Vodafone/Unitymedia-Fusion: Bedenken ja, Verbot nein

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Neuigkeiten in Sachen Übernahme von Unitymedia durch Vodafone. Die beiden Unternehmen wurden nun offenbar von der Europäischen Kommission über das weitere Vorgehen informiert. Eine generelle Ablehnung gibt es demnach nicht. Doch es wird zu reden sein.
Der Vodafone in Tower in Dösseldorf mit Düsseldorf im Hintergrund
Bildquelle: Vodafone

Wie die „Welt“ berichtet, hat die Kommission den beiden Kabel-Unternehmen ein Statement of Objections zukommen lassen. In diesem steht demzufolge, dass sich die Kommission, die die Übernahme zu prüfen hat, nicht grundsätzlich gegen einen Zusammenschluss stellt. Vor einigen Tagen war noch spekuliert worden, dass der Deal vor einer kompletten Ablehnung steht. Aber eins ist auch klar: Ohne Änderungen und genauere Prüfungen wird die Kommission die Übernahme auch nicht durchwinken.

Gebiete der Netzbetreiber überlappen sich nicht

Nach dem Bericht der „Welt“ hat die EU-Kommission aber zumindest anerkannt, dass sich die Gebiete von Vodafone und Unitymedia im Kabelmarkt räumlich nicht überschneiden. Unitymedia ist in Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen tätig. Vodafone betreibt sein von Kabel Deutschland übernommenes Kabelnetz in den übrigen 13 Bundesländern. In allen Bundesländern gibt es darüber hinaus noch weitere, deutlich kleinere Anbieter im Kabelmarkt.

Eine der kritischen Fragen dreht sich um den Einfluss der Übernahme auf Verträge mit Wohnungsgesellschaften und TV-Anbietern. Die Deutsche Telekom ist gegen die Genehmigung des Deals. Mit der Übernahme würde ein schlagkräftiger Wettbewerber in Sachen Infrastruktur entstehen. Die Kabelnetzanbieter sind in weiten Teilen ihren Netzes schon heute in der Lage, Datenraten von bis zu 1 Gbit/s anzubieten. Die Telekom liefert in ihrem Netz maximal 250 Mbit/s. Nur dort, wo sie Glasfaserleitungen bis in die Wohnungen verlegt hat, sind Gigabit-Datenraten im Telekom-Netz möglich. Diese hohen Datenraten gelten mittelfristig als das Maß der Dinge für Breitband-Leitungen. Der Ausbau des VDSL-Netzes zu einem Glasfasernetz gilt jedoch als sehr teuer.

Berichten zufolge geht man bei Vodafone davon aus, dass man bis Mitte des Jahres eine Genehmigung für den Zusammenschluss bekommen kann.

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