Vodafone: Weniger Kunden, aber mehr SIM-Karten

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Nach O2 hat auch Vodafone seine Quartalszahlen für das zweite Quartal 2019 vorgelegt. Für den Mobilfunkanbieter aus Düsseldorf ist das der Auftakt eines neuen Geschäftsjahrs. Der Anbieter selber bezeichnet den Start als „solide“. Es gibt viel Licht, aber auch viel Schatten.
Ein Vodafone-Mobilfunksendemast
Bildquelle: Vodafone

Zwar stieg der Gesamt-Umsatz im Bereich Service, also den Dienstleistungen im Netz, im betreffenden Quartal. Doch Probleme machte die Vermietung von Netzkapazität an Drittanbieter. Hier musste Vodafone deutliche Rückgänge verzeichnen, sodass unter dem Strich nur ein Plus von 0,4 Prozent blieb. Ohne die Probleme bei den Partnern wären es 1,8 Prozent Wachstum. Insbesondere der Mobilfunk schwächelt. Der verzeichnet mit -0,5 Prozent sogar einen Rückgang während der Festnetzmarkt um 1,5 Prozent wuchs.

74.000 neue Vertragskunden, aber insgesamt Kundenverlust

Im ersten Geschäfts-Quartal 2019/20 gewinnt Vodafone 74.000 neue Mobilfunk-Vertragskunden hinzu. Einer der Wachstumstreiber soll der GigaCube sein. In der Summe verliert Vodafone aber Kunden. 29,575 Millionen Kunden im Mobilfunk waren es zum 30. Juni. Das sind 321.000 weniger als ein Jahr zuvor. Schuld ist hier das Prepaid-Geschäft, wo sich viele Kunden von Vodafone verabschiedet haben.

Die Anzahl der SIM-Karten im Vodafone-Netz wiederum steigt um 5,2 Prozent auf 48,9 Millionen. Diese Entwicklung ist vor allem getrieben durch die gestiegene Nachfrage nach SIM-Karten im Internet-of-Things-Bereich (IoT). Zudem treibt Vodafone den Ausbau von LTE und dem Maschinennetz Narrowband IoT besonders in ländlichen Regionen voran. Stand Juni versorgt Vodafone 94 Prozent aller Haushalte in Deutschland mit dem schnellen LTE-Netz. Das Maschinennetz funkt im September auf 95 Prozent der Fläche in Deutschland, verspricht Vodafone.

Festnetz: 74 Prozent aller Kabel-Neukunden buchen 200 Mbit und mehr

Das Festnetzgeschäft bei Vodafone wächst im 1. Quartal 2019/20 um 1,5 Prozent, ohne die Belastungen aus dem Wholesale-Geschäft sogar um 2,4 Prozent. Treiber für das Wachstum sind 35.000 neue Kabelkunden und ein Plus von 3,6 Prozent beim Kabel-Service-Umsatz. Mittlerweile entscheiden sich 74 Prozent aller Kabel-Neukunden für einen Tarif mit 200 Mbit/s und mehr. In den kommenden Jahren werden die Kundenzahlen bei Vodafone noch deutlich ansteigen, da Vodafone Unitymedia übernehmen und integrieren darf. Viele der aktuell 3,045 Millionen VDSL-Kunden dürften in dem Gebiet der bisherigen Unitymedia ihren Anschluss haben. Ihnen wird dann möglicherweise der Umstieg auf das Kabelnetz schmackhaft gemacht.

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