Quartalszahlen: Vodafone verliert viele Prepaid-Kunden

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Vodafone hat neue Zahlen für das erste Quartal des laufenden Jahres vorgelegt. Demnach hat das Unternehmen seinen bereinigten Umsatz in Deutschland leicht gesteigert und auch die Zahl der werthaltigen Mobilfunk-Vertragskunden verbessert. Die Zahl der klassischen TV-Kunden im von Kabel Deutschland übernommenen Kabel-TV-Geschäft ist hingegen weiter rückläufig.
Blick auf die Vodafone-Niederlassung in Hannover
Bildquelle: Vodafone

Der bereinigte Service-Umsatz von Vodafone Deutschland legte von Januar bis März im Jahresvergleich um 1,0 Prozent auf 2,56 Milliarden Euro zu. Während sich der bereinigte Festnetz-Umsatz um 1,6 Prozent auf 1,10 Milliarden Euro verbesserte, legte er im Mobilfunk-Segment um nur 0,6 Prozent auf 1,51 Milliarden Euro zu. Das Kabel-Geschäft steuerte 606 Millionen Euro zu (+3,3 Prozent), das VDSL-Segment 453 Millionen Euro (+0,5 Prozent).

Sondereffekte ziehen Umsatz ins Minus

Zur Wahrheit gehört aber auch: Bezieht man Sondereffekte durch Ausgleichszahlungen aus der Beilegung eines Rechtsstreits um Einspeiseentgelte öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten aus dem Geschäftsjahr 2017/2018 mit ein, war der Service-Umsatz insgesamt um 2,9 Prozent rückläufig. Nur bezogen auf das Kabel-Geschäft fiel er sogar knapp 12 Prozent schlechter aus.

Die Zahl der im deutschen Vodafone-Netz geschalteten SIM-Karten lag inklusive IoT (Internet of Things) und bei virtuellen Mobilfunk-Service-Providern (MVNO) geschalteten Karten Ende März dieses Jahres bei 47,9 Millionen. Das waren 400.000 mehr als noch Ende 2018.

Im eigenen Endkundengeschäft ging die Zahl der geschalteten SIM-Karten hingegen um 101.000 auf 29,54 Millionen zurück. Getrieben war der Rückgang vor allem durch das Ausbuchen nicht mehr genutzter Prepaid-Karten. Denn deren Zahl ging im ersten Quartal um 161.000 auf 11,39 Millionen zurück. Deutlich besser lief es im Vertragskunden-Segment. Hier verbesserte sich die Kundenzahl um 60.000 auf 18,15 Millionen.

Und so lief es im Festnetz…

Im Festnetz-Segment war ein Wachstum um 76.000 auf 6,88 Millionen Kunden zu verzeichnen. Dabei wuchs das Kabel-Internet-Geschäft schneller als die Zahl der klassischen VDSL-Anschlüsse. Ende März standen 3,83 Millionen Kabel-Internet-Kunden in den Vodafone-Bilanzen (+57.000), die Zahl der VDSL-Anschlüsse verbesserte sich auf 3,06 Millionen (+19.000). Die Zahl klassischer TV-Kunden ging hingegen um 30.000 auf 7,58 Millionen zurück.

„Wir sind gut unterwegs. Und wir werden noch besser: Mit unserem Netzausbau-Programm und einer hoffentlich baldigen Integration des Unitymedia-Kabelnetzes dürfen sich unsere Kunden auf attraktive Angebote in unserem deutschlandweiten Highspeed-Netz freuen.“ Hannes Ametsreiter, CEO von Vodafone Deutschland

Sein LTE-Netz baut Vodafone in Deutschland kontinuierlich weiter aus. Seit Jahresbeginn hat Vodafone bereits 1.500 LTE-Bauprojekte realisiert, 3.800 weitere folgen bis Ende März 2020. Download-Geschwindigkeiten von 500 Mbit/s kann Vodafone in seinem LTE-Netz nach eigenen Angaben in über 90 Städten anbieten.

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1 KOMMENTAR

  1. Wir waren auch Kunde bei Kabel Deutschland-Vodafone. Nach dem uns ein schlecht gelaunter Servicemitarbeiter einfach aufgelegt hat sind wir weg.

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