Windows 10: Microsoft zieht die Reißleine beim Oktober-Update

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Seit Anfang Oktober wird das nächste große Update für Windows 10 an die Nutzer in aller Welt verteilt. Das umfangreiche Funktionsupdate mit der Kennung 1809 beziehungsweise "Redstone 5" bringt neue Funktionen und Einstellungen mit sich. Auf ein "Feature" hätten aber sowohl Microsoft wie auch sämtliche Nutzer gerne verzichtet. Das Update wurde erst einmal abgebrochen.
Huawei MateBook E mit WIndows 10
Bildquelle: Michael Büttner / inside-digital.de

Update löscht Dateien: Microsoft zieht die Reißleine

Das neue Update für Windows 10 löscht offenbar ungewollt Daten. Kurz und knapp bestätigte Microsoft den Umstand auf der Support-Seite für das aktuelle Windows-10-Update. Unabhängig voneinander hätten sich zahlreiche Nutzer gemeldet und über unvorhergesehenen Datenverlust geklagt. Die verlorenen Daten konnten schnell mit dem Update in Zusammenhang gebracht wurden.

Aus diesem Grund hat Microsoft nun beschlossen, den Rollout des Updates für alle Nutzer zu stoppen und sich an die Problemlösung zu begeben. Wichtig: Aus der Mitteilung geht hervor, dass nicht alle Windows-10-Nutzer von dem Update-Fehler betroffen sind.

We have paused the rollout of the Windows 10 October 2018 Update (version 1809) for all users as we investigate isolated reports of users missing some files after updating.

Update schon heruntergeladen oder installiert?

Nutzer, die das Update bereits installiert haben, sollten genau schauen, ob sie einen Fehler entdecken. Vor allem sollte das System auf Datenverlust überprüft werden. Betroffene Kunden sollen sich zeitnah mit dem Microsoft-Support in Verbindung setzen.

  • Deutschland: 0180 6 67 22 55
  • Österreich: 0 8000 123 345
  • Schweiz: 0848 858 868

Nutzer, die das Windows-Update bereits manuell heruntergeladen, aber noch keine Installation angestoßen haben, sollen dies auch weiterhin nicht tun. Unabhängig davon, ob das jeweilige Update die Daten auf dem PC bedroht, wird auf das reparierte Update verwiesen. Dieses will Windows so schnell wie möglich bereitstellen. Einen Zeitplan hat das Unternehmen jedoch nicht veröffentlicht.

Das steckt hinter den großen Windows-10-Updates?

Microsoft hat Windows 10 nicht mehr als ein statisches Betriebssystem entwickelt, sondern versteht es als einen dynamischen Service. Der Plan ist es, kein Windows 11 oder ein ähnliches System neu auf den Markt zu bringen, sondern Windows 10 durch regelmäßige, große Updates stetig weiterzuentwickeln. Eines dieser Updates ist das 1809-Update – die Zahl kennzeichnet Jahr und Monat der finalen Version. Streng genommen handelt es sich also nicht um ein Oktober- sondern ein September-Update. Es ist nicht zu vergleichen mit kleinen Sicherheits- und Funktionsupdates, die Microsoft viel häufiger einspielt. Aufgrund ihrer Größe und Bedeutung für die Weiterentwicklung des gesamten Systems, erwecken diese Feature-Updates auch mehr Aufmerksamkeit.

Microsoft nennt dieses System „Windows as a Service“. Damit die Nutzer nicht ausscheren und irgendwann ihre Kompatibilität mit neuen Funktionen verlieren, gibt es eine Art Update-Zwang. Nutzer der Home-Version können das Update ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr ablehnen. Business-Nutzer erhalten lediglich die Möglichkeit, das Update bis zu einer Frist aufzuschieben um etwaige Anpassungen ihrer Software vorzunehmen.

Im Oktober-Update soll vor allen Dingen die Verschmelzung von Windows-PC und Android-Smartphone vorangetrieben werden. Außerdem gibt es neue Features für den Browser Edge und das Windows-Betriebssystem erhält einen Dark-Mode.

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