Telekom: Gigabit-Anschlüsse bald auch ohne direkte Glasfaser

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Die Deutsche Telekom hat sich nach jahrelangem VDSL-Ausbau inzwischen auch zum Glasfaser-Ausbau für Gigabit-Internetanschlüsse entschieden. Doch nicht über Glasfasern will man das Gigabit zu dir bringen.
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Telekom-LogoBildquelle: Thorsten Neuhetzki

Was oft nur direkt Betroffene und Brancheninsider wissen: Die Deutsche Telekom bietet seit Jahren auch wieder Kabelfernsehen und auch Internet per Kabel an. Einst hatte sich die Telekom von ihren TV-Kabelnetzen trennen müssen. Daraus sind Unternehmen wie Kabel Deutschland und Unitymedia entstanden, die inzwischen in Vodafone aufgegangen sind.

Vor einigen Jahren hat die Telekom aber zusammen mit der Wohnungswirtschaft den erneuten Einstieg in das Geschäft gewagt. Unter anderem werden Wohnungen von Vonovia von der Telekom versorgt. Dabei geht es primär um TV-Angebote, aber auch um die Möglichkeit, Internetanschlüsse zu buchen.

DOCSIS 3.1 auch bei der Telekom

Jetzt hat die Telekom bekannt gegeben, dass man die Infrastruktur für das eigene Kabelnetz modernisiert hat und DOCSIS 3.1 einsetzt. Dieser Standard sorgt dafür, dass sich das Kabel-Internet auch für Downstream-Datenraten von 1.000 Mbit/s nutzen lässt. Anders als die anderen Anbieter sei man mit dem Ausbau dieses Standards bereits im ganzen Netz fertig.

Allen an das Kabelnetz der Telekom angeschlossenen Wohnungsunternehmen stünden damit größere Kapazitäten in den Clustern, „hochstabile Übertragungen und künftig höhere Bandbreiten zur Verfügung“. Mieter und Bewohner erhalten ab sofort nur noch Endgeräte, die den neuen Standard unterstützen.

Tarife kommen 2021

Die Wohnungen versorgt die Telekom dabei mit einer Glasfaserstrecke bis in die Gebäude. Auf Wunsch der Wohnungsunternehmen sei auch FTTH möglich. In der Pressemitteilung heißt es von der Telekom: „Der Anteil der störungsanfälligen koaxialen Netzabschnitte versucht die Telekom, anders als die Wettbewerber, so klein wie möglich zu halten. Die Netzaufrüstung der Netzebene 3 zahlt somit direkt auf die Glasfaserstrategie der Telekom ein, bis 2030 allen Haushalten einen direkten Zugang zum Glasfasernetz zu ermöglichen.“

Tarife, die Gigabit-Datenraten liefern, seien für Anfang kommenden Jahres geplant. Die Telekom versorgt nach eigenen Angaben eine „mittlere sechsstellige Summe von Wohneinheiten“ über die Kabelinfrastruktur. Zu den Vertragspartnern gehören demnach unter anderem die LBG Stuttgart, die KommWohnen in Görlitz und die BG Bochum.

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