich mit anderen Komponenten innerhalb des Stromnetzes kommunizieren kann. Weiterhin muss die private Station ihre Ressourcen ausschließlich aus erneuerbaren Energien beziehen.

Zu beachten ist, dass das entsprechende Wohngebäude bereits bestehen muss. Wer noch baut, erhält keine Förderung. Dieser Umstand ändert sich jedoch, sobald du in dein neues Eigenheim eingezogen bist. Dann wird auch dieses als bestehendes Gebäude gewertet.

Was muss bei der Förderung beachtet werden?

Den Zuschuss für deine private Ladestation kannst du ab sofort über das Kreditinstitut für Wiederaufbau (KfW) beantragen. Die Förderung als solche funktioniert wie ein Investitionszuschuss, sodass der Förderbetrag direkt auf dein Bankkonto überwiesen wird. Der Bund setzt den Zuschuss dabei unabhängig von den Gegebenheiten auf 900 Euro an. Allerdings musst du den Antrag bei dem KfW vor der Bestellung der Ladestation im entsprechenden Zuschussportal beantragen. Das Institut ermittelt anhand folgender Kriterien, ob du die Förderung erhältst:

  • Ladestation
  • Energiemanagementsystem/Lademanagementsystem zur Steuerung von Ladestationen
  • Elektrischer Anschluss (Netzanschluss)
  • Notwendige Elektroinstallationsarbeiten (zum Beispiel Erdarbeiten)

Pro Ladepunkt kannst du den Zuschuss in Höhe von 900 Euro bekommen. Die Anzahl der Stationen, die du planst, kannst du direkt im Antrag angeben. Zu beachten ist allerdings, dass die Gesamtkosten die Förderung übersteigen müssen, da du sonst keine Förderung erhältst. Das heißt: Liegen die Gesamtkosten beispielsweise bei 700 Euro, gehst du leer aus. Liegt der Betrag bei 950 Euro oder mehr, erhältst du den Zuschuss. Zeitgleich kannst du neben der Förderung für private Ladepunkte auch weitere Bezuschussungen in Anspruch nehmen, zum Beispiel für die Installation einer Photovoltaik-Anlage oder wenn du dein Haus gegen Einbruch schützen willst.

Ist der Förderungsantrag genehmigt, musst du einige Dokumente bei dem KfW einreichen. Du musst mitunter deine Identität, die Rechnung sowie die Installation der Ladestation nachweisen. Mehr Informationen zum Prozess findest du auf dem Zuschussportal des KfW.

Wer kann bei privaten Ladepunkten bezuschusst werden?

Einen Antrag kannst du nur stellen, wenn du die Ladestation als Privatperson installieren willst. Daneben sind laut BMVI auch Wohnungseigentümergemeinschaften, Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften und Bauträger für die Förderung zugelassen. Anders sieht es hingegen beispielsweise bei Kirchen, Verbänden oder kommunale Körperschaften des öffentlichen Rechts aus. Diese können keinen Antrag auf Förderung stellen.

Deine Technik. Deine Meinung.

1 KOMMENTAR

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

geschützt durch reCAPTCHA Datenschutzerklärung - Nutzungsbedingungen