Aktien, ETFs und Bitcoin: 5 clevere Finanztipps

8 Minuten
Das Corona-Virus hält die Welt in Atem. Während Atemschutzmasken für irre Beträge gehandelt werden und Klopapier nahezu in Gold aufgewogen wird, liegen weite Teile der Wirtschaft am Boden. Doch irgendwann wird die Pandemie ein Ende haben. Und in jeder Krise steckt auch eine Chance.
Bitcoin Kurs April 2020Bildquelle: Blasius Kawalkowski

Die Corona-Krise hat den Aktien-Markt erschüttert. Die Kurse rutschen in den Keller. Auch der Goldpreis sackte für kurze Zeit ab. Wer kurz vor der Krise sein Geld angelegt hat, hat nun mit enormen Verlusten zu kämpfen. Doch für diese Anleger gilt jetzt: voreilig verkaufen wäre wohl der größte Fehler. Denn am Goldpreis, der sich mittlerweile wieder stabilisiert hat, sieht man, dass es auch eine Zeit nach der Krise geben wird. Die Wirtschaft wird sich erholen, die Kurse wieder steigen. Und hier ist auch direkt der erste Tipp:

1. Aktien, Fonds und ETFs

Wer bereits seit Längerem darüber nachdenkt, in Wertpapiere zu investieren, der ist zum aktuellen Zeitpunkt gut beraten. Experten gehen davon aus, dass sich die Kurse nach der Pandemie erholen werden. So mancher Anleger prophezeit sogar eine höhere Notierung als vor der Krise. Doch hierbei sei gesagt: Niemand kann die Aktienkurse vorhersehen.

Alles, was du brauchst, ist ein Direktdepot

Wer in Aktien, Fonds oder ETFs (Exchange Traded Fund), also börsengehandelte Indexfonds investieren möchte, benötigt dazu ein Direktdepot bei seiner Bank oder einem Online-Broker wie Onvista oder Flatex. Ein solches Depot ist mit dem Bankkonto vergleichbar. Nur dass du hier nicht dein Geld, sondern deine Aktien aufbewahrst.

Wenn du Kunde einer Bank wie der DKB, Sparkasse, Commerzbank oder ING bist, solltest du dir die jeweilige Internetseite deines Kreditinstituts ansehen. Hier kannst du nicht nur ein Direktdepot eröffnen. Du bekommst auch noch viele wertvolle Informationen zum Wertpapierhandel.

So kommt man auch zu Geld: Mit Aktien handeln auf dem Smartphone
So kommt man auch zu Geld: Mit Aktien handeln auf dem Smartphone

Gib nur Geld aus, das du übrig hast

Ein Tipp: Kaufe Aktien nur mit Geld ein, das du nicht benötigst. Insbesondere bei ETFs und anderen Fonds legt man langfristig an. Das schnelle Geld ist hier kaum zu machen. Auch, wenn die Corona-Krise das begünstigt. Mit Aktien von Unternehmen, wie etwa VW, Adidas, SAP oder Siemens sowie Tesla, Apple und Amazon lassen sich meist zwar höhere Renditen und Gewinne erzielen. Jedoch muss man hier stets auf dem Laufendem bleiben, um im Fall der Fälle, etwa einer Insolvenz, schnell verkaufen zu können. Bei Fonds und ETFs ist das anders.

ETFs statt Aktien?

Mit ETFs können Anleger komplette Märkte wie beispielsweise den deutschen Aktienindex (DAX) oder den MDAX handeln wie eine Aktie. Der MDAX spiegelt die Entwicklung der 60 größten Unternehmen wider, die hinsichtlich Marktkapitalisierung und Orderbuchumsatz auf die 30 DAX-Unternehmen folgen. Sollte in dem Fonds nun ein Unternehmen Insolvenz anmelden und vom Markt verschwinden, wird es durch ein anderes ersetzt. Das Risiko, Geld zu verlieren, ist deutlich niedriger.

Des Weiteren ist ein ETF nichts anderes als ein Paket aus Wertpapieren vieler Unternehmen. Deshalb entspricht der Kurs in der Regel dem Gesamtwert der einzelnen Aktien. Der wohl bekannteste ETF ist der MSCI World – ein internationaler Aktienindex, der aus über 1.600 Unternehmen weltweit besteht. Es gibt aber auch noch einige andere.

Ob Aktien, Fonds, ETFs oder andere Wertpapiere: Mit diesem Tipp verdient am Ende nur derjenige Geld, der schon Geld hat.

2. Bitcoin

Wer eine Alternative sucht und bereit ist, das Risiko noch etwas zu erhöhen, kann in Kryptowährung investieren. Bei vielen Experten gilt das digitale Zahlungsmittel als Zukunft des Geldes. Allen voran bietet sich hier der Marktführer an: der Bitcoin. Bei der Marktkapitalisierung von aktuell mehr als 123 Milliarden Euro liegt die Digitalwährung deutlich vor der Konkurrenz. So beträgt die Marktkapitalisierung der zweitwichtigsten Kryptowährung Ethereum derzeit rund 17 Milliarden Euro.

Kryptowährung Bitcoin - Das Geld der Zukunft?
Kryptowährung Bitcoin – Das Geld der Zukunft?

Mit hohem Risiko zu viel Geld?

Schaut man sich die Kursentwicklung des Bitcoin an, sieht man eine Kurve, die auf dem Aktienmarkt ihresgleichen sucht. So erreichte der Bitcoin bis dato seinen Spitzenwert 2017, als er bei gut 18.000 Euro lag. Während man noch im Februar für einen Bitcoin noch rund 9.500 Euro zahlen musste, gibt es diesen aktuell für etwa 6.150 Euro.

Anhand dieser Zahlen ist zu sehen, wie instabil der Bitcoin ist. Einerseits. Andererseits kannst du mit etwas Glück und intensiver Marktbeobachtung ein Vermögen mit der Kryptowährung machen. Es gibt Analysten, die dem Bitcoin einen Preis­anstieg auf 450.000 Euro und mehr zutrauen.

Steigt die Nachfrage nach Bitcoins, steigt gleichzeitig auch der Preis und andersherum. Die Digitalwährung wird somit nicht von Zentral­banken oder Re­gierungen kon­trolliert, sondern dezentral ver­waltet. Dabei muss man beachten: Die verfügbare Gesamtmenge an Bitcoins ist auf 21 Millionen Stück begrenzt. Damit soll einerseits die Inflation vermieden und andererseits der Wertzuwachs generiert werden.

Wie kann ich Bitcoins kaufen und verkaufen?

Wer gerne Bitcoins kaufen und verkaufen möchte, dem empfehlen wir eine App wie “Bison”. Der Herausgeber dieser Anwendung ist die Börse Stuttgart. Die App ist kostenlos und gibt dir zu Beginn 50.000 Euro als Startkapital – natürlich als “Spielgeld”. Damit kannst du Bitcoin-Käufe und -Verkäufe simulieren und bekommst dadurch ein Gefühl für die Kryptowährung. Anschließend kannst du dich auch per Personalausweis über die App online verifizieren und echte Bitcoins kaufen.

‎BISON - Bitcoin & Co kaufen
‎BISON - Bitcoin & Co kaufen
Entwickler: Sowa Labs GmbH
Preis: Kostenlos

Eine andere Möglichkeit ist der Direkthandel auf Bitcoin-Marktplätzen. Der bekannteste deutsche Marktplatz heißt bitcoin.de, ein Unternehmen der Bitcoin Group SE. Hier handeln die Besitzer der Kryptowährung direkt miteinander. Du stellst also, ähnlich wie auf einem Kleinanzeigenportal, Bitcoins zum Verkauf ein oder kaufst sie von anderen Nutzern. Der Kaufpreis wird auf das Bankkonto des Verkäufers überwiesen und der Käufer erhält die gekauften Bitcoins in digitaler Form.

Ob bitcoin.de oder andere Marktplätze: Die Betreiber dieser Plattformen verlangen im Normalfall eine geringe Gebühr für Transaktionen.

4. Gold

Gold ist für viele Anleger immer noch ein sicherer Hafen. Und der Preis pro Feinunze ist seit September 2018 kontinuierlich gestiegen. Zahlte man vor anderthalb Jahren noch etwas mehr als 1.000 Euro für eine Feinunze, waren es vor der Corona-Krise über 1.500 Euro. Eine so hohe Rendite gibt es sonst fast nirgends.

Mit Geld Gold kaufen?
Mit Geld Gold kaufen?

Zwar hat sich der Goldpreis mittlerweile wieder erholt und erreicht sein altes Niveau. Am 7. April 2020 erreichte er mit 1.537 Euro pro Feinunze sogar sein Allzeithoch. Doch ist es insbesondere diese Erholung, die zeigt, dass Gold nichts so schnell erschüttern kann. Ein Risiko besteht dennoch: Denn sollten irgendwo auf der Welt noch größere Goldreserven ausgegraben werden, könnte das den Preis fallen lassen.

3. Heizöl und Benzin

In der Corona-Krise rutschen auch die Ölpreise in den Keller. Für Besitzer von Ölheizungen ist das eine Chance, günstig an Heizöl zu kommen. Damit wird man nicht unbedingt Reich, es lässt sich aber so mancher Euro sparen. Kosteten 100 Liter Heizöl vor der Pandemie noch rund 70 Euro, sind es aktuell etwa 50 Euro. Bei einer Bestellung von 3.000 Litern bedeutet das einen Unterschied von rund 600 Euro.

Wer noch etwas länger wartet, könnte von einem noch niedrigeren Preis profitieren, da der Ölmarkt in den kommenden Monaten von einem massiven Überangebot bestimmt wird. Das zumindest dachte man bislang. Nun jedoch haben sich diverse Staaten auf die bis dato größte Ölförderdrosselung geeinigt. Ab Mai wird also weniger Öl gefördert. So will man das Überangebot und die fallenden Preise vermeiden.

Auch bei Benzin und Diesel lässt sich aktuell einiges sparen. Kostete der Liter Sprit vor der Corona-Krise mehr als 1,40 Euro gibt es den Liter Super aktuell für 1,20 Euro. Wie beim Heizöl gilt auch hier, dass der Kurs nur noch bis Mai weiter fallen dürfte. Danach dürften die Preise stabil bleiben.

Ob Benzin oder Diesel horten aber reich macht? Ganz sicher nicht. Denn einerseits darf man im Keller maximal 20 Liter Sprit aufbewahren. Andererseits ist Diesel nur wenige Monate haltbar. Zwar lässt sich Benzin luftdicht gelagert auch noch 20 Jahre später nutzen. Allerdings spart man durch eine solche Lagerung derzeit etwa vier Euro.

5. Autokäufe, Bauzinsen und Co.

Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, durch die Corona-Krise Geld zu sparen. Planst du etwa einen Autokauf, solltest du das möglichst noch nicht jetzt tun. Die Pandemie dürfte in den kommenden Wochen zu einem weiteren Einbruch auf dem deutschen Automarkt führen. In der Folgezeit könnten Neuwagen also deutlich günstiger sein als jetzt und vor der Krise.

Die Corona-Pandemie begünstigt auch die Kreditkonditionen, was sich insbesondere auf Hausbau und Wohnungskauf auswirkt. Experten gehen davon aus, dass sogar negative Bauzinsen die Folge sein könnten. In diesem Fall müssten Kreditnehmer ein Darlehen noch nicht einmal komplett zurückzahlen.

Affiliate-Link: inside digital erhält eine kleine Provision, wenn du über den markierten Link einkaufst. Den Preis für das Produkt beeinflusst dies nicht. Die Einnahmen tragen dazu bei, dir unseren hochwertigen Journalismus kostenfrei anbieten zu können.

Bildquellen

  • Mit Aktien handeln auf dem Smartphone: Jamie Street/Unsplash
  • Bitcoin: André François McKenzie/Unsplash
  • Goldbarren: PublicDomainPictures/Pixabay
  • Bitcoin Kurs April 2020: Blasius Kawalkowski
Mit Lufthansa zu touristischen Zielen reisen
Lufthansa plant um: Ferien-Flieger statt Business-Jets
Flugplan-Update von Lufthansa. Die führende deutsche Airline hat weitere Sommerziele verraten, die im Jahr 2021 ab Frankfurt angeflogen werden. Es wird immer touristischer. Denn das Geschäft mit Business-Kunden leidet weiter stark unter den Corona-Auswirkungen.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

geschützt durch reCAPTCHA Datenschutzerklärung - Nutzungsbedingungen