USA lassen Tochter des Huawei-Gründers verhaften

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Huawei-Logo auf Scheibe
Meng Wanzhou, die Finanzchefin des Smartphone-Herstellers Huawei, wurde in Kanada verhaftet. Das Brisante dabei: Sie ist gleichzeitig die Tochter des Firmengründers Ren Zhengfei. Der Vorwurf der US-Behörden lautet: Verstoß gegen die Iran-Sanktionen. China hingegen fordert die USA und Kanada auf, Wanzhou sofort freizulassen.

Huawei soll den USA zufolge gegen die Sanktionen gegen den Iran verstoßen haben. Das sei der kanadischen Zeitung „The Globe and Mail“ der Grund, weshalb die US-Behörden ihre kanadischen Partner baten, Wanzhou festzunehmen. Ein Auslieferungsantrag sei bereits von den USA gestellt worden.

Die chinesische Botschaft in Ottawa sprach von einer Verletzung der Menschenrechte und verlangt die sofortige Freilassung der Managerin. Zudem fordert man die USA und Kanada auf, das Fehlverhalten sofort zu korrigieren. Man werde „alle Maßnahmen ergreifen, um die legitimen Rechte und Interessen der chinesischen Bürgerin entschlossen zu schützen“, heißt es aus der chinesischen Botschaft.

Huawei ist sich keiner Fehler bewusst

Huawei schreibt in einer Stellungnahme: „Das Unternehmen hat nur sehr wenige Informationen zu den Beschuldigungen erhalten und ist sich keines Fehlverhaltens von Frau Meng bewusst. Das Unternehmen glaubt daran, dass das kanadische und amerikanische Gerichtssystem am Ende eine gerechte Feststellung treffe.“ Wie das kanadische Justizministerium mitteilte, wolle man Wanzhou noch heute anhören, um zu prüfen, ob sie gegen eine Kaution zunächst wieder freikommt.

Ermittlungen gegen Huawei laufen angeblich schon seit April

Medienberichten zufolge ermitteln die Behörden in den Vereinigten Staaten bereits seit geraumer Zeit gegen Huawei. So schrieb etwa das „Wall Street Journal“ bereits im April, dass aufgrund der Iran-Geschäfte von Huawei eine strafrechtliche Untersuchung laufe.

Wegen des Vorwurfs von Sanktionsverstößen hatten die USA zuvor schon den chinesischen Smartphone-Hersteller ZTE bestraft. Das Unternehmen musste dadurch schwere Geschäftseinbußen hinnehmen. Im Juli war es US-Präsident Donald Trump persönlich, der intervenierte. Nachdem ZTE eine Milliardenstrafe gezahlt hatte, hoben die USA die Sanktionen gegen das Unternehmen auf.

Iran-Sanktionen, Spionage, Bedrohung: USA vs. Huawei

Mit dem rasanten Aufstieg Huaweis wurden die USA zunehmend zurückhaltender gegenüber dem chinesischen Netzwerkausrüster. Dem US-Senat soll ein Brief vorliegen, der besagt, dass Huawei Kontakte zur kommunistischen Partei Chinas sowie darüber hinaus auch zum Geheimdienst pflegt. Weitere Erkenntnisse des US-Senats sollen den Verdacht bestärkt haben, dass China gemeinsam mit Huawei Spionageabsichten hegt.

Der US-Kongress hat Huawei als „Bedrohung der nationalen Sicherheit“ bezeichnet. Trump hat angeordnet, dass keine Huawei-Produkte mehr in „wichtigen“ oder „kritischen“ Systemen der US-Regierung oder der Streitkräfte verbaut werden dürfen.

Nachdem die US-Regierung und auch Australien in ihren Ländern bereits ZTE und Hauwei von ihren 5G-Ausbauplänen ausgeschlossen haben, will die Trump-Administration laut „The Wall Street Journal“ auch die Verbündeten Deutschland und Italien dazu bringen, Huawei bei Projekten auszuschließen. Führende Vertreter des Auswärtigen Amtes und des Bundesinnenministeriums führen an, das Produkte von Huawei Sicherheitsrisiken für den hiesigen Netzausbau bergen. Aufgrund des Misstrauens wolle man nun noch einmal über die Vergabe der 5G-Lizenzen diskutieren.

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Blasius liebt Technik, Musik und Fotografie. Während er sich bei technischen Themen für Innovationen begeistert, greift er beim Musizieren auf die Old-School-Akustikgitarre und für großartige Fotos auf die klassische Spiegelreflexkamera zurück. Er ist nicht nur im Privatleben ein Familienmensch, sondern als stellvertretender Chefredakteur auch eins der Oberhäupter der Redaktion. Blasius rechnet Handypreise zwar immer noch in D-Mark um, doch seine ruhige, ausgeglichene, kreative Art und sein Einsatz von immer treffenden und humorvollen GIFs, lassen darüber hinwegsehen.

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