Yota ist pleite: Keine Dual-Display-Handys mehr aus Russland

2 Minuten
Der russischstämmige Hersteller Yota ist bankrott. Damit verlässt ein Exot mit Vision den Markt. Die Smartphones von Yota wurden in mehreren Generationen hergestellt und zeichneten sich durch zwei Displays, verteilt auf Vorder- und Rückseite, aus. Damit wollte man die Handy-Welt erobern, muss nun aber die Segel streichen.
Yota-E-Ink-Display
YotaBildquelle:

Das Yotaphone 1 wurde noch belächelt. Wer braucht schon ein E-Ink-Display auf dem Rücken eines normalen Smartphones? Diese Frage waberte lange durch die Branche. Die Vorteile liegen jedoch auf der Hand. Ein solches Display ist augenschonend, günstiger als OLED oder TFT-Pendants und schont den Akku merklich. Doch so gut die Idee war, Yota konnte sich auf dem Smartphone-Markt nie durchsetzen. Der Exot verschwindet somit nach mehreren Verkäufen und Übernahmen vom Markt.

Yota hat in seiner Geschichte lediglich drei Smartphones vorgestellt. Das Yotaphone 2 war das meistbeachtete der dreien. Es konnte im Hands-On und im Test gefallen, jedoch hielt es nicht das, was die eigenen Ansprüche versprachen. Besonders die Akkulaufzeit, die mit bis zu fünf Tagen angegeben wurde, blieb hinter den Erwartungen zurück.

Software Android 5.0 Lollipop
Prozessor Qualcomm Snapdragon 800
Display 5 Zoll, 1.080 x 1.920 Pixel
Arbeitsspeicher 2 GB
interner Speicher 32 GB
Hauptkamera 3264x2448 (8,0 Megapixel)
Akku 2.550 mAh
induktives Laden
USB-Port 2.0 Micro-B
IP-Zertifizierung (kein Schutz)
Gewicht 144 g
Farbe Weiß
Einführungspreis YotaPhone 2 Weiß: 599 €
Marktstart 12/2014

Nach dem Yotaphone 2 wurde es lange Zeit still um das Unternehmen. Die Absätze waren nicht berauschend und man entschloss sich die eigenen Geräte billiger anzubieten. Das Yotaphone 3 sollte es später richten. Doch nach der Vorstellung im Sommer 2017 wurde es noch etwas stiller und es bahnte sich an, was nun auch eingetroffen ist. Der Hersteller verschwindet vom Markt. Wie es mit dem Markennamen weitergeht, ob er unter Lizenz von einem anderen Hersteller weiter genutzt wird oder ob er im Nir­wa­na aufgeht, ist zurzeit nicht bekannt.

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1 KOMMENTAR

  1. Sehr schade, das erste und das zweite Telefon war noch auf Augenhöhe mit den Big Playern, dann gab es lange nichts zu hören und es kam mit dem nächsten ein Mittelklasse Telefon auf den Markt.
    Tolle Idee, wünscht einer der Bigplayer würde das übernehmen. Dann hätte man auch keine Fragile Rückseite und eigentlich nur ein Mehrwehrt, wenn man ebooks auch am Handy liest top top top

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