Telekom-Kunden können aufatmen: Dieser Spar-Trick bleibt bestehen

2 Minuten
Wenn du einen Festnetzanschluss der Telekom hast, kannst du so billig in die ganze Welt telefonieren, wie mit einem anderen Anbieter. Möglich macht das ein Trick, der jetzt kurz vor dem Aus stand. Doch es gibt ihn weiterhin.
Das Logo der Telekom
Das Logo der TelekomBildquelle: Thorsten Neuhetzki / inside digital

Der Spartrick Call by Call ist für die meisten Kunden der Telekom schon in Vergessenheit geraten. 1998 war die Nutzung der Spar-Vorwahl die einzige Möglichkeit, beim Telefonieren zu sparen – auch innerhalb Deutschlands. Inzwischen sind Flatrates so verbreitet, dass sich Call by Call faktisch nur noch lohnt, wenn du ins Ausland telefonierst. Dann jedoch kannst du viel Geld sparen – gerade bei exotischen Zielen.

Lange Zeit war die Telekom regulatorisch verpflichtet, Call by Call anzubieten. Das ist vorbei. Schon jetzt bietet die Telekom Call by Call nur noch freiwillig an. Eine Vereinbarung mit dem Branchenverband VATM, in dem viele Call by Call-Anbieter Mitglied sind, wurde schon 2019 geschlossen. Diese Vereinbarung wäre dieses Jahr ausgelaufen. Jetzt aber haben sich Telekom und VATM darauf verständigt, die sogenannten Betreibervorauswahlen bis zum Jahresende 2024 möglich zu machen. Das bisher geltende freiwillige Abkommen zwischen den beiden Partnern wird damit um weitere zwei Jahre verlängert.

„Wir verlängern gerne unsere Vereinbarung mit dem VATM. Solange Call by Call und Preselection im Markt nachgefragt werden und diese für uns wirtschaftlich umsetzbar sind, ermöglichen wir gerne weiterhin die vorhandene Angebotsvielfalt“, bekräftigt Pascal Koppetsch, der für die Telekom die Verhandlungen mit dem VATM begleitet hat.

Call by Call: China ab etwa 1 Cent pro Minute

Nach wie vor sind diese „Sparvorwahlen“ attraktiv. Für einzelne Telefongespräche kannst du mit Vorwahl einer 010xy-Nummer einen anderen Verbindungsnetzbetreiber auswählen. Dieser leitet das Gespräch durch sein Netz und rechnet mit dem Endkunden ab. Auf diese Weise kannst du als Telekom-Kunde beispielsweise für 6 Cent pro Minute nach Ägypten, für 2 Cent pro Minute in die Türkei und für etwas mehr als 1 Cent nach China telefonieren. Kunden anderer Anbieter haben diese Möglichkeit nicht, sie können jedoch mit einem anderen Trick gegenüber ihren eigentlichen Telefonkosten sparen. Die jeweils günstigsten Anbieter für Call by Call kannst du beispielsweise bei teltarif.de oder biallo.de nachsehen. Wichtig: Die jeweils günstigsten Anbieter ändern sich ständig.

Genutzt werden kann die neu getroffene Vereinbarung von Telekom und VATM ab sofort von allen Anbietern von Betreibervorauswahlen. Dies gilt nicht nur für die Mitglieder des VATM. Allerdings müssen die Unternehmen dieser Vereinbarung beitreten. Die Telekom wird den Dienst nur gegenüber denjenigen Unternehmen weiterhin erbringen, die über den VATM der Vereinbarung beigetreten sind.

Deine Technik. Deine Meinung.

4 KOMMENTARE

  1. Frei

    VoIP ist auch eine Option.

    Antwort
    • Frei

      VoIP ist besonders für Leute die kein Festnetz haben interessant.
      Heute haben mit großen Abstand die Meisten nur Handy- Nummer. Trend steigend.
      Den von Handy ins Ausland oder zu Sonder- Vorwahlen ist besonders teuer!
      Ein Konto bei VoIP Provider reicht, z.B. sipgate.de oder dus.net.
      Bei http://www.Sipgate.de gibt es dazu eine Festnetznummer gratis. DUS 5€ / Jahr.
      Alles ohne Grundgebühren!
      Dazu z.B. die Zoiper App auf Handy mit Internetzugang.
      Für PC: z.B. „PhonerLite.exe“

      Antwort
  2. Hab deine rambricks ackern geschickt

    Euch ist bewusst das die mobiltelefonie zwar immer technisch ausgefeilter werden die mobiltelefonie bezw das Smartphone an sich bereits am sterben sind? Spätestens in 3 Jahren sagt man über n galaxy s3 das es das Nokia 3310 der Moderne ist… Smartphones werden zu clips zb in Form von Armreifen oder Unterarm plate, neuralink dürfte dann irgendwann das mobilfunkgerät ersetzen dann läuft alles nurnoch gedanklich… aber das Smartphone an sich ist bereits am sterben

    Antwort
    • Artem Sandler inside digital Team

      Das Galaxy S3 ist bereits jetzt hoffnungslos veraltet. Daher verstehe ich den Vergleich nicht ganz. Smartphones an sich werden in 3 Jahren jedoch noch da sein. Und sicherlich auch noch viel länger. Aktuell wirkt die Datenbrille samt Gestensteuerung und Sprachbefehlen als vielversprechendste Alternative. Es wird allerdings sicherlich noch ca. 10 Jahre dauern, bis die Technologie gänzlich ausgereift ist.

      Antwort

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein