WhatsApp testet diese fragwürdige Funktion

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Schnell hat man sich vertippt, im Streit eine Gemeinheit geschrieben oder sensible Daten verschickt. Vor allem bei WhatsApp geht das leicht von der Hand. In Zukunft sollen Nutzer durch ein Ablaufdatum mehr Kontrolle über Nachrichten bekommen. Und so soll das funktionieren.
WhatsApp-Icon auf Smartphone Homescreen

Man kennt es bereits von zahlreichen anderen Messenger-Diensten, wie beispielsweise Telegram, Signal oder Snapchat. Nun will offenbar auch WhatsApp nachziehen und sich selbst löschende Nachrichten einführen, wie der in der Regel gut informierte Blog WABetaInfo in Erfahrung bringt.

Generell können WhatsApp-Nutzer schon seit 2017 gesendete Nachrichten nachträglich löschen. Wenn du dich verschrieben hast oder eine Nachricht aus anderen Gründen wieder verschwinden lassen willst, gibt es allerdings einige Einschränkungen. So müssen Sender und Empfänger je die neueste WhatsApp-Version nutzen – egal ob Android oder iOS – und du hast nur eine Stunde Zeit, um einen Text für alle zu löschen.

Selbstzerstörende Nachrichten bei WhatsApp – die Bombe tickt

So gut, so bekannt. Laut WABetaInfo sollen Nachrichten zukünftig ein Ablaufdatum bekommen können. So löschen sich die gesendeten Texte innerhalb von einer Stunde, einer Woche, einem Monat oder einem Jahr selbst. Um einen Timer für die Nachrichten einstellen zu können, musst du in den Kontakt- beziehungsweise Gruppeninformationen nachsehen. Bei Letzterem hat aber nur der Gruppenadmin das Recht, Nachrichten mit einem Ablaufdatum zu versehen.

Die Funktion wird augenblicklich in der Beta-Version 2.19.348 von WhatsApp getestet. Wann Facebook sie für den Messenger-Dienst einführt, ist noch unbekannt. Ebenso unklar ist, ob Nachrichten sich selbst löschen, wenn der Empfänger eine ältere WhatsApp-Version benutzt.

Nachrichten löschen: Eine sinnvolle Funktion?

Bei den sich selbst löschenden Nachrichten bleibt der grundlegende Mehrwert der Funktion im Dunkeln. Einige Anbieter anderer Messenger-Apps argumentieren mit Datenschutz. Sendest du einem Kontakt beispielsweise deine Kontoverbindung oder deine Personalausweisnummer, würde man diese gerne irgendwann wieder gelöscht wissen. Hier würde sich die Funktion also lohnen.

Bei allen anderen Szenarien scheint sie vielmehr zweifelhaft: Schickt man normale Nachrichten, um sie nach einer Stunde wieder zu löschen? Würde die Selbstzerstörung nachhaltig positive Auswirkungen auf den Speicher auf dem Smartphone haben? Was ist, wenn man einen Chatverlauf nachvollziehen möchte? Vor- und Nachteile für jedermann hätte die Funktion definitiv.

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