Telekom: LTE oftmals noch schneller

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Die Telekom gilt ohnehin schon als das Unternehmen in Deutschland mit dem besten Netz. Jetzt hat der Anbieter aber bekannt gegeben, dass an mehr als 5.300 Standorten die Geschwindigkeit nochmals erhöht wurde – und das in nur einem Quartal.
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Bildquelle: Deutsche Telekom

Allein im zweiten Quartal des Jahres habe die Telekom deutschlandweit zusätzliche LTE-Kapazitäten an 5.300 Standorten realisiert. Knapp 4.700 dieser Standorte funken zusätzlich mit 5G. Das lässt darauf schließen, dass es um die LTE-Aktivierung im sogenannten LTE Band 1 geht, also die bisherigen UMTS-Frequenzen um 2.100 MHz. Im Schnitt habe die Telekom an rund 60 Standorten pro Tag gearbeitet.

Zusätzlich habe die Telekom 82 Mobilfunk-Standorte neu gebaut. Dadurch steigt einerseits die Kapazität im Netz aber auch die Ausbreitung in der Fläche. Die Abdeckung der Bevölkerung mit LTE liegt bei 98,4 Prozent.

Telekom plant 1.500 neue Sender

Die 82 neuen Standorte sind aber nach Planungen der Telekom nur die Spitze des Eisberges. „Wir planen für dieses Jahr über 1.500 komplett neue Mobilfunkstandorte“, heißt es von Telekom-Technik-Chef Walter Goldenits. „Ergänzend werden wir an tausenden weiteren Standorten die Mobilfunkkapazitäten für unsere Kunden durch Erweiterungsmaßnahmen steigern.“

Durch ein als DSS bezeichnetes Verfahren schaltet die Telekom auf eine Frequenz gleichzeitig LTE und 5G auf. Im Rahmen dieses Ausbau-Programmes hat die Telekom es in diesem Jahr schon geschafft, das 5G-Netz für bis zu 40 Millionen Menschen technisch bereitzustellen. Allerdings müssen hier zwei Einschränkungen erwähnt werden. Einerseits ist das 5G-Netz auf diesem Frequenzband eher als 5G light zu bezeichnen, da nicht annähernd die oftmals versprochenen Gigabit-Datenraten erreicht werden können. Auch handelt es sich noch um ein Non-Stand-Alone-Netz, das vom LTE-Netz abhängig ist.

Genau das ist die zweite Einschränkung: Diese Zusammenarbeit funktioniert bei vielen Geräten noch nicht. Nur wenn die passende Software auf den Handys läuft, können sie sich in das 5G-Netz einbuchen. Die Erlaubnis, sich einzubuchen, haben ohnehin nur Kunden der Telekom, die einen aktuellen Laufzeitvertrag oder eine aktuelle Xtra-Card der Telekom nutzen.

Auch das schnellere LTE-Netz können technisch nur jene Handys nutzen, die das sogenannte Carrier-Aggregation-Verfahren unterstützen. Dabei werden mehrere Frequenzbänder miteinander gekoppelt. Oft senden die Antennen der Telekom inzwischen auf drei oder vier Frequenzen. Diese können aber nur zusammengeschaltet werden, wenn das Handy dieses Verfahren unterstützt. Die Bezeichnung dafür lautet 3CA für drei Frequenzen oder 4CA für vier Frequenzen.

Telekom LTE: Spitzenreiter Bayern

Spitzenreiter beim LTE-Ausbau in den vergangenen drei Monaten war übrigens Bayern mit 1.760 neuen Standorten und Erweiterungen. Danach kommt Nordrhein-Westfalen mit 909. Auf Platz drei und vier folgen Hessen mit 638 und Baden-Württemberg mit 637 Standorten und Erweiterungen.

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2 KOMMENTARE

  1. LTE UND 5G IST NUN JA JETZT FÜR MAGENTA UND DREI UND A1 UND SPUSU UND TELE-RING MAGENTA SOLLTE NUN JA AUCH IN NIEDERÖSTERREICH ORTEN VIEL STÄRKER SEIN WIE AUCH IN DEN STÄDTEN SOLL NUN GLEICHZEITIG SOGAR SO GUT WERDEN.

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