Volkswagen startet massive Ladesäulen-Offensive für E-Autos

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Volkswagen (VW) nimmt sich die Kritik vieler interessierter E-Auto-Fahrer zu Herzen und sagt der vor allem in Deutschland noch vielerorts überschaubaren Verfügbarkeit von Ladesäulen den Kampf an. In ganz Europa will der Konzern nach eigenen Angaben tausende neue Ladepunkte errichten - und viele davon in Eigenregie betreiben.
VW ID.3 an Ladesäule
Bildquelle: Volkswagen

Bis 2025 sollen europaweit 36.000 neue Ladepunkte entstehen, teilte VW am Donnerstag mit. Davon baut und betreibt der Automobilkonzern 11.000 Punkte über die Marke Volkswagen. Sie werden an VW-Standorten und bei den rund 3.000 Volkswagen Händlern errichtet. In Summe investiert der Konzern nach eigenen Angaben rund 250 Millionen Euro in den Ausbau der Ladeinfrastruktur an seinen europäischen Standorten.

Ladesäulen an VW-Standorten

VW schätzt, dass künftig 70 Prozent aller Ladevorgänge zu Hause oder am Arbeitsplatz stattfinden. Für diesen Bedarf wird die Volkswagen-Tochter Elli ab 2020 komplette Ladelösungen für Unternehmen und Privatkunden anbieten. An den Volkswagen Standorten sollen bundesweit insgesamt rund 4.000 Ladepunkte für Mitarbeiter entstehen – viele davon aber auch frei zugänglich sein.

„Das Aufladen eines E-Autos muss genauso einfach und selbstverständlich werden wie das Laden eines Smartphones. Dafür brauchen wir vor allem deutlich mehr Ladesäulen im öffentlichen Raum sowie einfache Regeln für die Installation privater Wallboxen.“ Thomas Ulbrich, Vorstand für E-Mobilität der Marke Volkswagen

Über den Volkswagen-Service „We Charge“ besteht in ganz Europa künftig Zugriff auf mehr als 100.000 Ladepunkte. Perspektivisch ist über „We Charge“ sogar der Betrieb von mehr als 150.000 Ladepunkten geplant. Dieses Ziel will man übrigens auch über die Kooperation mit Einzelhandelsketten erreichen. Sie sollen Ladesäulen anbieten, damit Kunden während des Einkaufens ihr Auto aufladen können. Den Anfang hat bereits Tesco in Großbritannien gemacht.

Schnellladesäulen, die bisher primär an Autobahnraststätten zu finden sind, sollen künftig auch in Großstädten nutzbar sein. Die ersten 28 Schnellladesäulen errichtet VW bis Ende Juni in Wolfsburg.

Volkswagen erwartet mehr Unterstützung der Politik

Für einen schnellen Aufbau von Ladesäulen für E-Autos sei aber auch die Politik gefragt. Nach Überzeugung von Volkswagen müssen die notwendigen Rahmenbedingungen für einen schnellen Ausbau der Infrastruktur zügig geschaffen werden. Etwa durch Anpassungen im Miet- und Baurecht oder die Ausweitung der Fördermaßnahmen auf Ladeinfrastruktur im öffentlichen und bewirtschafteten Parkraum.

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