Neuer WhatsApp-Schutz: Hersteller arbeitet an Entsperrung per Fingerabdruck

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Spätestens seit den diesjährigen Facebook-Datenpannen sollte allen Internetnutzern der Begriff "Datenschutz" bekannt sein. Aktuell gehört es bei Unternehmen, die mit Nutzerdaten hantieren, bereits zum guten Ton, die vorhandenen Sicherheitsmaßnahmen regelmäßig zu verbessern und an neuen Lösungen zu arbeiten. Auch der weltbekannte Instant-Messaging-Dienst WhatsApp stellt keine Ausnahme dar.
WhatsApp-Icon auf dem Handy-Display neben vielen anderen Apps

Vor rund vier Jahren hat WhatsApp eine Ende-zu-Ende Verschlüsselung in das eigene System integriert. Damit wurden und werden die verschickten Nachrichten stets vor Angriffen durch Dritte geschützt. Der Schutz ist allerdings nur wirksam, wenn sich Hacker über das Internet einklinken wollen. Sollte das Smartphone hingegen in die Hände von Dritten – oder aber schlicht von etwas zu neugierigen Freunden – gelangen, stellt die Bildschirmsperre die letzte Bastion dar. Wenn diese nicht aktiviert ist, kann jeder problemlos auf alle über WhatsApp verschickte und empfangene Nachrichten zugreifen und selbst Mitteilungen verschicken. Das ist zumindest aktuell noch Stand der Dinge.

Damit dies künftig nicht mehr geschieht, arbeitet der Entwickler derzeit an einer Lösung. Diese dürfte den meisten Smartphone-Nutzern nicht fremd sein – ein Fingerabdrucksensor. Das neue Feature wird in den Einstellungen der App unter „Account“ und „Datenschutz“ eingeschaltet werden können und die ganze App schützen. So werden Nutzer beim Öffnen der Anwendung – egal ob über das Icon oder die Schnellleiste – aufgefordert, ihre Identität mit dem Fingerabdruck zu bestätigen. Alternativ können Nutzer auch die Anmeldeinformationen des Geräts verwenden.

Die WhatsApp-Entwickler haben die besagte Funktion vor Kurzem mit einem Beta-Update mit der Versionsnummer 2.19.3 auf teilnehmende Android-Geräte befördert. Wann auch die übrigen Nutzer in den Genuss der neuen Software kommen, ist hingegen noch unbekannt. Selbiges gilt auch für Apple-Nutzer. Hier wurde das Feature bereits im Oktober 2018 Gesichtet – zusammen mit der Option die Anwendung per Gesichtsentsperrung zu öffnen. Offiziell eingeführt wurde der neue Schutz allerdings auch auf iOS-Geräten noch nicht.

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