1.000 Mbit/s: Gigabit-Anschlüsse kommen auch bei Tele Columbus

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Nachdem Vodafone in seinem Kabelnetz bereits Gigabit-Datenraten in Berlin liefert, hat jetzt auch der größte Kabelwettbewerber PΫUR einen Start der hohen Datenraten in seinem Netz angekündigt. Eine Million Menschen sollen noch 2019 schneller surfen können.
Eine Computertastatur mit einem Netzwerkkabel
Bildquelle: Pixabay

Das Netz der Tele-Columbus-Gruppe kommt in Berlin bald ohne analoge TV-Sender aus. Die dadurch freigewordenen Frequenzen lassen sich für Internet-Dienste nutzen. Wie der Vorstandsvorsitzende des Kabelanbieters Timm Degenhardt jetzt in Berlin ankündigte, soll noch in diesem Jahr der neue Übertragungsstandard DOCSIS 3.1 kommen. Er wird den Kunden, die an das Kabelnetz der Firma anschlossen sind, Datenraten von bis zu 1.000 Mbit/s oder eben ein Gigabit liefern. Bisher sind PΫUR nur bis zu 400 Mbit/s möglich.

Tele Columbus ist ein großer Partner der Wohnungswirtschaft in Berlin. Die Mieter der Wohnungen bekommen in der Regel ihr TV-Signal per Abrechnung über die Nebenkosten. Für Internet-Dienste können sie, sofern sie sich für PΫUR entscheiden, einen eigenen Vertrag unterschreiben. Für die Besitzer der Wohnungen ist die technische Weiterentwicklung dennoch wichtig, da die Kunden oftmals hohe Datenraten nutzen wollen.

Glasfaser geht oft bis ins Gebäude

„Unsere leistungsfähigen glasfaserbasierten Netze bilden die Grundlage für die digitale Zukunft und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland“, so Timm Degenhardt.  Die Netze der Tele-Columbus-Gruppe zeichnen sich nach Darstellung des Unternehmens durch einen hohen Glasfaseranteil aus. Oftmals würden die Glasfaserkabel bis in die versorgten Gebäude hineinreichen. Dadurch fällt für die Bewohner die Wahrscheinlichkeit, einen überbuchten Netzknoten („Cluster“) zu erwischen, deutlich geringer aus. Üblicherweise teilen sich mehrere hundert Kunden einen solchen Cluster und alle teilen sich die verfügbare Kapazität. Bewohner einer Wohnung haben oftmals keine Auswahlmöglichkeit bei ihrem Kabelanbieter – er wird vom Eigentümer des Hauses, der Wohnungswirtschaft oder der Hauseigentümergemeinschaft vertraglich festgelegt.

Angaben zu einem Marktstart der Gigabit-Angebote oder gar Preise nannte Tele Columbus nicht. Vodafone bietet seinen Gigabit-Anschluss außerhalb von Neukunden-Rabatten für 69,99 Euro pro Monat an. Die Deutsche Telekom berechnet 119,95 Euro, bietet dafür aber auch 500 Mbit/s Upstream. Allerdings schaltet die Telekom diese Gigabit-Anschlüsse nur, wenn die Glasfaser per FTTH bis in die Wohnung verlegt wurde, was in Berlin fast nur im Neubau der Fall ist.

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1 KOMMENTAR

  1. Es wäre schön, wenn TeleColumbus zunächst das komplette Netz internetfähig machen würde. Die einen bekommen jetzt 1.000 MBit, die anderen – Nichts.
    VG aus Düsseldorf

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