WhatsApp in Todesangst: Mit dieser Aktion will der Messenger dich halten

3 Minuten
Die Kritik rund um WhatsApp und die neuen Nutzungsbedingungen hat eine massive Abwanderungswelle erzeugt. Alternative Messenger wie Signal und Telegram profitieren davon. Währenddessen versucht WhatsApp seine Nutzer mit einer längst überfälligen Aktion zu halten.
WhatsApp in Todesangst: Mit dieser Aktion will der Messenger dich halten
WhatsApp in Todesangst: Mit dieser Aktion will der Messenger dich haltenBildquelle: WhatsApp / Unsplash Renee Fisher

WhatsApp hat in den vergangenen Wochen viel Kritik einstecken müssen. Neue Nutzungsbedingungen, die man in Deutschland zwar teilweise wieder zurückzog, die Nutzer aber trotzdem annehmen mussten, sorgten für Wirbel. Für viele war das der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Die Folge: Wechsel zu Alternativen wie Threema, Signal und Telegram. Nun versucht WhatsApp seine Nutzer mit einer Aktion zu beschwichtigen und geht in die Offensive.

Achtung, Achtung!

Nachdem die Entwickler zuletzt diese neue Funktion in WhatsApp brachten und darauf hinwiesen, dass man biometrische Daten wie den Fingerabdruck nicht speichert, folgt nun der nächste Schritt. Im Status bekommen Nutzer seit einigen Tagen ganz oben einen Hinweis angezeigt, in dem WhatsApp sich versucht zu erklären. Man beteuert, dass man deine persönlichen Nachrichten nicht lesen oder anhören kann. Der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sei Dank. Zudem will dir WhatsApp auch in Zukunft über den Statusreiter Neuigkeiten mitteilen.

Signal oder Threema als Alternative zu WhatsApp? Dann kanntest du diese App noch nicht

Warum erst jetzt, WhatsApp?

WhatsApp hat sich in den vergangenen Jahren zum hierzulande populärsten Messenger entwickelt. Es ist schwer ein Smartphone zu finden, auf dem die App nicht läuft. Und doch, so scheint es, haben sich die Entwickler kaum um ihre Nutzer gekümmert. Lange Zeit tat sich hinsichtlich Funktionen und Design kaum etwas. Erst als Telegram und Co. im vergangenen Jahr mehr und mehr Nutzer gewannen, brachte WhatsApp die eine oder andere neue Funktion.

Todesstoß für WhatsApp: Telegram hat jetzt diese geniale Funktion

Erst jetzt, nachdem das Echo auf die neuen Nutzungsbedingungen sehr laut geworden ist, sucht man das Gespräch mit den Nutzern. Man sammle keine Fingerabdrücke und Chats seien verschlüsselt. Eigentlich sollte beides selbstverständlich sein. Stattdessen könnte WhatsApp seine Nutzer darüber aufklären, was man über sie weiß. Etwa, dass der Messenger über die Mikrofone deines Smartphones jederzeit Ton aufnehmen kann. Oder auch, dass WhatsApp zu jedem beliebigen Zeitpunkt mit den Kameras deines Smartphones Bilder und Videos  aufnehmen kann.

Normalerweise speichert der Messenger deine Nachrichten nicht

Die Entwickler könnten aber erklären, warum der Messenger Zugriff auf die Mikrofone und Kameras benötigt. Stattdessen liest man unter „Umgang mit geistigem Eigentum“ auf der Website der Entwickler Sätze wie: „Wie in unserer Datenschutzrichtlinie ausgiebiger erklärt, speichern wir die Nachrichten unserer Benutzer normalerweise nicht, wenn wir unsere Services anbieten.“ Was hier wohl das Wort „normalerweise“ bedeutet, geht aus der weiteren Erklärung nicht hervor.

Deine Technik. Deine Meinung.

8 KOMMENTARE

  1. Whatsapp ist schon lange kein vertrauenswürdiger Messenger mehr, nämlich seit der Übernahme durch die Datenkrake Facebook. Nach über 10 Jahren (ich war damals Whatsapp-Nutzer der ersten Stunde, hatte ganze 2 Kontakte 🙂 habe ich Whatsapp vorgestern endlich gelöscht. Alle Kontakte über den Wechsel darüber informiert, dass ich ab jetzt bei Signal erreichbar bin (oder per oldschool SMS), und Tag darauf deinstalliert. Ich nutze Signal nunmehr seit 3 Jahren, der Funktionsumfang ist mittlerweile der gleiche wie bei Whatsapp. Und nach 10 Jahren wird es definitiv Zeit für einen Wechsel. Alles hat seine Zeit – und der Zenit von Whatsapp ist im Jahr 2021 nun mal überschritten.

    Deshalb kann ich allen nur empfehlen Signal zu installieren, dafür im Bekanntenkreis zu werben und nach und nach alle Chats dorthin zu verlagern. Und zu den Alternativen Threema, Telegram usw: ja, geht auch. Lieber 2-3 Messenger parallel, aber dafür komplett weg von Whatsapp.

  2. Whats App einfach boykottieren !!
    Genau wie andere Unternehmen die nur an dem eigenen Profit interessiert sind und ihre Kunden behandeln wie Vieh das man melken kann …

    Wenn Whats App und auch Facebook nur das wären was sie vorgeben zu seinen dann müssten sie an keiner Stelle so viele Daten ihrer Nutzer sammeln und Horten weil es einfach nicht nötig ist …

    Das sie es aber doch tuen zeigt das sie im Endeffekt ganz andere Absichten haben und diese so gut wie nie klar kommunizieren, sondern versteckt im Hintergrund klammheimlich ihre eigenen Interessen vorantreiben …

    Indem man solche Unternehmen schlichtweg nicht mehr nutzt und von Alternativen Anbietern gebrauch macht, nimmt man diesen Quacksalbern den Wind aus ihren Segeln nehmen und auch ein Zeichen setzen das man sich als Verbraucher diese Vorgehensweisen von keinem Unternehmen gefallen lässt, egal wie groß und verbreitet es auch grade sei.

  3. @ Paul
    Bei mir das gleiche nutze zur Zeit nur noch Whats App zum Übergang und um dort nochmal ordentlich Werbung für Signal in meinem Status zu machen, Telegramm nutze ich schon seit geraumer Zeit, und kann ich auch nur empfehlen.
    Und hätte es bei Signal keine Schwierigkeiten bei der Erstanmeldung gegeben, da der Messanger halt grad ein wenig überlastet scheint wäre Whats App auch schon lange deinstalliert …
    Aber Signal bleibt installiert und wird bei der ersten Gelegenheit gleich eingerichtet und von fort an dann als Ersatz genutzt …

    Kann Signal auch nur jedem empfehlen der Wert auf den korrekten Umgang seiner persöhnlichsten Daten legt !

    Nutzt es empfehlt es weiter ist wirklich eine Suer App und Spitzen Alternative !

    • Super, natürlich erfolgt der Wechsel Schritt für Schritt – weiter so. Tipps hierzu: als Profilbild bei Whatsapp (und Telegram, wo man ja mehrere Bilder gleicherzeitig auswählen kann) eine Vorlage nehmen, die auf Signal hinweist. Auch im Profiltext in der Whatsapp „Info“ hinterlegen, dass man Signal App nutzt. Dasselbe dann auch paar mal im Whatsapp Status machen, dann hat auch jeder was davon gehört.
      Diese Überlastung vor 2 Wochen war eigentlich auch „gute“ Werbung für Signal, überall wurde darüber berichtet 🙂 Ich nutze Signal jetzt seit 3 Jahren und hatte tatsächlich sonst keinerlei Ausfälle. Vorlagen gibt’s z.B. hier:
      https://twitter.com/signalapp/status/1349236175773462532

  4. @ Dieter
    Da war ich konsequenter. Von heute auf morgen WhatsApp deinstalliert. Und plötzlich kamen Anrufe, ob ich denn nicht mehr bei WA bin. Ich sagte: Bin entweder per Signal oder Telegramm erreichbar. Die Leute, denen ich wichtig war, sind gewechselt. Der Rest ruft mich einfach an … old school mäßig. Und ehrlich, ich genieße die Ruhe inzwischen …

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

geschützt durch reCAPTCHA Datenschutzerklärung - Nutzungsbedingungen

VERWANDTE ARTIKEL