Wahnsinnig beliebt: Warum wollen alle diese 200 Euro günstige Kamera?

3 Minuten
Eigentlich dominieren Canon und Sony den weltweiten Kamera-Markt nach Belieben. Doch nun ist etwas passiert, mit dem niemand gerechnet hat. Eine 200 Euro günstige Kamera bringt die größten Kamera-Hersteller der Welt ins Wanken.
Wahnsinnig beliebt: Warum wollen alle diese 200 Euro günstige Kamera?
Wahnsinnig beliebt: Warum wollen alle diese 200 Euro günstige Kamera?Bildquelle: Fujifilm

Seit vielen Jahren gibt es zu Kameras von Canon, Sony und Nikon für viele keine Alternative. Während Sony den Markt für spiegellose Vollformat-Kameras beherrscht, ist Canon in der DSLR-Sparte führend. Doch auch bei spiegellosen Kameras schlägt Canon einen neuen Weg ein. Erst vor Kurzem gab das japanische Unternehmen bekannt, dass man in Zukunft keine Profi-Kameras mehr mit Spiegelkasten bauen wolle. Doch ob Sony, Canon oder der aktuell drittgrößte Kamera-Hersteller der Welt, Nikon: Gegen diese 200 Euro günstige Kamera haben alle keine Chance.

Eine außergewöhnlich und zugleich günstige Kamera

Neue Daten, die vom großen japanischen Analyseunternehmen BCN+R veröffentlicht wurden, zeigen, dass Fujifilm im Dezember 2021 einen massiven Marktanteilszuwachs verzeichnete. Kameras von Fujifilm waren so beliebt, dass der Hersteller hinsichtlich der Marktanteile in Japan sogar Sony überholte. Während die Marktanteile von Canon um etwa 8 Prozentpunkte einbrachen und Sony einen Verlust von gut 5 Prozentpunkten verkraften musste, gewann Fujifilm über 15 Prozent dazu. Allen voran war es die Instax Mini Evo, die für Furore sorgte. Doch warum ist die Kamera so beliebt?

Die Zukunft der Fotografie

Fujifilm hat die Instax Mini Evo im November angekündigt. Seit Dezember 2021 ist die Kamera in Japan im Handel erhältlich. Die Hybrid-Kamera soll dem Hersteller zufolge im Februar auch in Deutschland erhältlich sein. Der Preis: rund 200 Euro. Die Instax Mini Evo ist eine Mischung aus digitaler Kamera mit Display und analoger Kamera mit Druckfunktion. Das heißt: Fotos, die man schießt, lassen sich auf Wunsch durch Ziehen des Hebels ausdrucken.

So erklärt sich die Beliebtheit

Fujifilm verwischt mit der Hybrid-Kamera im Retro-Look die Grenzen zwischen analoger und digitaler Fotografie deutlicher erkennbarer als bisher. Die Instax Mini Evo lässt sich per App mit dem Smartphone steuern und lässt allerhand Spielereien zu. Es gibt diverse Linsen- und Filmeffekte, die sich miteinander kombinieren lassen. Fujifilm spricht von über 100 verschiedenen Effekten, die der Kreativität freien Lauf lassen. Diese Kombination aus Hybrid-Kamera und den unzähligen Filtern machte die Instax Mini Evo in Japan zum Shooting-Star. Ob sie auch in Deutschland diese Popularität erreichen kann, bleibt abzuwarten.

Empfohlener redaktioneller Inhalt
Dieser externe Inhalt von YouTube ergänzt den Artikel. Du hast die Wahl, ob du diesen Inhalt laden möchtest.
Externer Inhalt
Ich bin damit einverstanden, dass externer Inhalt geladen wird. Personenbezogene Daten werden womöglich an Drittplattformen übermittelt. Nähere Informationen enthält die Datenschutzerklärung.

Zwar ist der 1/5-Zoll-CMOS-Sensor mit seiner Auflösung von 4,9 Megapixeln nicht mehr ganz zeitgemäß. Doch Fans der Hybrid-Kamera dürfte das wenig stören. Und den Retro-Eindruck untermauert Fujifilm damit ebenso. Das 28-mm-Objektiv weist eine Blende von f/2.0 auf; die Naheinstellgrenze liegt bei 10 cm. Der Verschluss bietet zwar Belichtungszeiten zwischen 1/4 und 1/8.000 Sekunde und der Sensor eine Lichtempfindlichkeit bis ISO 1.600. Eine manuelle Anpassung ist aber nicht möglich.

Die Instax Mini Evo besitzt zwar Einstellräder an Objektiv und Gehäuse. Die Parameter verändern lassen sich damit aber nicht. Die Einstellräder dienen lediglich dem Zweck, Objektiv- und Filmfilter auszuwählen, die das Display live anzeigt. Den Rest macht die Automatik. Auch das dürfte ein Grund dafür sein, warum die Kamera so beliebt ist. Zudem bietet die Hybrid-Kamera von Fujifilm einen Blitz sowie einen kleinen Selfie-Spiegel auf der Vorderseite. So gelingen auch gut ausgeleuchtete Selbstporträts im Handumdrehen.

Deine Technik. Deine Meinung.

13 KOMMENTARE

  1. Heinz Multhaup

    Zu umständlich.

    Antwort
  2. Ecce

    BCN beobachtet vor allem den Onlinehandel in Japan.
    Und davon auch nur 40% (nach eigenen Angaben).
    Die Aussagekraft dieser Zahlen für den Gesamtmarkt ist praktisch Null.

    Antwort
  3. Torsten

    Mir erschließt sich nicht, warum diese Kamera die größten Kamera-Hersteller der Welt ins Wanken bringen soll.

    Antwort
    • Uwe

      Naja, der Schreibstil ist hier auch langsam auf Clickbait-Niveau angekommen…

      Antwort
  4. Barbarossa

    WOW…

    Was für ein Spielzeug….

    Solange man damit keine Makro Fotos, und nach einen schnellen Objektiv Wechsel Tele oder Weitwinkel Fotos machen kann, werden die großen Kamera Hersteller davor sicher keine Angst haben oder sich gar „abgeschossen“ fühlen…

    Es ist ein neues Spielzeug für bdie Instagram Generation, aber keine ernst zu nehmende Kamera!

    Meine alte EOS 600d kann sicher deutlich mehr als dieser Mist….

    Antwort
  5. Andi

    Für bestimmte Kunden sicher eine interessante Kamera. Aber das das Sony und co ins Wanken bringt ist ja völliger Blödsinn.

    Antwort
  6. Egal

    Noch mehr Plastikmüll. Über 30 Jahre Fotografiere ich jetzt aber das würde ich nichtmal meinem Sohn kaufen. Klickbait Artikel wo der Autor wohl vom Hersteller bezahlt wird.

    Antwort
  7. Harald Meier

    Scheint sich um einen Werbefeldzug zu handeln.
    200 Eu dazulegen, schon hat man eine Panasonic TZ 101 oder ein vergleichbares Fabrikat mit allem drum und dran

    Antwort
  8. Barbara

    Dick aufgetragen,keine Konkurrenz für andere Digitalkameras.

    Antwort
  9. Paul

    Digicam, Polaroid und Insta in einem Gerät – logsich, dass so ein Gerät bei den Teenies gut ankommt. Nettes Spielzeug und interessantes Konzept.

    Antwort
  10. Stefan

    Lachhaft und einfach nur peinlich.

    Antwort
  11. Fritzchen

    Als Einzelner bin ich ein Teil von Allen. Und als dieser gebe ich zur Kenntnis, dass ich diese Kamera nicht will.
    Ich bitte darum, dies in der Überschrift zu berücksichtigen. Danke.

    Antwort
  12. nicht_alt_im_Kopf

    Würde zwar auch sagen, dass andere Kamera-Hersteller jetzt nicht in Panik geraten werden und, dass ihr mit der Einleitung echt übertrieben habt, aber einige Kommentare halte ich auch für übertrieben.
    Ihr habt vernünftige Kameras, somit werdet ihr wohl nicht die Zielgruppe sein, kommt damit doch auch einmal klar. Auch als Einzelne eines Ganzen habt ihr nicht das Recht für das Ganze zu sprechen.
    Diese Polaroid-Nachbauten wurden auch belächelt und doch wurden auch diese gekauft und wenn ich es richtig verstehe ist das hier doch sogar besser, also in den Funktionen und sogar nachhaltiger und somit auch kein Elektroschrott und nicht schlecht für die Umwelt. Hier muss man das Bild nicht ausdrucken und eine böse Überraschung erleben, hier kann man es speichern und später auf andere Geräte übertragen und somit spart es viel Müll. Gut, ich wäre auch keine Zielgruppe für solche Geräte, trotzdem bin ich nicht so alt, engstirnig oder in meinen Ansichten festgefahren, dass ich da keinen Sinn erkennen kann. 200€ klingt zwar auch viel, aber die Preise sind auch bei diesen anderen Insta-Kameras sehr schnell gefallen und das wird hier auch passieren und auf Dauer könnte die sogar viel billiger sein. Statt jedes Bild zu drucken, spart man doch einiges ein was diese Patronen mit Fotopapier halt kosten würden.
    Scheint aber diese typische Gesellschaft zu sein, meins ist das Beste und alles andere ist Schrott oder für Istagram-Kiddies. Das haben eure Eltern bestimmt auch gedacht als die EOS 600 und andere die AGFA mit aufsteckbaren Blitzwürfel abgelöst haben.

    Antwort

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

VERWANDTE ARTIKEL