Unerlaubte Telefonwerbung: Jetzt muss Vodafone zahlen

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Bildquelle: Vodafone
Das Telefon klingelt. Am anderen Ende ein Call-Center. "Schönen guten Tag, ich hätte da ein super Angebot für sie!" So oder so ähnlich läuft es auch heute noch häufig. In vielen Fällen darf es aber nicht passieren. Denn derartige Abrufe müssen mit dem Kunden ausdrücklich abgestimmt sein. Ist das nicht der Fall, drohen hohe Geldstrafen. Das bekommt jetzt auch Vodafone zu spüren.

Konkret geht es um die Vodafone Kabel Deutschland GmbH, die für das Kabel-Anschluss-Geschäft des Konzerns zuständig ist. Sie muss jetzt 100.000 Euro Strafe für unerlaubte Telefonwerbung zahlen. Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, spricht Klartext: „Es ist nicht zu akzeptieren, dass Vodafone ignoriert, wenn Kunden Werbeanrufe ausdrücklich untersagen.“ Doch was ist passiert?

Kundenrückgewinnung nur bei ausdrücklicher Erlaubnis

Die Bundesnetzagentur sagt,Vodafone und durch den Konzern beauftragte Call-Center und Vertriebspartner hätten Werbeanrufe für Kabelfernseh-, Internet- und Telekommunikationsverträge getätigt. Und das ohne die erforderlichen Einwilligungen der Angerufenen. Neben der Neukundenakquise wurden vor allem ehemalige Kunden kontaktiert, um diese zur Wiederaufnahme des Vertragsverhältnisses bzw. zur Rücknahme einer bereits ausgesprochenen Kündigung zu bewegen.

In vielen Fällen hätten die Betroffenen derartige Anrufe ausdrücklich verboten. Entweder unmittelbar bei der Vertragskündigung oder aber während eines vorangegangenen Werbeanrufs. Das habe Vodafone beziehungsweise die angeschlossenen Call-Center aber nicht interessiert. In Einzelfällen folgten nach Angaben der betroffenen Verbraucher bis zu 30 weitere Anrufe oder Anrufversuche.

Die Bundesnetzagentur weist darauf hin, dass Unternehmen über ein funktionierendes Aufsichts- und Kontrollsystem sicherstellen müssen, dass gegenüber beauftragten Call-Centern sowie eigenen Mitarbeitern ausgesprochene Anrufuntersagungen unverzüglich zu beachten sind, um weitere Werbeanrufe ohne Einwilligung zu unterbinden.

Vodafone kann Widerspruch einlegen

Die Geldbuße gegenüber der Vodafone Kabel Deutschland GmbH ist übrigens noch nicht rechtskräftig. Der Anbieter hat die Möglichkeit, die verhängte Strafe juristisch anzufechten.

Kunden, die sich bei der Bundesnetzagentur über unerlaubte Werbeanrufe beschweren möchten, können sich direkt an die Behörde wenden. Um die Täter zu überführen, müssen die Angaben zu den Anrufen möglichst präzise und detailliert sein.

Quellen:

  • Bundesnetzagentur

Bildquellen:

  • Radio von Blaupunkt: Blaupunkt
  • Vodafone Schlüsselbänder: Vodafone
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Hayo liebt Technik seit vielen Jahren. Bereits 2002, in der Pre-Smartphone-Ära, startete er im Technik-Journalismus durch. Heute ist Hayo nicht nur Feuer und Flamme für die besten Serien bei Prime Video und Sky - ein Netflix-Abo hat er nicht - sondern auch für alles, was mit elektrifiziertem Fahren zu tun hat. Und damit sind nicht nur die ICE- und IC-Züge der Deutschen Bahn gemeint, die er im Pendelverkehr zwischen seiner Heimat Münster und der Redaktion von inside digital vor den Türen Kölns mehrmals wöchentlich besteigt, sondern vor allem auch Elektroautos.

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