Umweltticket: Landesweite Bus- und Bahn-Ticket für 3 Euro am Tag

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Für nur 3 Euro am Tag jeden Bus und jede Bahn nehmen, die gerade kommt? Das geht bald. Allerdings nicht in Deutschland. Dennoch ist das Prinzip interessant. Es ist nur im Ansatz mit der teuren Bahncard 100 vergleichbar.
Der Nightjet der ÖBB
Der Nightjet der ÖBBBildquelle: ÖBB/Harald Eisenberger

Das Prinzip der Bahncard 100 der Deutschen Bahn: Du kaufst dir eine Flatrate für die Deutsche Bahn. Auch die allermeisten Regionalzüge, die in ganz Deutschland fahren und von anderen Firmen bereitgestellt werden, kannst du mit der Karte nutzen. Selbst der Nahverkehr ist inklusive. Aber nur zum Teil. Denn längst nicht in jeder Stadt darfst du einfach in den Bus steigen. In anderen Städten musst du genau wissen, wie weit du fahren darfst, bevor du zum Schwarzfahrer wirst. Außerdem nicht dabei: Private Fernzüge wie der Flixtrain. Das ist kompliziert und kostet (derzeit) stolze 3.878 Euro im Jahr – etwa 9,25 Euro am Tag.

Mit dem 123-Ticket in Österreich kostet das Ticket umgerechnet nur 1, 2 oder 3 Euro am Tag – wenngleich zunächst nur das 3-Euro-Ticket startet. Damit kannst du jedes Verkehrsmittel in Österreich nutzen ohne dir Gedanken zu machen, ob du noch innerhalb einer Tarifgrenze bist oder ob der Verkehrsanbieter dabei ist. 1.095 Euro kostet das Ticket pro Jahr.

Umweltticket startet mit teuerster Stufe

Geplant war das Umweltticket eigentlich anders. Das 365-Euro-Ticket – also ein Euro am Tag – sollte für alle Fahrten innerhalb eines Bundeslandes gelten. Das 2-Euro-Ticket entsprechend für zwei Bundesländer. Doch diese Tickets kommen erst einmal nicht. Immerhin: Menschen unter 26 Jahren, Senioren oder Menschen mit Behinderung bekommen einen Rabatt: Hier kostet die Österreich-Flatrate dann 820 Euro. Bis zu vier Kinder unter 15 Jahren können bei Kauf eines Zusatztickets von 109 Euro pro Jahr mitgenommen werden.

Österreich ist ein Land der Pendler. In normalen Zeiten verlässt mehr als die Hälfte der Angestellten ihren Wohnort, um zur Arbeit zu fahren. 13,4 Prozent fährt sogar in ein anderes Bundesland, viele von ihnen nach Wien. Jeder vierte Angestellte in Wien kommt aus einem anderen Bundesland.

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