Unitymedia und O2 arbeiten zusammen: Glasfaser für die Sendemasten

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Noch mehr Glasfaser-Anbindung für das O2-Netz. Mindestens 1.000 Masten will der Mobilfunk-Anbieter in den kommenden Monaten und Jahren durch Unitymedia anbinden lassen. O2 sieht das als Vorbereitung auf 5G.
Ein Techniker mit Unitymedia-Weste trägt Glasfaser-Leerrohre zu einer Baustelle
Bildquelle: Unitymedia

Grundlage für die Glasfaser-Anbindungen sei das Kabelnetz von Unitymedia in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg, heißt es von den beiden Unternehmen. Das Kabelnetz von Unitymedia ist zu einem großen Anteil zumindest bis zu Verteilerkästen auf Basis von Glasfasernetzen errichtet.

Diese Glasfaserleitungen werden nun genutzt, um die Sendemasten direkt an Highspeed-Infrastruktur anzubinden und die Daten in das Kernnetz von O2 zu schicken. Für Unitymedia ist die Kooperation eine zusätzliche Erlösquelle über das Kabel-Endkundengeschäft hinaus. Der Anbieter kann die aus der Kooperation erzielten Erlöse wiederum nutzen, um weiter in den eigenen Netzausbau zu investieren.

Glasfaseranbindung ist Voraussetzung für 5G

„Wir machen unser o2-Netz fit für die Zukunft und den neuen Standard 5G“, sagt Cayetano Carbajo Martín, Vorstand und Chief Technology Officer (CTO) von Telefónica Deutschland. „Mit Unitymedia haben wir einen weiteren starken Partner gewonnen, der uns leistungsstarke Glasfaseranbindungen an unseren Mobilfunkstandorten zur Verfügung stellen kann.“

Unitymedia betreibt nach eigenen Angaben in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg eines der modernsten und größten zusammenhängenden Glasfaser-Kabelnetze in Europa. Dies schließt sowohl städtische wie auch ländliche Gebiete mit ein. Nach Abschluss der technischen Vorbereitungen werde Unitymedia zeitnah damit beginnen, die Mobilfunkstandorte von Telefónica Deutschland an sein glasfaserbasiertes Netz in diesen Regionen anzuschließen. Die technische Anbindung erfolgt zwischen der jeweiligen Basisstation vor Ort und dem nächsten zentralen Knotenpunkt im o2 Mobilfunknetz (Mobile Backhaul).

Insgesamt 9.000 Glasfaser-Anbindungen bekanntgegeben

Es ist nicht die erste Kooperation dieser Art, die O2 in diesem Jahr bekanntgegeben hat. 2018 hat Telefónica Deutschland für insgesamt mindestens 9.000 Mobilfunkstandorte seines o2-Netzes eine Anbindungslösung gefunden. Alternativ dazu testet O2 in Berlin auch die 5G-Anbindung über Richtfunk. Insgesamt verfügt der Netzbetreiber in Deutschland über 26.000 Sendestandorte. Für O2 ist das eine der Voraussetzungen, um beim künftigen 5G-Netz eine ernstzunehmende Rolle zu spielen. Unter anderem gibt es solche Vereinbarungen mit der Deutschen Telekom und dem Backbone-Betreiber NGN. Wie eine solche Glasfaser-Anbindung realisiert wird, hat inside handy in einer Reportage dokumentiert.

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