Telekom und O2: Das sollen 98 Prozent Netzabdeckung sein?! Ein Kommentar

4 Minuten
Telekom und O2 versprechen eine Netzabdeckung von 98 und 99 Prozent. Doch die verblieben ein bis zwei Prozent sind größer, als die Netzbetreiber zugeben oder sich eingestehen wollen. Ein Beispiel aus dem Alltag legt die Karten offen auf den Tisch.
Telekom und O2: Das sollen 98 Prozent Netzabdeckung sein?! Ein Kommentar
Telekom und O2: Das sollen 98 Prozent Netzabdeckung sein?! Ein KommentarBildquelle: Vodafone

Über Pfingsten Wandern: Das machen mein Kollege Michael und ich schon seit einigen Jahren. In diesem Jahr waren wir erneut in der Eifel unterwegs. Rund um den Laacher See, zwischen Burgbrohl und Mendig. Eigentlich nutzen wir das verlängerte Wochenende um Abzuschalten. Auch das Handy. Dreieinhalb Tage Ruhe von allem, im Wald, in Höhlen und beim Wandern. Doch dieses Jahr kam uns der letzte Spieltag der Bundesliga dazwischen. Und für mich als FC-Fan war das Spiel, bei dem es um den Klassenerhalt ging, nicht gerade unwichtig. Da Wirtshäuser in der Gegend rar gesät sind und zu allem Übel dieses Jahr auch noch vermehrt geschlossen waren, blieb das Handy um den letzten Spieltag der Saison zu verfolgen. Dass das eine der größten Herausforderungen unserer Tour sein würde, hätte ich vorher nicht gedacht.

O2-Karte und 5G-Netz der Telekom fern der Realität

Eine Netzabdeckung von 98 und 99 Prozent versprechen Telekom und O2. Daher habe ich mir im Vorfeld keine Gedanken über Empfang gemacht. Doch am Samstag, so gegen 15 Uhr, wurde uns klar: Wir befinden uns in den übrigen ein bis zwei Prozent Deutschlands. Dabei wollten wir die Fußballspiele noch nicht einmal in einem Livestream bei Sky sehen. Wir wollten sie lediglich im Radio hören. Eine Konferenz bei Amazon Music oder Bayern 1 und wir wären glücklich gewesen. Doch an den Orten rund um den Laacher See, an Orten, die auf der Netzabdeckungskarte von O2 hinsichtlich der „Versorgung im Freien“ in puncto LTE „sehr gut“ sind, hatten wir maximal Edge. Zu wenig für Amazon, Bayern 1 und die Fußball-Bundesliga. Die Karte von O2: eine Farce.

Karte: Netzabdeckung von O2 rund um den Laacher See
Netzabdeckung von O2 rund um den Laacher See

Dass O2 hinsichtlich des Netzes eher ein, zwei Schritte hinter der Telekom läuft, ist uns klar. Mein Kollege Michael, ausgestattet mit einem 5G-Vertrag der Telekom und zig GB Datenvolumen, Premium bis ins letzte Detail, hatte aber noch weniger Empfang als ich. Noch nicht einmal der Ticker der Kicker-App war drin. Zumindest ist auf der Karte der Telekom zu sehen, dass es rund um den Laacher See viele Funklöcher gibt. Doch das, was die Telekom mit 5G ausweist, ist ebenfalls reine Satire. Die dunkellila gefärbten Wolken in der nachfolgenden Karte gleichen eher einer Wetterprognose für kommende Woche denn einem Live-Bild.

Karte: Netzabdeckung der Telekom rund um den Laacher See
Netzabdeckung der Telekom rund um den Laacher See

In der Stadt top, auf dem Land ein Flop

Um etwas vom Spieltag mitzubekommen, blieb uns also nichts anderes übrig, als sich vom See zu entfernen. Wir steuerten den nächsten Ort an. Doch an der Abtei Maria Laach ging ebenfalls nichts. Wir fanden uns langsam aber sicher damit ab, dass wir wohl nichts vom Spieltag und dem möglichen Abstieg des FC mitbekommen werden und wanderten an ein paar Feldern vorbei Richtung Wald. Doch dann: eine Sekunde der Hoffnung. Auf einem Gebiet, das in etwa die Größe einer Briefmarke hat, wählte sich mein Handy ins LTE-Netz von O2 ein und der Moderator erklang. Nur wenige Zentimeter weiter, höher oder tiefer: Edge. Keine Bewegung! So lauschten wir, gemeinsam mit einer Herde Kühe, der Bundesliga-Konferenz und freuten uns, dass wir einen dieser Orte der versprochenen 99 Prozent gefunden haben.

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Doch es ist nicht nur rund um den Laacher See, der zugegeben in einer Senke liegt und für Anbieter wie die Telekom, O2 und Co. nur schwer zu versorgen ist. Es sind auch die Orte drumherum. Ob Glees, Wassenach oder Bad Münstereifel: Zwischen Rhein und dem Eifeler Nationalpark gibt es viele Orte, in denen die Menschen von einer 98- bis 99-prozentigen Netzabdeckung meilenweit entfernt sind.

Auch teure Smartphones bringen nichts

Dieser Kommentar, der sich gegen die Versprechen von Telekom und O2 richtet, wäre wohl nicht zustande gekommen, würden Smartphone-Hersteller wie Apple, Samsung oder OnePlus ein FM-Radio in ihre unfassbar teuren Handys einbauen. Denn damit hätten wir, auch ohne LTE-Netz, einen Radiosender reinbekommen, der zumindest teilweise die Spiele live überträgt. Doch das, was ein 300-Euro-Smartphone kann, können unsere Handys, die insgesamt 2.500 Euro wert sind, nicht.

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Bildquellen

  • Karte: Netzabdeckung von O2 rund um den Laacher See: Screenshot O2
  • Karte: Netzabdeckung der Telekom rund um den Laacher See: Screeshot Telekom
  • Wieder Abzocke bei Vodafone: So mies wollte man Kunden über den Tisch ziehen: Vodafone
  • Telekom und O2: Das sollen 98 Prozent Netzabdeckung sein?! Ein Kommentar: Vodafone
Mobilufnk-Antenne vor blauem Himmel.
O2 startet Optimierung: LTE- und 5G-Netz erhalten präzise Upgrades
Immer mehr Menschen nutzen immer häufiger ihr Smartphone. Das stellt auch Netzplaner vor Herausforderungen. Bei Telefónica Deutschland will man jetzt mit Open RAN-Technik den steigenden Breitband-Bedarf im Mobilfunknetz bedienen - vordergründig in Innenstadtlagen.

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20 KOMMENTARE

  1. Gesssler

    Euch ist schon bewusst, dass sich die Prozente von 98% und 99% auf die Wohnorte von Personen richten und nicht auf unbewohnte Pampa zurückschließen lassen?
    Die Zahlen sind nämlich okay – 98/99% der Bewohner Deutschlands haben an ihren Wohnort mobiles Netz. Wenn man in 20 mecklenburgischen Dörfern eben keinen Empfang hat (wie beispielsweise in meinem Elternhaus oder bei meinen Großeltern), dann zahle ich mich zu dem einen Prozent.
    Beide Provider haben explizit darauf hingewiesen, dass mit der Abdeckung nicht die Fläche gemeint ist. Euren Artikel könnt ihr also getrost löschen oder weniger reißerisch formulieren.
    Liebe Grüße,
    gesssler

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  2. Christoph

    Hier muss ich mal hart widersprechen. Nein, ich arbeite nicht für einen der Netzbetreiber. Aber die Ausbreitungskarte von O2 lügt höchstwahrscheinlich nicht. Der Sachverhalt ist etwas komplizierter. Ich versuche es mal zu erklären: Im Mobilfunk laufen ja derzeit mehrere Netzstandards nebeneinander. Sprich Edge(2G), UMTS(3G), LTE(4G) und teilweise 5G. Das Handy entscheidet (wenn man nichts an der Konfiguration geändert hat) automatisch, in welches Netz es sich einbucht. Dabei muss man eines wissen: Die Logik ist standardmäßig so eingestellt, dass sich das Handy immer in den gerade STÄRKSTEN Netzstandard einbucht, nicht in den schnellsten. Nun kommt es gerne mal dazu, dass der 2G Empfang stärker ist als der 4G Empfang. Dann kommt es zu genau dem beschriebenen Phänomen. 4G ist laut Karte verfügbar, das Handy ist aber im 2G. Wenn das der Fall ist, kann man entweder bei mal kurz in den Flugmodus und wieder zurückschalten, oder bessere Methode: In den Einstellungen den 4g-only-Modus aktivieren. Bei meinem Huawei musste ich da zuerst eine INI-Datei abändern, gibt aber Anleitungen dazu im Internet.
    Seitdem kann ich in 99% der Gegenden Netflix gucken, wenn ich denn will! Und ich bin nahezu ausschließlich auf dem Land unterwegs, oft dort wo es auf der Karte „orange“ ist.
    Zusätzlich noch gut zu wissen: Die Smartphones unterscheiden sich auch bei der Empfangsstärke ziemlich, leider wird das in Tests so gut wie nie getestet. Huawei scheint da recht weit vorn zu sein. Im direkten Vergleich fielen z.B. iPhones oft zurück.

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    • Blasius Kawalkowski inside digital Team

      Danke dir für den Beitrag und die Tipps. Ja, man kann da vielleicht ein wenig rumtricksen, aber das macht doch kein 0815-Handynutzer. Ich meine, die KI drängt in unser Leben, Gesichter auf Fotos lassen sich Personen zu ordnen, die Kamera des Handys erkennt, ob du Nudeln oder Eis isst und die Hardware erkennt, was die Software macht und gibt so Befehle weiter, an bestimmten Stellen Storm zu sparen. Und dann wählt sich das Handy nicht automatisch in das schnellste Netz ein. Und hier gebe ich nicht nur den Handyherstellern die Schuld, sondern auch Netzbetreibern.

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  3. Ralph Armin Schmid

    Und ein FM-Radio im Handy, naja, das ist aussterbende Technik, wenn, dann DAB+. Außerdem braucht man dazu eine Antenne, also z.B. das Ohrhörerkabel. Ohnehin, Stichwort Antenne, hätten die Geräte eine Antenne zum Rausziehen wie früher, die Abdeckung wäre gleich viel besser als mit den gehäuseintegrierten Miniantennchen heutiger Telephönchen.

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    • Blasius Kawalkowski inside digital Team

      Meinetwegen DAB+, noch besser, ja. Kopfhörer als Antenne nehme ich gerne dafür mit.

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  4. Max11

    bei der Telekom steht in einem Hilfebeitrag zum thema netzabdeckung:
    Die angezeigte Funkversorgung beruht auf einer Modellrechnung für die Versorgung innerhalb und außerhalb von Gebäuden und kann nicht garantiert werden. Für die LTE-Versorgung wird zusätzlich auf Basis dieser Modellrechnung eine Versorgungsfläche dargestellt, die nur eingeschränkt und außerhalb von Gebäuden besteht.
    Die angezeigten Übertragungsgeschwindigkeiten stellen den technischen Ausbaustand des Netzes und die maximal theoretischerreichbare Download-Geschwindigkeit der Mobilfunk-Zelle dar. Voraussetzung für das Erreichen der Geschwindigkeit ist die Verwendung eines geeigneten Endgeräts (unterstützte Endgerätekategorie 5G, LTE, HSPA+, EDGE) sowie eines entsprechenden Mobilfunktarifs. Die real erreichbare Übertragungsgeschwindigkeit ist außerdem abhängig von dem angewählten Server des jeweiligen Inhalteanbieters, von der Belegung/Auslastung des Mobilfunknetzes durch andere Nutzer in der jeweiligen Mobilfunk-Zelle und der Entfernung zur Antenne, bzw. der Gebäudedämpfung (Funkfeldbedingungen).

    Funklöcher- und netzmonitorkarten apps gibt es einige. (cell mapper o.ä.)
    die https://www.breitband-monitor.de/breitbandmessung/karte seite ist auch interssant.

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  5. Jonas

    Dass Inside nur aus einer Perspektive berichtet kennen wir. Aber ich muss auch sagen, bei mir in der Stadt, teils nur Edge. Und das enttäuscht mich einfach.

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  6. Jörg Liebscher

    Tja, ein einigermaßen gut ausgestattes Handy tut es auch, mein Redmi 8 pro hat ein UKW Radio.

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  7. Steve

    Ich habe zwei iPhone 12, eines beruflich mit einer Karte eines von dir genannten Anbieters der sich selbst in der Werbung ständig hoch lobt, eines privat mit Vodafone bei denen ich seit über zwanzig Jahren Kunde bin!
    Ich habe fast immer beide iPhones dabei da ich im Außendienst in D unterwegs bin, ich kann nur sagen, dass ich des Öfteren auf mein privates Vodafone ausweichen muss, in Tunneln und Unterführungen, selbst in Tiefgaragen kann ich mit Vodafone telefonieren, LTE fast überall und immer vorhanden, okay die Gesprächsqualität an sich finde ich bei Vodafone schon immer am schlechtesten, aber ich habe gefühlt überall Empfang! Streaming im Auto ständig an und läuft!
    Ich kann diese Werbeversprechen generell nicht nachvollziehen!

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  8. Tommy Strandberg

    Wir wohnen in der Nähe von Bodensee (4 km) in einem Ort mit etwa 11000 Einwohner. Ich benutze Vodafone, weil meine Firma das einmal für unser Geschäftshandys ausgesucht hat. Nachdem Vodafone im März die Sendeanlagen auf den neuesten Stand gebracht hat (etwas über einen km von unserem Haus), hat das einen Monat mit einer totale Funkstille gedauert. Jetzt funktioniert es zwar wieder, aber der Empfang deutlich schlechtere geworden. In Haus geht’s gar nichts mehr. Ich habe versucht bei Vodafone das darzustellen aber das erste Problem ist, wohin kann man sich wenden muss. Ansprechpartner für Handyverträge, Internet, Handys etc gibt es zuhauf, aber eine Beschwerdestelle oder Ansprechpartner ist nahezu unauffindbar. Am Schluss bin ich bei einem Vodafone Forum gelandet. So kann man sich von der Verantwortung drücken. Die Leute Verträge anzudrehen scheint das höchste Ziel zu sein, ob es dann funktioniert, ist zweitrangig.
    Wir kommen aus Schweden und habe ein Sommerhäuschen. Das liegt in Wald (wir sind insgesamt 4 Häuser entlang einen kilometerlangen Waldweg, nächste größere Ort, Göteborg, ist 25 km entfernt). Wir haben alle Glasfaser bis zur Hauswand (1 gbps) und 4G / 5G gibt’s auch überall, auch Vodafone, und sogar bei Pilze suchen oder Beeren pflücken im Wald kann man problemlos telefonieren oder in Internet gehen.
    Also, es geht aber man muss nur wollen.

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  9. Martin

    Der Artikel inhaltlich nicht korrekt und benötigt dringend ein Update oder eine Ergänzung. Die Telekom spricht bei LTE von einer Abdeckung von 98,6% der Bevölkerung, zu der Fläche konnte ich nichts finden. Bei O2 ist es ähnlich, wenn auch weniger als 98%.

    Antwort
  10. Günther

    Oje, da hat der Autor aber ganz offensichtlich großen Frust geschoben. Noch dazu scheint er technisch nicht besonders versiert zu sein oder sich mit der Materie „Funk“ vernünftig beschäftigen zu wollen – komisch, dass der Autor dann bei diesem Medium arbeitet. Zudem arbeitet er gegen die Grundregeln des guten Journalismus: Er hat offensichtlich nicht mal die, über die er hier schreibt, um eine Stellungnahme gebeten. Also eine sehr einseitige Geschichte, nichts weiter als Polemik. Der Autor kann sich mit so einer Geschichte vielleicht auf seinem privaten Blog „auskotzen“, nicht aber seine privaten Probleme über ein quasi-öffentliches Medium streuen und zahreichen Lesern somit fälschlicherweise suggerieren, es würde sich bei seinem Problem um ein alltägliches und überall in Deutschland vorfindbares Phänomen handeln.

    Antwort
    • Blasius Kawalkowski inside digital Team

      Der Frust hielt sich in Grenzen; es war ein Luxusproblem. Und wo du schon über Journalismus schreibst: Kennst du die meinungsäußernde Darstellungsform des Kommentars? Und nein, ich suggeriere nicht, dass es sich um ein Phänomen handelt, das überall in Deutschland auftritt. Deshalb auch die Ortsangaben.

      Antwort
  11. Daniel

    Diesem Artikel kann ich keineswegs zustimmen.Das es in unbesiedelten Regionen mal kein oder wenig Netz gibt das ist in Deutschland ja nun mal keine Neuigkeit.
    Ich bin bin beruflich die ganze Woche in Deutschland unterwegs und habe mit dem O2 Unlimited Max Tarif absolut keine Probleme.
    Was ich jedoch des öfteren festelle ist,das Freunde die das gleiche Netz haben und neben mir stehen oftmals kaum Empfang haben.
    Das kann dann vermutlich nur am Gerät liegen…dicke Hüllen,Magnete an der Hülle ect.

    Antwort
  12. Rene

    Ich wohne in der Landeshauptstadt Magdeburg und muss, um vernünftig telefonieren zu können, in meinem Haus auf 2G umschalten. VoLte ist auch Käse ich habe dort Probleme mit dem Festnetz.
    Achso bin bei Congstar.
    Leute Fahrt doch mal mit dem Zug durch D und versucht zu surfen! Katastrophal!
    Und in anderen Ländern z.B
    Spanien flitze ich durch die Pampa und habe 4G.

    Also hier in D läuft Einiges falsch.

    Antwort
  13. Hans-Peter

    Beispiel Schwarzwildpark oder Katzenbacher Hof, beide bei Stuttgart, wenige km vom Stadtrand entfernt. Empfang?? Keiner, oder bestenfalls G2, oft nicht mal das.
    Beispiel ICE-Strecke München-Augsburg: auf rund 1/3 der Strecke kein Internet bzw Aussetzer.
    Beispiel Österreich: Auf allen Almen und Berggipfeln Internet!!
    Noch Fragen? Ich kann diesen Beitrag nur voll unterstützen.

    Antwort
  14. Hans-Peter

    Ach ja, und noch was: Mobile Phone brauch ich nicht unbedingt zuhause, denn da habe ich ja Festnetz und DSL. Wie der Name schon sagt, braucht man ein Mobile Phone in erster Linie unterwegs, und das ist weit öfters ausserhalb von Wohngebieten als innerhalb. Und wie soll man gar einen Notruf absetzen ohne mindestens G2 ??
    Die Beziehung der 95% nur auf besiedeltes Gebiet ist eine Frechheit und war bei der Versteigerung der Frequenzen vermutlich nicht das Verständnis der Tegulierungsbehörde.

    Antwort
  15. Clarissa1986

    Hallöchen 🙂

    Ich gebe hier nun auch mal meinen Kommentar dazu. Und das wird ein konstruktiv netter, ohne Anschuldigungen oder Vorwürfe gegen die Autoren.

    Da ihr euch ja Radios integriert wünscht in Smartphones, dann müsst ihr am besten auf Geizhals filtern nach Features. Dann findet ihr die Smartphones aus der großen Masse heraus, welche die meisten Features haben, indem ihr im Filter dort Features auswählt und alle anderen die diese Features nicht haben somit ausschließt aus den Suchergebnissen. Wie zB. auch einen Infrarot Blaster, womit ihr dann eure Fernsehgeräte und Co. via Smartphone anstatt Fernbedienung steuern könnt. Mein Redmi Note 8 Pro zB. kann das. Und beim Thema Radio, da müsst ihr darauf achten, dass das Smartphone eine Klinkenstecker Buchse hat. Ein Standard, der niemals hätte abgeschafft werden dürfen, finde ich. Denn er ist abhörsicher und fehlerfrei. Im Gegensatz zu Bluetooth, was gerne mal die Verbindung verlor in meiner Erfahrung damit bisher. Neben der Nerverei extra Endgeräte wie Kopfhörer dann auch noch nachladen und später unnötig früh wegwerfen zu müssen wenn deren nicht wechselbaren integrierten Akkus ebenso kaputt sind.

    Warum ich das mit der Klinkenbuchse sage ist folgender Grund, Radio braucht eine Antenne. Entweder eine Wurfantenne, also Kabel, oder eine Teleskop-Stabantenne. Das funktioniert nicht ohne eine längere Antenne. Darum ist Radio nur dort realisierbar, wo das Gerät praktisch das Kopfhörer Kabel als Antenne mitbenutzt. Seit Mobiltelefone ohne eigene Ausziehantennen daher kommen.

    Darum kann ich auch bis heute nicht verstehen, wie Phones wie iPhone und Co. so gehyped werden können, trotzdem die viel weniger smarte Features bieten als Wettbewerber. Es heißt doch nicht umsonst Smartphone. Sollte also so viel wie möglich an Features bieten.

    Kopfhörerbuchse mit Antennenfeature und integriertem Radio, ebenfalls auch IR also Infrarot Sender um Fernbedienungen zu ersetzen und Geräte per Smartphone bedienen zu können, setze ich da einfach voraus. Ebenso Kompass und auch Barometer wäre schön, womit man Wetterdaten messen kann. Benachrichtigungs LED um im Display Aus Zustand zu sehen ob mir wer was schrieb ebenfalls. Oder dank Farb LED Benachrichtung auch, in welchem Ladezustand der Akku gerade ist oder ob er schon fertig geladen ist. All das sollte Standard sein, finde ich. Warum legen so viele nicht mehr Wert auf breitbandig smarte Features in Smartphones? Warum sind die Kunden so anspruchslos geworden, was Features angeht? Verstehe das einfach nicht.

    Ich finde es traurig, dass viele andere Kunden außer mir auf sowas scheinbar keinen Wert legen. Also sogar Wegrationalisierungen von Features sogar noch feiern. Wie halt die Sache mit der Kopfhörerbuchse. Oder dem nicht mehr wechselbaren Akku in neueren Geräten. Was diese unnötig früher zu Wegwerfprodukten macht oder teure, unnötig komplexere Bastelei benötigt, um diesen in einer Fachwerkstatt tauschen zu lassen. Weil man erst Display und Co. rausbauen muss um dranzukommen… Total absurd in meinen Augen! Das könnte so viel einfacher und somit auch kundenfreundlicher und günstiger sein…

    Achja und was jemand anderes schon erwähnte, die Geräte nehmen immer automatisiert das stärkste Netz in ihrer Standardkonfiguration. Das dient der Sache, immer besten Empfang zu haben. Wenn also das 2G Netz deutlich stärker ist als das 3G oder sogar 4G Netz, vom Pegel her, wählt das Gerät das 2G Netz. In den Settings bei Android kann man das aber umstellen. Also dass er nur die höheren Netze nehmen soll. Dann hat man zwar auch mal Abbrüche, wenn es irgendwo gerade diese nicht mehr gibt, dafür aber überall dort wo zB. LTE überhaupt noch empfangbar ist, auch wirklich nur LTE. Weil sonst wählt das Gerät ab einem gewissen Schwellenwert, wo zB. das LTE Netz einfach nur noch schwachen Empfang hat, eher das ältere, aber stabiler empfangbare Netz. Das macht halt der Algorithmus im Gerät. Weil bestmöglicher Empfang dort über schnellste Datenrate priorisiert wird. Ist ja auch erstmal vernünftig so. Leute wollen ja eigentlich keine Abbrüche in der Verbindung. Wenn man jedoch auf LTE angewiesen ist in einer Situation, dann kann man das auch fix einstellen als Sendestandard in den Settings. Dafür gibts Anleitungen im Netz 🙂

    Und zur Sende- und Empfangsqualität noch was. Es gibt dafür SAR Listen. Diese geben die Sendestärke an. Desto höher, desto besser die Sendestärke. Zumindest, wenn man nichts auf vermeintliche Esoteriker Webseiten Rufe gibt, Wo Nicht-Fachleute vor nichtionisierendem Elektromagnetismus warnen 😀 Und wenn man darauf achtet, dass das Gehäuse nicht aus Metall ist, wenn man ein Smartphone wählt, hat man auch nochmal besseren Empfang. Weil Metall verschlechtert die Verbindungsqualität. Weil es abschirmend wirkt. Selbst dann noch ein bisschen, wenn die Antennen in Zwischenspalten extra eingebaut wurden in einen Plastikstreifen, wie beim iPhone. Weil die Sendewellen dann nur in diesem etwas schmalen Bereich austreten können. Genau durch diese Plastikspalte sozusagen. Also es dann auch etwas auf den Winkel ankommt in welchem man das Gerät hält, ob die Sendewelle noch gut am Funkmast ankommt. Wenn der Sendeturm weiter entfernt ist. Plastik- und Glasgehäuse stören da nicht so und die Sendewelle kann viel breiter nach allen Seiten austreten, von der Antenne im Gerät aus.

    Antwort
  16. MG

    Also von einer 95% Abdeckung ist z.B Bayern meilenweit entfernt. Es gibt sehr viele Flächen außerhalb von Städten, in denen gar nichts geht. Nicht mal Autobahnen sind am Land sauber versorgt. Egal ob Telekom oder Vodafone. Von o2 mag ich jetzt gar nicht sprechen. Es ist nicht umsonst das schlechteste ausgebaute Handynetz in ganz Europa. Ich finde das Ganze eine riesen Frechheit, es wurde Jahrelang geschlafen! Hauptsache der Kunde zahlt seinen überteuerten Beitrag (vergleiche die anderen Länder)…. Vom verstärkten Netzausbau merkt man bis jetzt fast nix. Die Mobilfunk Anbieter sollten sich schämen!

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