"Unsinnige Bauvorschriften": Telekom beklagt Hindernisse beim Bau von Sendemasten

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2.000 neue LTE-Standorte will die Telekom in diesem Jahr zu ihrem bestehenden Netz hinzufügen. 600 von ihnen seien dringend notwendig. Doch nach Angaben der Telekom gibt es bei vielen Masten eine „unfassbare Liste“ von Problemen.
Ein Mobilfunksender im ländlichen Raum
Bildquelle: Thorsten Neuhetzki / inside handy

Die 600 neuen Standorte, die die Telekom nun mit Hochdruck angeht, seien dringend notwendig, um das lückenlose Telefonieren und Surfen entlang der Autobahnen und in ICEs der Deutschen Bahn zu realisieren. Immer noch kommt es hier zu Gesprächsabbrüchen, weil Sendemasten zu weit auseinander stehen. Wie Dido Blankenburg auf den Fiberdays19 des Breko Verbandes in Wiesbaden sagte, gibt es „eine unfassbare Liste an Schwierigkeiten“ bei der Suche nach geeigneten Standorten. Blankenburg ist bei der Deutschen Telekom Vorstandsbeauftragter für Breitbandkommunikation. Es ist nicht das erste Mal, dass die Telekom auf Probleme beim Netzausbau aufmerksam macht.

Es dauere oft Monate, um die entsprechenden Genehmigungen zu bekommen. Zudem gebe es zahlreiche Widerstände aus der Bevölkerung. Teilweise treffe die Telekom auch auf „unsinnige Bauvorschriften“. In Niedersachsen habe er vor einigen Wochen eine „eindrucksvolle Liste mit vielen unsinnigen Vorschriften“ gesehen. Diese Probleme gebe es nicht nur im Mobilfunkausbau, sondern auch beim Bau von Festnetzinfrastruktur. Schließlich muss beim anstehenden Festnetzausbau eine Reihe von Glasfaserleitungen verlegt werden.

Forderung: Verträge müssen einheitlicher werden

Blankenburg forderte die Politik in den Ländern und Kommunen auf, diese Probleme zu minimieren. Es müsse beispielsweise auch einheitliche Verfahren geben. „In jeder Kommune müssen wir heute einen Bauantrag in einem anderen Verfahren stellen.“ Die Antwort komme dann ebenfalls in unterschiedlichen Formaten, was die Verarbeitung schwierig mache. „Es ist erstaunlich, wie wir uns als Industrieland selber Hindernisse in den Weg legen“, sagte Blankenburg.

Für den Festnetzausbau hatte die Telekom unlängst ein Joint Venture mit der EWE bekannt gegeben. Blankenburg hatte zudem auf den Fiberday19 den Wettbewerbern ein neues Modell der Kooperation beim künftigen Glasfaserausbau vorgeschlagen.

 

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