Telekom-Upstream jetzt bei 50 Mbit/s? Das steckt dahinter

2 Minuten
Wenn du heute auf die Webseite der Telekom gehst und im Bereich Festnetz & Internet die aktuellen Tarife aufrufst, so scheint die Telekom ihren Upstream erhöht zu haben. Statt bisher 40 bekommst du nun bei den beiden schnellsten VDSL-Tarifen 50 Mbit/s. Doch der Schein trügt.
Telekom-Logo
Telekom-LogoBildquelle: Thorsten Neuhetzki

Was die Telekom geändert hat, ist lediglich die Bewerbung der Tarife mit 100 beziehungsweise 250 Mbit/s im Downstream. Statt wie bisher „bis zu 40 Mbit/s“ wirbt die Telekom dort jetzt mit „bis zu 50 Mbit“. Das ist zwar faktisch korrekt, aber grob verwirrend. Denn die Mehrzahl der Kunden, die diesen Tarif buchen, werden weiterhin nur 40 Mbit/s Upstream bekommen.

Der Grund dafür ist eine Unterscheidung, die die Telekom gemäß ihrer eigenen Leistungsbeschreibung schon mindestens seit Dezember 2020 vornimmt. Schaltet die Telekom deinen Anschluss mit 100 oder 250 Mbit/s über VDSL, so bekommst du weiterhin 40 Mbit/s Upstream geschaltet. Nur dann, wenn du diese Datenrate buchst und einen Glasfaseranschluss in der Wohnung liegen hast, sind es 50 Mbit/s. Das teilte die Telekom auch den Kollegen von teltarif.de mit, denen diese Bewerbung der Telekom aufgefallen war. Allerdings hieß es dort zunächst, dass der höhere Upstream auch für VDSL gelte. Das ist nicht der Fall.

Telekom unterscheidet zwischen VDSL und Glasfaser

Gemäß AGB bekommst du von der Telekom in diesem Fall den Tarif Magenta Zuhause L in der Variante Fiber 100 beziehungsweise Magenta Zuhause XL in der Variante Fiber 250. Preisliche Unterschiede zu VDSL 100 und VDSL 250 gibt es nicht. Lediglich in den Leistungsbeschreibungen siehst du, dass die maximale Geschwindigkeit höher ist.

Gleichzeitig rechnet die Telekom auch damit, dass sie dir in der Praxis per Glasfaseranschuss deutlich bessere Datenraten liefern kann. Denn während der garantierte Mindestupload beim 100er-Anschluss per VDSL bei 20 Mbit/s liegt, sind es bei Glasfaser 45 Mbit/s.

Nach und nach werden in den nächsten Jahren mehr Haushalte Zugriff auf Glasfaserleitungen der Telekom haben. Die Telekom will bis 2024 insgesamt 10 Millionen Haushalte an das FTTH-Netz angeschlossen haben. Jährlich sollen dann 2,5 Millionen Haushalte folgen. Mit FTTH kannst du bei der Telekom auch Anschlüsse mit 500 oder 1.000 Mbit/s im Downstream buchen. Die Datenraten für den Upstream liegen hier bei 100 beziehungsweise 200 Mbit/s.

Auffällig: Während die Telekom beim 100er-Anschluss per Glasfaser den Upstream nicht in voller Höhe garantieren will (45 von 50 Mbit/), verspricht sie beim Giga-Tarif, dass 200 von 200 Mbit/s möglich sind. Allerdings: Magenta Zuhause Giga kostet monatlich stolze 79,95 Euro – ohne Magenta TV. Den Preis hatte die Telekom vor mehr als einem Jahr zwar auf dieses Niveau gesenkt, gleichzeitig aber auch den Upstream reduziert. Zuvor waren es 500 Mbit/s.

Über unsere Links

Mit diesen Symbolen kennzeichnen wir Affiliate- beziehungsweise Werbe-Links. Wenn du einen so gekennzeichneten Link oder Button anklickst oder darüber einkaufst, erhalten wir eine kleine Vergütung vom jeweiligen Website-Betreiber. Keine Sorge: Auf den Preis des Produkts hat das keine Auswirkung. Du hilfst uns aber, inside digital weiterhin kostenlos und ohne Bezahlschranke anbieten zu können. Vielen Dank!

Deine Technik. Deine Meinung.

1 KOMMENTAR

  1. 50 Mbit Upload über VDSL werden nie kommen. Selbst mit einer absoluten Super-Leitung erreicht man kaum 51 Mbit Leitungskapazität, was im Speedtest dann nicht mehr als 47 Mbit wären. Solche Werte wären vielleicht in 5-10% der Haushalte möglich. Da ist man mit den momentan geschalteten 46,7/43 Mbit/s schon relativ nah dran. Zum Glück gibt’s im Kabelnetz bald die 100 Mbit Upstream, mit etwas Glück sogar üperprovisionierte 110..

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

geschützt durch reCAPTCHA Datenschutzerklärung - Nutzungsbedingungen

VERWANDTE ARTIKEL