Update für Firefox und Chrome schnell installieren: Gefahr im Verzug

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Der Browser-Markt kommt langsam wieder in Schwung. Nachdem die Entwicklung von neuen Browser-Versionen in der Corona-Krise kurzzeitig ins Stocken kam, geht es jetzt Schlag auf Schlag mit neuen Veröffentlichungen weiter. So haben Google (Chrome) und Mozilla (Firefox) neue Updates für ihre Internetzugangsprogramme veröffentlicht. Wir zeigen dir, was sich ändert und warum du die Updates schnell installieren solltest.
Firefox und Chrome auf Smartphone als App
Bildquelle: Hayo Lücke / inside digital

Während das jüngste Update für den Chrome Browser eher technischer Natur und mit Blick auf mehr Sicherheit ist, geht Mozilla einen deutlich größeren Schritt. Denn mit Firefox 76 steht jetzt eine umfangreich aktualisierte Version des Browsers zur Verfügung – neue Funktionen inklusive. Gemeinsam haben Firefox 76 und die überarbeitete Version von Chrome 81, dass verschiedene Sicherheitslücken aus der Welt geschafft werden.

Chrome 81 Update

Das Browser-Update für Chrome 81 sieht im Kern nur eines vor: Das Surfen im Internet sicherer machen. Und deswegen hat Google dem Chrome jetzt die aktualisierte Version 81.0.4044.138 spendiert. Zum einen für Windows, Mac und Linux, aber auch für Android-Smartphones. Die passende iOS-Version dürfte in Kürze folgen.

Im Mittelpunkt des Updates stehen drei neu entdeckte Sicherheitslücken. Sie hat Google mit der neuen Chrome-Version aus der Welt geschafft. Zwar wird keines der neuen Lecks als „kritisch“ eingestuft, zwei Schwachstellen sollten aber mit einer „hohen“ Priorität von dir per Update gefixt werden.

Warum ein möglichst rasches Update so wichtig ist, macht ein Blick in die Release Notes zum neuesten Chrome-Update deutlich. Denn laut Google kann es bei einer der beiden Sicherheitslücken zu einem Pufferüberlauf (Buffer Overflow) kommen. Im Extremfall kann das nicht nur zu Abstürzen des Browsers sorgen, sondern auch dazu führen, dass Angreifer über das Internet Systemzugriff erhalten.

Wie kann ich den Chrome Browser updaten?

Schon allein deswegen solltest du deinen Chrome-Browser auf jeden Fall aktuell halten und nicht zu lange mit veralteten Browser-Versionen im Internet surfen. Auf deinem Desktop-Rechner kannst du das Update auf Chrome 81.0.4044.138 im Laufe der kommenden Tage installieren, indem zu folgendes tust.

  • Das Chrome-Menü aufrufen (rechts oben im Browserfenster die drei vertikal angeordneten Punkte neben deinem Profilbild anklicken)
  • Den Menüpunkt „Hilfe“ und anschließend „Über Google Chrome“ auswählen
  • Den automatisch startenden Update-Prozess abwarten und auf „Neu starten“ klicken (zuvor alle wichtigen Arbeiten auf deinem Rechner speichern)

Solltest du an dieser Stelle noch nicht die aktuelle Version .138 finden, schau einfach im Laufe der kommenden Tage nochmals nach, ob das neueste Update zur Verfügung steht. Aktuell scheint in Deutschland noch die Vorgängerversion .129 weit verbreitet zu sein.

Hintergrund: Google liefert das Chrome-Update in mehreren Wellen aus, um zum einen die Update-Server nicht zu überlasten. Aber auch, um im Falle von unvorhergesehenen Fehlern in der Software schnell reagieren zu können. Das aktuelle Update wird dann zurückgezogen und aktualisiert neu ausgespielt.

Firefox 76 Update

Gleich elf Sicherheitslücken schafft Mozilla mit der Firefox-Version 76 aus der Welt. Und hier sind drei Schwachstellen mit von der Partie, die die Browser-Entwickler als kritisch einstufen. Schon allein deswegen solltest du deinen Firefox-Browser schnellstmöglich aktualisieren, wenn du mit ihm das Internet erkundest.

Doch nicht nur Sicherheitslücken stehen im Mittelpunkt des Firefox 76 Updates. Verbessert wurde auch der Passwort-Manager Lockwise, der seit ein paar Monaten in Firefox integriert ist. Er ist jetzt deutlich enger mit dem Dienst Firefox Monitor verknüpft. Vorteil für dich: Solltest du ein Passwort nutzen, das schon einmal geklaut und im Internet preisgegeben wurde, erhältst du im Browserfenster zukünftig eine Warnung. Wenn du auf einer Webseite mit dem Firefox ein neues Benutzerkonto anlegst, schlägt dir der Passwort-Manager jetzt auf Wunsch sichere Passwörter vor, die du direkt im Passwort-Manager speichern kannst.

Wichtig auch: Mozilla hat die Sicherheit beim Zugriff auf die im Passwort-Manager gespeicherten Passwörter verbessert. Das ist vor allem deswegen nicht zu verachten, weil ein Master-Passwort beim Firefox Passwort Manager bisher optional ist. Es muss vom Nutzer erst aktiviert werden, was bisher den Zugriff von allen Nutzern möglich machte, die den Browser verwenden. Ab Version 76 muss man aber das Windows- oder Mac-Kennwort eingeben, um Zugriff auf die eigene Passwortsammlung zu erhalten. Alternativ ist der Zugriff auch per Gesichtserkennung oder Fingerabdruckscanner möglich, sofern der von dir genutzte Computer über entsprechend kompatible Hardware verfügt.

Eine weitere wichtige Neuerung: Du kannst ab sofort auch ohne auftretende Probleme an Zoom-Videochats teilnehmen, wenn du den aktuell boomenden Dienst direkt im Browserfenster von Firefox ab Version 76 nutzt. Bisher starteten Videokonferenzen von Zoom zwar, allerdings ohne Ton. Jetzt liefert Mozilla die entsprechenden Audio-Worklets nach, wie in den passenden Release Notes zu lesen ist.

Bist du Freund der Bild-in-Bild-Funktion (Picture-in-Picture), gibt es ebenfalls gute Nachrichten. Denn ein laufendes Video, das du über ein anderes Browserfenster legen kannst, lässt sich nun mit einem Doppelklick auf volle Bildschirmgröße maximieren. Ein weiterer Doppelklick lässt das Video wieder schrumpfen.

Wie kann ich den Firefox Browser updaten?

Das Update des Firefox Browsers funktioniert ganz ähnlich wie beim Chrome von Google. Die drei horizontal angeordneten Menülinien rechts oben im Browser-Fenster anklicken, „Hilfe“ gefolgt von „Über Firefox“ anklicken und den automatisch startenden Update-Prozess des Browsers abwarten. Nach einem Neustart kannst du die neueste Firefox-Version mit allen neuen Funktionen und geschlossenen Sicherheitslücken nutzen.

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