Telekom-Störung in Corona-Zeiten: Das passiert mit Techniker-Besuchen

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Es sind keine einfachen Zeiten: Das Coronavirus ist omnipräsent und schränkt den Alltag massiv ein. Doch was ist, wenn ausgerechnet beim Homeoffice der Telekom-Anschluss gestört ist. Die Telekom klärt auf.
Ein Telekom-Techniker arbeitet am Multifunktionsgehäuse
Bildquelle: Thorsten Neuhetzki / inside handy

Wie uns eine Sprecherin der Telekom auf unsere Anfrage mitteilte, habe man zunächst einmal die einfachsten Schutzmaßnahmen mit Desinfektionsmittel und Schutzmasken gesetzt. Doch die Maßnahmen der Telekom gehen noch weiter.

„Die Service-Techniker sind angehalten, Abstand zu den Kunden zu halten“, erklärte die Sprecherin weiter. Natürlich müsse man die Wohnungen der Kunden bei einer Störung weiterhin betreten, beispielsweise um die Leitung zu messen und so die Störung ausfindig zu machen. „Unsere Mitarbeiter sind aber angehalten, die Wohnung des Kunden nicht zu betreten, wenn sie davon ausgehen müssen, dass der Kunde krank ist.“

Techniker können Einsätze abbrechen

Sollte der Kunde also von sich aus sagen, dass er ein gesundheitliches Problem hat, so bricht der Techniker den Besuch ab. Das gilt auch, sollte der Techniker vor Ort aufgrund von starken Husten des Kunden zu dem Schluss kommen, dass er sich in akute Ansteckungsgefahr begibt. Der Techniker nimmt dann mit seinem Disponenten Kontakt auf. Es wird dann ein neuer Termin mit dem Kunden vereinbart.

„Der betroffene Kunden bekommst dann einen Datenvoucher von uns“, erklärt die Sprecherin der Telekom weiter. So könne der Kunde dann wenigstens das Telekom-Mobilfunknetz nutzen und sei wieder online. Wie hoch dieser Voucher ist, ist unklar.

Die letzte der von der Telekom angekündigten Maßnahmen ist eine ganz einfache. Auf die Unterschrift bei Erledigung eines Auftrages verzichtet die Telekom derzeit. Auch so wird unnötiger Kontakt und das Überreichen von Kugelschreibern und Papier vermieden.

Service-Center telefonieren von zu Hause

Im Idealfall muss ein Telekom-Kunde also bei einer Störung derzeit nicht befürchten, nicht aus dem Homeoffice arbeiten zu können. Und auch im Netz als Solches befürchten die Netzbetreiber bis auf Weiteres keine gravierenden Einschränkungen. Der Grund: Der Hauptanteil des Datentraffic im Internet wird durch Videostreaming generiert, nicht durch Büro-Anwendungen.

Und auch telefonisch bleibt die Telekom erreichbar. Damit aber die Mitarbeiter in den Service-Centern nicht mehr dicht an dicht sitzen, beginnt die Telekom damit, den Mitarbeitern Laptops mit der erforderlichen Software zu geben. Sie können dann fortan von zu Hause telefonieren.

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7 KOMMENTARE

  1. Als Telekom-Techniker kann ich euch sagen, wir haben weder Desinfektionsmittel noch Schutzmasken. Auch in unseren Gebäuden wird man kein Desinfektionsmittel finden, wenn man Glück hat, ist Seife da.

    • Genau so sieht es leider aus !! Absolut unverantwortlich und unverständlich. Bei und Sublern aber leider nicht anders. Wo bleibt da die Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeitern und, nicht zuletzt, dem Kunden ?

  2. Kann ich nur bestätigen. Weder Desinfektionsmittel, Schutzmaske noch einweghandschuhe. Hauptsache alle sind im Homeoffice aber ich habe im Schnitt 10 Kunden am Tag. Total verantwortungslos so etwas.

  3. Auch bei uns weder Schutz noch Hilfe, stattdessen jetzt Kurzarbeit obwohl wir weiter in die Wohnungen müssen, eine einzigartige Chance für unseren Chef noch mehr Profit zu machen. Unsere Gesundheit sowie des Kunden wird massiv in Gefahr gebracht.Eine Pandemie selbst gemacht.Ich werde mich jetzt krank melden , das ist der einzige wirksame Schutz….

  4. Bei uns ist es genau das gleiche. Es kam nur eine mitteilung das in den nächsten Woche Material an uns mit einem Verteilungsschlüssel verteilt wird. Wann und was wir bekommen sollen ist unklar. Desweiteres sollen wir heute alle erreichbar bleiben falls merkel eine ausgangssperre ausspricht. dann dürfen wir eine sondererlaubniss ausdrucken und werden ohne schutz weiter zu den kunden geschickt. Und jeder weis wie es oft bei den kunden aussieht….. Sauerreich, aber hauptsache wir sorgen dafür dass die Herrschaften schön weiter Homeoffice machen können

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