USB 4 vorgestellt: Das kann der Nachfolger von USB 3.2 und Thunderbold 3

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Neues aus der Welt der universellen Schnittstellen: Die USB Promoter Group rund um Apple, HP, Intel und Microsoft hat den USB-Anschluss der Zukunft vorgestellt: USB 4 soll die schon bestehenden Standards USB 3.2 Gen2 und Intels Thunderbolt 3 zusammenfassen und kompatibel machen. Der neue Standard könnte schon Ende 2019 zum Einsatz kommen.
Das USB 3 Typ C Kabel des Asus ROG Phone
Bildquelle: David Gillengerten / inside handy

Update für USB: Wie die USB Promoter Group und das USB Implementers Forum (USB-IF) bekannt gaben, werden bald die Spezifikationen des kommenden Universal-Serial-Bus-Standards 4 (USB 4) veröffentlicht. Damit geht die universelle Schnittstelle nach USB 2.0 und USB 3.0 in eine neue Runde. Das Besondere an USB 4: Der Standard vereint USB 3.2 mit Intels Thunderbolt 3. Letztere Technologie entstand in Kooperation mit Apple und war nicht Teil des USB-IF. Mittlerweile hat Intel die Lizenz jedoch übergeben, sodass Thunderbolt 3 Teil von USB 4 sein wird.

Wie genau USB 4 technisch aussehen wird, ist nicht bekannt. Es soll jedoch die maximale Datentransferrate von bis zu 40 GBit/s wie Thunderbolt 3 erreichen. Zum Vergleich: Das aktuelle USB 3.1 Gen2 erreicht 10 GBit/s, beim kommenden USB 3.2 Gen2x2 sind es 20 GBit/s. Dies soll laut der USB Promoter Group mit schon existierenden USB-Typ-C-Kabeln möglich sein. Apropos USB Typ C: Das Steckerformat wird bei USB 4 wie auch schon bei Thunderbolt 3 zwingend notwendig sein.

Darstellung eines USB-Typ-C-AnschlussQuelle: Foxconn via USB Implementers Forum

USB 4: Thunderbolt 3 mit Rückwärtskompatibilität

In vielen weiteren Details geht man davon aus, dass es sich bei USB 4 um Thunderbolt 3 handelt, das kompatibel mit älteren USB-Standards wie USB 2 oder USB 3 ist. So wird es dank des neuen Standards möglich sein, Geräte mit bis zu 100 Watt aufzuladen oder Bildsignale via HDMI oder Displayport 1.2 zu übertragen. Auch die variablen Alternate Modes sollen Teil des neuen Standards sein. Wirkliche Neuerungen dürfen Thunderbolt-Nutzer von USB 4 also nicht erwarten. Nutzer von reinen USB-Geräten hingegen kommen damit erstmalig in den Genuss der variablen, aber mittlerweile schon älteren Technologie.

Die Ankündigung der USB-4-Spezifikationen erfolgt wenige Tage, nachdem das USB-IF die bestehenden Schnittstellen mal wieder umbenannt hat. So wurde aus USB 3.1 Gen1, das ehemalige USB 3.0, nun USB 3.2 Gen1. Aus dem ehemaligen USB 3.1 wird nach USB 3.1 Gen2 nun zu USB 3.2 Gen2. Und das kommende USB 3.2 soll USB 3.2 Gen2x2 heißen.

USB-4-Smartphones erst 2020?

Die Spezifikationen von USB 4 sollen Mitte 2019 bekannt gegeben werden. Wann genau die ersten Geräte mit dem neuen Standard erscheinen, ist unklar. Intel will jedoch schon Ende 2019 seine neue CPU-Generation Ice Lake mit einem kompatiblen Controller ausstatten. In Smartphones dürfte USB 4 sich aber noch mehr Zeit brauchen.

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