Vodafone wächst dank Unitymedia

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Neue Zahlen aus dem Hause Vodafone. Der britische Telekommunikationskonzern hat den Bericht für das abgeschlossene dritte Quartal vorgelegt und dabei auch Einblicke auf die Entwicklung des Deutschland-Geschäfts gegeben. Erstmals bezieht der Vodafone-Quartalsbericht auch die Zahlen von Unitymedia mit ein. Denn Vodafone hatte den Kabelnetzbetreiber jüngst übernommen. 
Vodafone Campus Düsseldorf
Bildquelle: Vodafone

Die Folge: Nicht nur der Umsatz legte zu, sondern vor allem auch die Zahl der TV- und Festnetz-Kunden. Teil der Wahrheit ist aber auch: Getrieben war das Wachstum im Festnetz durch Kabel-Anschlüsse. Im VDSL-Segment musste Vodafone hingegen Federn lassen. Im Mobilfunkgeschäft lief es vor allem im werthaltigen Vertragskundengeschäft ordentlich. Die Zahl der Prepaid-Kunden ging ein weiteres Mal deutlich zurück.  

Vodafone: Kundenzahlen im Detail

Im Detail: Bei den Mobilfunkkunden konnte Vodafone im dritten Quartal ein Wachstum um 74.000 auf 29,65 Millionen Kunden verzeichnen. Dabei kletterte der Vertragskunden-Bestand um 190.000 auf 18,23 Millionen, während das Prepaid-Segment um 116.000 auf 11,23 Millionen aktive SIM-Karten sank. Der durchschnittliche Monatsumsatz pro Kunde entwickelte sich positiv und kletterte von 13 auf 13,20 Euro. Vor einem Jahr lag er aber noch bei 13,30 Euro.

Die Zahl der Festnetz-Kunden stieg durch die Unitymedia-Übernahme stark an. Von 6,91 auf 10,62 Millionen. Bei den Kabel-Internet-Kunden machte der Bestand einen Sprung von 3,86 auf auf 7,62 Millionen. Gleichzeitig verlor Vodafone aber auch (V)DSL- und sonstige Internet-Kunden. Deren Zahl ging um 46.000 auf knapp 3 Millionen zurück. Das lag zu einem gewissen Anteil aber auch daran, dass Vodafone-VDSL-Kunden kostenlos auf einen (schnelleren) Kabel-Internet-Anschluss wechseln können, sofern dieser in ihrem Haus verfügbar ist. Die Zahl der TV-Kunden machte einen Sprung von 7,54 auf 13,71 Millionen. 

Mobilfunk-Umsatz rückläufig

Und was heißt das nun alles finanziell? Der Service-Umsatz von Vodafone Deutschland legte zwischen Juli und September im Jahresvergleich von 2,32 auf 2,70 Milliarden Euro zu. Getrieben war das Wachstum vor allem durch das Festnetz-Segment, das sich von 1,00 auf 1,41 Milliarden Euro verbesserte.

Im Mobilfunk ging der Service-Umsatz hingegen (auch getrieben durch regulatorische Effekte) um 2,7 Prozent auf 1,29 Milliarden Euro zurück. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich um 3,5 Prozent auf 2,35 Milliarden Euro.

Gute Nachrichten gibt es auch für alle Einwohner der nordrhein-westfälischen Stadt Hagen: Vodafone und Unitymedia stellen dort und in der Umgebung ab sofort rund 144.000 Haushalten Gigabit-Anschlüsse zur Verfügung.

Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres hat Vodafone schon 1,3 Millionen Gigabit-Anschlüsse geschaltet. Insgesamt stehen Gigabit-Download-Raten schon in mehr als 11 Millionen Haushalten zur Verfügung. Bis Ende 2022 soll die Turbo-Bandbreite in 25 Millionen Haushalten nutzbar sein. 

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