Empörung im Netz: YouTube erntet Shitstorm, denn diese Änderung schadet allen

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Auf Twitter macht sich Empörung breit. Zahlreiche Nutzer kritisieren eine neue YouTube-Regelung, die sich sowohl auf die Nutzer als auch auf Videoproduzenten negativ auswirken könnte. Lediglich YouTube selbst profitiert davon – und zwar finanziell.
YouTube-Logos
YouTubeBildquelle: Pixabay

„Ein Grund mehr einen Adblock zu nutzen“ und „Die Kapitalisten sind schuld“. Diese und ähnliche Kommentare sind auf Twitter derzeit alles andere als Mangelware – und zwar in Bezug auf die beliebte Videoplattform YouTube.

Zurückführen lässt sich der Unmut auf eine Aktualisierung der Geschäftsbedingungen, die Googles Tochtergesellschaft vor einigen Tagen durchgeführt hat. Die neue Fassung enthält eine Regelung, die als „Recht zur Monetarisierung“ betitelt wurde. Diese erlaubt es YouTube Anzeigen vor oder in Videos anzuzeigen und eine Zugriffsgebühr für Nutzer zu erheben – und das unabhängig davon, ob der jeweilige Videoproduzent am YouTube-Partnerprogramm teilnimmt oder nicht.

Folgen der neuen Regelung

Unterm Strich bedeuten die neuen Geschäftsbedingungen, dass YouTube Anzeigen ab sofort vor jedes einzelne Video auf seiner Plattform schalten kann. Und von dieser Möglichkeit will YouTube nach eigenen Angaben auch Gebrauch machen – wenngleich zunächst nur bei einer „limitierten Anzahl“ an Videos. Laut Informationen von The Verge sollen dagegen lediglich Videos mit sensiblen Inhalten wie Politik, Religion, Alkohol oder Glücksspiel pauschal ausgenommen werden.

Ein klarer Nachteil für die Nutzer, doch wie sieht es mit den Videoproduzenten aus? Diesen schadet die neue Regelung gleich in mehrfacher Hinsicht. Zunächst sollen wie vorher auch nur Teilnehmer des YouTube-Partnerprogramms Auszahlungen erhalten. Dafür müssen allerdings einige strenge Anforderungen erfüllt werden. Zu diesen gehören eine Sehdauer (Viewtime) von über 4.000 Stunden in den vergangenen zwölf Monaten und mindestens 1.000 Abonnenten. Auf allen anderen Kanälen wird YouTube Anzeigen zwar ebenfalls schalten könne, vergütet werden die Videoproduzenten dafür allerdings nicht – im Gegenteil. Gerade kleinere YouTuber ärgern sich also.

Die Zwangsanzeigen können sogar eine neue Hürde beim Erreichen der oben genannten Voraussetzungen darstellen. Denn bisher konnten Kanalbetreiber außerhalb des Partnerprogramms für sie sinnlose Werbeclips ausblenden. Damit reduzierten sie auch die Gefahr, dass Zuschauer sofort wieder zur Hauptseite zurückspringen, ohne sich das Video angesehen zu haben. In Zukunft liegt die Entscheidung allerdings nicht mehr bei den Videoproduzenten, sondern bei YouTube.

Welche Märkte sind betroffen?

Unklar ist derzeit auch, wie sich die neue Regelung beispielsweise auf die werbefreien Funk-Kanäle oder die generelle YouTube-Präsenz von ARD und ZDF auswirkt. Doch zumindest in naher Zukunft wird sich hier nichts ändern. Denn zunächst gelten die neuen Nutzungsbedingungen nur in den USA. Bereits im kommenden Jahr will YouTube diese allerdings auch in allen anderen Regionen einführen.

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2 KOMMENTARE

  1. Avatar Karl

    Es gibt so viele andere Video-Plattformen, vielleicht profitieren die alternativen Plattformen davon und bekommen mehr Zulauf. Ich nutze Youtube nur wenn ich woanders nicht das finde was ich suche.

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  2. Avatar KingMongo1910

    Wer sich aufregt das YouTube Geld verdienen möchte und dafür aber nicht den Nutzer zur Kasse bittet sondern Werbepartner nutzt hat das Prinzip von Wirtschaftlichkeit nicht verstanden… Natürlich sind viele Werbungen während der Wiedergabe stressig aber ne Werbung vor dem Video sollte kein Problem sein wenn YouTube den creator dafür beschneidet das nicht in einen 10 min Video während der Wiedergabe noch Mal 5x Werbung oben drauf gepackt werden… Meiner Meinung sollte Werbung erst nach 5 min Wiedergabe und für jede weitere 5 min nach 5 min eine weitere Werbung denn dann gibt es auch weniger Werbeslots die in der gesamten YouTube Plattform zu vergeben sind und das werbe Budget steigt normalerweise auch pro Werbeslots weil der creator wählerisch er sein muss und somit die Konkurrenz im Werbemarkt stärker ist… Werbung ist an für sich nichts böses denn du entscheidest selbst in wie fern du dich davon beeinflussen lässt…

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