Zum stolzen Preis: iPad-Zubehör verwandelt das Apple-Tablet in eine Workstation

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Mit dem Kensington StudioDock verwandelt der Zubehöranbieter das iPad Pro in einen Mini-iMac. Die Arbeit am Schreibtisch mit Tastatur, Trackpad und Apples Tablet soll dank des extrem anschlussfreudigen Ständers noch einfacher werden.
Das Kensington StudioDock für Apples iPad Pro und iPad Air 4
Das Kensington StudioDock für Apples iPad Pro und iPad Air 4Bildquelle: Kensington

In Zeiten der Corona-Pandemie sind nicht nur Macs, sondern auch iPads sehr gefragt. Für das iPad Pro und das aktuelle iPad Air 4 bietet Kensington den StudioDock getauften Ständer an, der noch deutlich mehr kann, als das Tablet sicher über dem Schreibtisch schweben zu lassen. Leider ruft das Unternehmen für das Zubehör einen Preis auf, der sich gewaschen hat.

Kensington StudioDock: iPad-Ständer für rund 380 Dollar

Für das iPad Pro gibt es seit langer Zeit eine große Auswahl an Hüllen, die die Arbeit mit dem Tablet erleichtern sollen. Apple selbst hat beispielsweise das Magic Keyboard im Angebot, welches neben einer hervorragenden Tastatur auch ein integriertes Trackpad bietet. Für diejenigen, die mehr „Workstation-Feeling“ benötigen, präsentierte Kensington bereits im Rahmen der CES im Januar das StudioDock, welches nun seit einigen Tagen verfügbar ist.

Das StudioDock ist in zwei Varianten für das iPad Pro (ab 2018) und iPad Air 4 im 11-Zoll-Format sowie das iPad Pro mit 12,9-Zoll-Display (ebenfalls ab 2018) erhältlich. Die Preise betragen rund 380 beziehungsweise 400 US-Dollar. Deutsche Preise verschweigt die hiesige Produktseite des Unternehmens bislang noch.

Das eigentliche Tablet wird in eine magnetische Schale geschoben, um so die Verbindung via USB-C mit dem Ständer aufzunehmen. Geladen wird das Tablet dann mit bis zu 37,5 Watt. Das iPad kann dann sowohl ins Hoch- als auch Querformat rotiert werden. Des Weiteren erlaubt das Scharnier eine Bewegung nach oben auf bis zu 120 Grad. Was fehlt, ist eine Höhenverstellung des Tablets.

Anschlüsse für das Kensington StudioDock
Die Anschlüsse für das Kensington StudioDock sind über alle Seiten des Docks verteilt.

Extrem anschlussfreudiger iPad-Ständer

Für den von Kensington verlangten Preis gibt es aber mehr als nur einen einfachen Ständer aus Aluminium, der das iPad auf Augenhöhe mit dem Anwender hält. Im Fuß des StudioDock befinden sich zum Beispiel zwei Qi-Ladeflächen, die zum Laden von AirPods oder iPhone genutzt werden können. Die beiden Lade-Pads sind auch entsprechend gekennzeichnet, sodass man etwa das Ladecase der Bluetooth-Kopfhörer perfekt anordnen kann. Zu beachten ist hierbei, dass sich die beiden Qi-Pads unterscheiden: Eine Seite lädt mit 5 Watt, während die Andere bis zu 7,5 Watt unterstützt.

Die Erweiterbarkeit geht weiter mit einem USB-C-Port an der Seite des Ständers, der sich unterhalb des Ein-/Ausschalters befindet. Der Anschluss unterstützt USB 3.1 Gen1 und lädt Zubehör mit 5 V bei 3 A oder 9 V bei 2,22 A auf. Auf der anderen Seite befindet sich ein 3,5-mm-Klinkenanschluss für einen Kopfhörer beziehungsweise Mikrofon. Ein SD-Karten-Slot (UHS-II, SD4.0) darüber erlaubt das Lesen von Speicherkarten.

Das StudioDock erlaubt vielfältige Lademöglichkeiten
Das StudioDock erlaubt vielfältige Lademöglichkeiten

Auf der Rückseite zeigen sich die restlichen Anschlüsse. Neben der Stromversorgung für das StudioDock sind dort Gigabit-Ethernet-Anschluss, drei USB-A-Ports (USB 3.1 Gen1) und ein HDMI-2.0-Port zu finden. Der HDMI-Anschluss erlaubt den Betrieb eines externen Monitors bei einer Auflösung von 3840×2160 bei 60 Hz.

Ein optional erhältliches Dongle erlaubt außerdem das Laden einer Apple Watch.

Kensington StudioDock: Teure Lösung für professionelle iPad-Nutzer

Wie bereits oben erwähnt, verlangt Kensington bis zu 400 US-Dollar für den iPad-Ständer. Aufgrund der möglicherweise nahenden Vorstellung eines neuen iPad Pro könnte das aktuelle Design des Docks jedoch schon in naher Zukunft zum alten Eisen gehören. Wer also bereits mit dem nächsten iPad Pro liebäugelt, sollte aktuell lieber mit dem Kauf eines derartigen Docks abwarten.

Zur richtigen Nutzung im „Workstation-Modus“ werden außerdem natürlich noch Tastatur und Trackpad beziehungsweise Maus fällig, womit die Kosten schnell die 500-Euro-Marke sprengen könnten. Das StudioDock richtet sich damit hauptsächlich an diejenigen, die das iPad tagtäglich als primären Computer am Schreibtisch nutzen.

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