Zwingt Huawei dich zu HarmonyOS? "Werden Umstellung reibungslos gestalten"

2 Minuten
Huawei hat ein neues Betriebssystem. Mit HarmonyOS wollen sich die Chinesen von Google und Android lösen. Doch fliegt nun auch Android von beliebten Huawei-Smartphones wie dem P30 und Mate 20 zugunsten von HarmonyOS runter?
Aus für Android: Zwingt Huawei dich zu HarmonyOS?
Aus für Android: Zwingt Huawei dich zu HarmonyOS? "Werden Umstellung reibungslos gestalten"Bildquelle: Blasius Kawalkowski

Smartphones wie das Huawei P30 Pro und P30 lite sowie Modelle von Honor sind bei Käufern auch heute noch beliebt. Denn gegenüber neuen Handys des Herstellers wie der P40-Reihe haben sie einen für deutsche Nutzer entscheidenden Vorteil: Google-Dienste wie der Play Store sind an Bord. Doch das könnte sich bald ändern.

Mit HarmonyOS 2.0 hat Huawei vor wenigen Tagen sein neues Betriebssystem vorgestellt. Bereits im kommendem Jahr will der Hersteller Smartphones in den Handel bringen, die mit HarmonyOS laufen. Dabei sagt Huawei Google, dem Play Store und anderen Diensten des US-amerikanischen Software-Entwicklers endgültig: Leb wohl. Wir haben bei Huawei nachgefragt, inwiefern auch ältere Modelle davon betroffen sind. Werden die Chinesen Android samt Google-Diensten von Smartphones wie dem Huawei P30 Pro und dem Honor 9X entfernen und durch HarmonyOS ersetzen?

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Fliegt Android zugunsten von HarmonyOS von Huawei-Smartphones?

„Unsere nächsten Smartphones, die wir auf den Markt bringen werden, werden Android-basierte HMS-Smartphones sein“, sagt uns eine Huawei-Sprecherin. „Einzelheiten zur Markteinführung von HarmonyOS-Smartphones, wie die Produkt-Roadmap oder technische Details, werden später bekannt gegeben.“ Das gelte für alle Geräte. Zudem teilt der Hersteller uns mit: „Auf jeden Fall werden wir eine Umstellung, sowohl aus Sicht der Verbraucher als auch aus Sicht der App-Entwickler, reibungslos gestalten.“

Huawei ohne Google? So geht es weiter

Deutet sich in letzterem Satz also an, dass Huawei älteren Modellen mit einem Update auf HarmonyOS die Google-Dienste entziehen könnte? Ausgeschlossen ist das nicht. Allerdings befindet sich das Betriebssystem der Chinesen aktuell noch in einer frühen Entwicklungsphase – auch wenn es bereits in der Version 2.0 vorhanden ist. Erste Smartphones mit HarmonyOS dürften vermutlich erste Ende 2021 in den Handel kommen. Und dann sind Handys wie das P30 Pro zweieinhalb Jahre alt. Für Huawei dürfte es dann kaum noch von Interesse sein, diese alten Modelle mit einer neuen Software zu versorgen. Technisch möglich wäre es aber wohl, da HarmonyOS ebenfalls auf Android basiert.

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10 KOMMENTARE

  1. Was für einen Unsinn geben die sogen.Experten von sich.Huawei zwingt z.b.mich nicht zum umsteigen auf HarmonieOS.Wenn Android rausfliegt -um so besser.Ich warte schon darauf !

  2. Ich wäre froh daß verkakte Google Android das völlig veraltet, ist so das Samsung sogar sein Fuchsia aus der Mottenkiste wieder rauskramt endlich nicht auf jeden Mist kaufen muss es gibt bessere Möglichkeiten. Achso ihr Reporter Android Apps sind Java oder html5 Anwendungen wenn man den Quellcode mit einen kompiler auf einer anderen un Unix Plattform zb Harmony OS komplimentiert ist die so dort lauffähig. Das einzige warum Huawei das nicht so einfach darf ist das die Entwickler dazu ja sagen müssen. Also geht woanderst heulen mir wäre es Recht da mit Harmony sich ein echtes multi kompatibles un Unix System andeutet. Auch Android ist bereits mit Version 1.0 gestartet da würd doch harmony mit Huawei Smartphone Erfahrung und Version 2.0 bereits mehr bieten.

    • So viel man auch an diesem Beitrag kritisieren kann, das gehört nicht dazu.
      Ich finde es zwar schön das du genug Hintergrundwissen diesbezüglich hast, aber erstens ist das für den Normaluser uninteressant und gehört daher nicht in so einen generischen Betrag, und zweitens wird im Beitrag vollkommen korrekt von den „Google-Diensten“ geredet. Und diese funktionieren in ihrer derzeitigen Form nun einmal weder unter Android ohne die Play Services-Schnittstelle oder auch anderen auf Android basierenden Systemen.

      Und ja, natürlich kann man die Apps dementsprechend „umprogrammieren“, wie du aber selbst schon korrekt erkannt hast darf Huawei (und du eigentlich übrigens auch nicht) den Quellcode weder der Google-Dienste noch der anderen Anwendungen ohne Genehmigung verändern, hier hat der Entwickler das Urheberrecht dran.
      Das heißt die Konsequenz ist doch vollkommen korrekt: Google-Dienste und andere nicht angepasste Android-Apps laufen nicht unter HarmonyOS.

  3. Immer diese Panikmache. Ich freue mich schon auf HarmonyOS. Und das Thema mit den Google Diensten geht einem. Auf den Sack. Die Leute, die diese Dienste unbedingt brauchen, sollen sich halt ein anders Smartphone kaufen. Es gibt genug Alternativen, dass sich die Welt so abhängig von den Amis machen kann ist nicht zu begreifen.

  4. Oh man, die Redaktionen haben aktuell wohl wirklich nichts besseres zu tun als wild zu spekulieren.
    Die Stellungnahme der Sprecherin war, kurz zusammengefasst: „Wir können noch keine konkreten Aussagen machen, werden die Kunden aber nicht damit abschrecken das wir alles zu kompliziert machen.“
    Also nichts mit Inhalt.
    Und weil das maximal für ne kurze Info in ner Laufschrift auf nem Nachrichtensender wäre bläht man es mit Spekulationen auf, zu denen es keine Hinweise in dieser Stellungnahme gab…

  5. Also ich finde es sehr gut wenn auch mal Leute mit mehr als Google und Bildzeitungsniveau hier etwas posten. Nicht nur das ich mit meiner ganzen Familie seid über 5 Jahren mehr als zufriedener Huawei Kunde bin und die Geräte auch täglich verkaufe, ich sehe dem Wechsel zu Harmony OS sehr gespannt und positiv entgegen. Nach dem was das Unternehmen in seinen anderen Geschäftsfeldern leistet muss man sich keine Gedanken machen. Und dann würden die ohnehin schon sehr innovativen Endgeräte noch besser werden und letztendlich kann uns Endkunden dieser Schritt und ein echter Mitbewerber zu den oligopolen Betriebssystemen IOS, Google und Windows ja nur recht sein.

  6. Wenn Huawei zu Harmony OS noch eine gute Update-Politik anbietet habe ich nichts gegen einen Wechsel. Ich bin den Zwang von Google sowieso leid.

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