Telekom kündigt Flatrate-Kunden: Das steckt dahinter

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Die Telekom zieht den Stecker. Einige Kunden mit bestimmten Flatrate-Tarifen bekommen in diesen Tagen eine Kündigung. Sie sollen einen anderen Tarif oder Anbieter buchen - oder sie stehen ohne Anschluss da. Sowohl beim Handy als auch beim Internet.
Telekom-Logo auf einer Holzwand
Bildquelle: inside digital / Thorsten Neuhetzki

Magenta Eins Plus sollte eigentlich ein Paradigmenwechsel bei der Telekom sein: Eine Rechnung für alles. Zum Pauschalpreis von 80 Euro konntest du eine echte Flatrate für dein Festnetz und Internet buchen, aber auch eine Handy-Sprach- und Datenflatrate war im Tarif enthalten. Neben dem obligatorischen EU-Roaming war auch noch 1 GB Datenvolumen für viele exotische Länder enthalten. Und das alles ohne lange Mindestvertragslaufzeit. Noch weitaus billiger war der Vorläufer und Versuchstarif Magenta Eins Beta. Hier konntest du – wenn du schnell genug warst – eine Festnetz-, Internet- und Handyflat für unschlagbare 20 Euro im Monat buchen.

Tarife werden eingestellt, Kunden gekündigt

Doch vor etwa einem Jahr verschwand Magenta Eins Plus von der Bildfläche für Neukunden. Stattdessen kam Magenta Eins Unlimited. Auf den ersten Blick ein ähnliches Angebot, aber mit Vertragslaufzeit von zwei Jahren, etwas teurer und wieder mit zwei getrennten Rechnungen für Festnetz und Mobilfunk. Und auch etwas teuer als Magenta Eins Plus.

Nun geht es den Kunden, die frühzeitig bei Magenta Eins Beta und Magenta Eins Plus dabei waren, an den Kragen. Besser gesagt: den Anschlüssen und den Tarifen. Denn diese werden, so war in der Vergangenheit aus Insiderkreisen zu hören, auf einer eigenen Plattform betrieben – und die will man jetzt offenbar abschalten. Deswegen gibt es für die Kunden die Kündigung, wie die Kollegen von teltarif aber auch Caschys Blog berichten.

Schon im Sommer vergangenen Jahres schickte die Telekom erste Kündigungen raus – nun folgt offenbar die nächste Welle. „Wir schalten Ihre Anschlüsse und Leis­tungen zum 5. April 2022 ab“, heißt es in dem Telekom-Schreiben, das den Kollegen vorliegt. Wer das Schreiben bekommt, soll sich innerhalb von zehn Tagen bei der Telekom melden, um nicht tatsächlich abgeschaltet zu werden. Nur so könne man „den reibungs­losen Wechsel zu einem neuen Produkt sicher­stellen“. Da die gekündigten Tarife eine Mindestvertragslaufzeit von einem Monat haben und ein Kündigungsrecht nicht nur vom Kunden, sondern auch vom Anbieter ausgeht, sind die Kündigungen juristisch einwandfrei.

Kündigung der Telekom: Was tun?

Die einfachste Alternative ist ein Wechsel zu Magenta Eins Unlimited. Hier bleiben alle Leistungen bei der Telekom, je nach Bedarf erhöhen sich aber die Grundkosten etwas. Welche Magenta Eins Unlimited-Varianten es gibt, erfährst du auf unserer Ratgeber-Seite zu Magenta Eins. Doch es gibt auch Alternativen bei anderen Anbietern. So bieten Vodafone und O2 vergleichbare Angebote an – und sind dabei sogar noch günstiger.

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