Vodafone: Hier wird LTE schon im Mai schneller

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Vodafone wird schon im Mai die nächsten Schritte in seinem Netz unternehmen, um LTE zu beschleunigen. Doch es gibt auch einen Nebeneffekt: UMTS wird dazu abgeschaltet – eher als geplant. Zunächst geht es aber nur um drei Städte.
Vodafone Logo und Schriftzug an einer Hauswand
Vodafone Logo und Schriftzug an einer HauswandBildquelle: rcfotostock / Adobe Stock

Wer am 3. Mai noch ein UMTS-Handy ohne LTE-Funktion hat, der wird im Umkreis von insgesamt 600 Mobilfunkstandorten keine mobilen Datendienste mehr nutzen können. Dann nämlich schaltet Vodafone sein in die Jahre gekommenes Handynetz dort ab. Dabei handelt es sich um die Regionen Mainz, Wiesbaden und Chemnitz. Diese Städte profitieren damit aber auch als erstes von einem noch schnelleren LTE-Netz.

Die für die Abschaltung erforderlichen technischen Vorbereitungen hat Vodafone nach eigenen Angaben bundesweit weitestgehend abgeschlossen. Damit biege man nun auf die Zielgerade ein. Damit bei der bundesweiten Abschaltung im Sommer 2021 alles reibungslos funktioniert, untersucht das Unternehmen bereits im Vorfeld den Umstellungseffekt in verschiedenen Städten.

2.100 Mhz-Bereich komplett für LTE

Wenige Tage nach der Abschaltung am 3. Mai werden die Frequenzen von Vodafone wieder aktiviert, dann aber mit LTE. In den drei Städten stehen dann alleine im Bereich um 2.100 MHz insgesamt 20 MHz Spektrum für LTE zur Verfügung. Anfang des Jahres waren es noch 10 MHz. Nach Angaben von Vodafone handelt es sich um insgesamt 300 Standorte in der Main-Region und weitere 300 Standorte in Chemnitz.

Erste Erfahrungen mit dem um 3G-Bandbreite verbesserten LTE-Netz hat Vodafone bereits in Suhl in Thüringen gesammelt. Im Schnitt hat Vodafone dort eine um bis zu 40 Prozent höhere Datenrate festgestellt. Für den Zuwachs wurden seinerzeit jedoch nur 15 der insgesamt verfügbaren 20 MHz verwendet.

Insgesamt haben die Service-Techniker von Vodafone bislang mehr als 17.000 Mobilfunkstationen angefahren, heißt es von Vodafone. Die verbaute Systemtechnik sei für die Abschaltung vorbereitet worden. Deutschlandweit nutzen noch zwei Prozent der Vodafone-Kunden kein LTE-Netz. Seit Ankündigung der 3G-Abschaltung im Frühjahr 2020 hat sich der Datenanteil massiv reduziert, heißt von Vodafone. Der Anteil des Datentraffics im Netz liege nur noch bei 1,5 Prozent des gesamten mobilen Vodafone-Datenverkehrs.

Ohne LTE faktisch nur noch Sprachtelefonie

Vodafone hat deshalb bereits in allen Tarifen die LTE-Nutzung freigeschaltet.  Das gilt übrigens auch für die Telekom, die ihr UMTS-Netz ebenfalls im Sommer abschalten wird. O2-Kunden können in aller Regel schon lange auf LTE zugreifen. Ältere SIM-Karten, die kein LTE unterstützen, tauschen die Anbieter kostenlos aus.

Solltest du dein altes UMTS-Handy bis zur Abschaltung nicht durch ein LTE-Handy ausgetauscht haben, kannst du dennoch weiterhin telefonieren. Auch langsame Datenübertragung ist weiterhin möglich, für mehr als WhatsApp wird das aber in der Praxis kaum reichen. Ein Problem dürfte es für einige Autofahrer geben: In Autos, die zwar schon mit einem modernen Bordcomputer ausgestattet sind, aber dennoch einige Jahre alt sind, sind in der Regel noch keine LTE-Module verbaut. Auch diese Datenübertragung wird ab Sommer eingeschränkt sein. eCall sei nicht betroffen, da es sich hier um einen Telefoniedienst handelt.

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