Studie: Deutsche kapitulieren vor Smart-Home-Hürden

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Symbolbild für den Themenbereich Smart Home
Bildquelle: Pixabay
Vernetzte Technik wird immer beliebter. Vor allem auch im Hinblick auf das in den Startlöchern stehende 5G, das nochmal mehr Türen öffnet. Doch wie stehen deutsche Verbraucher zu Smart Home? Wird es gern genutzt oder überwiegt die Skepsis? Eine Studie gibt einen Eindruck.

Smart Home ist nützlich, bequem, hilfreich. Doch immer wieder gerät auch die Negativseite der vernetzten Technik in die Schlagzeilen – wie beispielsweise zuletzt durch den „Abhörskandal“ der intelligenten Sprachassistenten Google Assistant, Amazons Alexa und Apples Siri. Wie die Stimmung in der Republik hinsichtlich Smart Home ist, hat das Marktforschungsinstitut Splendid Research mittels einer Studie eingefangen.

Insgesamt wurden rund 1.500 Deutsche zwischen 18 und 69 Jahren zur Nutzung, Nutzungsabsicht und zu diversen Produkten aus dem Smart-Home-Bereich befragt. Die Studie offenbart dabei nicht nur, wie viel Prozent der Bevölkerung vernetzte Technik in ihrem Zuhause einsetzen, sondern auch wie viele ihr mit Skepsis begegnen.

Jeder Vierte lehnt Smart Home ab

Laut der Studie nutzen fast die Hälfte der Befragten bereits Smart-Home-Produkte in ihren eigenen vier Wänden. Allerdings sind hier Unterschiede zu machen, denn nur ein geringer Teil nutzt das volle Potenzial eines smarten Zuhauses tatsächlich aus. Vor allem unter-40-jährige, technologiebegeisterte Männer besitzen ein ausgeklügeltes Smart-Home-System. Ein interessanter Aspekt dabei ist, dass bei diesen 12 Prozent Bildung und Einkommen überdurchschnittlich sind. Die verbleibenden 88 Prozent besitzen indes einzelne Produkte, die jedoch nicht zu einem Smart-Home-System vernetzt sind.

Quelle: Splendid Research

28 Prozent zeigen sich immerhin interessiert, während jedoch jeder vierte eine Verwendung kategorisch ablehnt. Generell erhoffen sich Nutzer eine Erleichterung und mehr Komfort durch Smart Home. Jedoch scheint die Sorge vor eines Missbrauchs der Privatsphäre zu überwiegen. Auch Hacker-Attacken werden mit Smart Home verbunden. Zusätzlich spielen auch finanzielle Aspekte eine Rolle, weswegen sich Bundesbürger in 80 Prozent aller Fälle gegen ein Smart-Home-System entscheiden.

Bekannte Marken profitieren

Werden unbekannteren Smart-Home-Firmen eher wenig Vertrauen geschenkt, profitieren bei einem Kauf vor allem bekannte Marken wie Logitech, Bosch Smart Home oder auch Magenta Smart Home. Laut der Studie sind vor allem die Nutzer der Philips Hue-Serie und von Sonos zufrieden, sodass 57 Prozent die Produkte an Freunde und Familie weiterempfehlen würden. Darüber hinaus werden Systeme von Innogy und AVM als überaus vertrauenswürdig empfunden.

Bildquellen:

  • Smart Home Studie Splendid Research: Splendid Research
  • Beleuchtetes Haus: Pixabay
  • FritzBox Smart Home: AVM
  • Smart Home Symbolbild: Pixabay
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Simone Warnke
Simone liebt Technik und kann sich heute immer noch für analoge Technologien begeistern. Wenn sie nicht gerade vor der Kamera steht oder Handys miteinander vergleicht, studiert die gebürtige Aachenerin in Bonn Komparatistik - und vergleicht Bücher. Neben ihrer Leidenschaft für Literatur ist Simone ein Bonvivant. Reicht man ihr leckeren Wein und ein paar Tapas, kann man ihr hin und wieder ein paar Sätze auf Spanisch entlocken. Sollte Simone jemand oder etwas auf die Palme bringen - was in etwa einmal pro Dekade passiert - bleibt sie nur kurz oben sitzen. Und lächelt dabei auch schon wieder.

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6 KOMMENTARE

  1. Technik darf die Menschen im Alltag nicht überwachen, kontrollieren und manipulieren. Smarthome kann dies derzeit nicht zu 100% gewährleisten, deshalb würde ich es nicht nutzen, ebenso wie Sprachassistenten.

  2. Mein Gott, dieses ganze gejammere um die Privatsphäre. Wer seine Privatsphäre für sich haben will, soll einfach Telefon und Internet platt machen und zu persönlicher Btiefübergabe zurückkehren. Es ist allseits bekannt, dass sämtliche Daten ausgelesen und verkauft werden.

    Sind wir ehrlich, ist es uns auch lieber, zugeschnittene Werbung zu erhalten, anstelle von irgendwelcher Werbung… Alle jammern und wollen aber beides haben und alles dürfen… Einfach mal entspannen.

    • Verstehe ich dich richtig? Da dein Handy Daten über dein Nutzungsverhalten zur Individualisierung von Werbung abgreift, kannst du dir auch eine Wanze in die Bude stellen? Wo dann polnische Hilfskräfte im Home Office deine Gespräche mitschreiben? Wow, du bist DER Wunschuntertan für jedes totalitäre Regime. Deine Aussage „ganze gejammere um die Privatsphäre“ (wobei, es heißt „Gejammer“) zeigt ja nur, dass Du nicht zu den 12 Prozent mit überdurchschnittlicher Bildung gehörst.

  3. Also Ausbildung und Einkommen sind bei mir durchaus über den Durchschnitt. Und trotzdem erschließt sich mir der Nutzen von Smart Home in keiner Weise. Erstmal sehe ich das Ganze aus Datenschutz-Gründen aber auch aus Sicherheitsgründen sehr kritisch. Aber vor allem, wofür soll ich Geld ausgeben? Ok, ich habe mich auch nicht damit beschäftigt. Denn ich habe noch nie zu Hause gesessen und mir gedacht „Ach wäre es jetzt schön, wenn jetzt mein Home Smart wäre“ Ich habe also keinen Bedarf. Licht, Fernseher, Musik, alles kann ich bedienen, ohne Gefahr von Sportverletzungen. Liegt vielleicht daran, dass ich viel Sport mache. Eine smarte Steuerung der Heizung macht bei mir auch keinen Sinn. Durch den Wechseldienst meiner Frau ist eigentlich immer einer da.
    Das Einsparpotenzial ist gering. Überwachen muss ich mein Zuhause auch nicht. Erledigt mein böser, großer, schwarzer Hund.
    Und wenn Alexa was von mir wissen möchte, soll sie mich fragen.
    Ich stell mir doch keine Wanze in die Bude, die ich auch noch selber zahle.
    Und so wie sich unsere Demokratie, insbesondere die Meinungsfreiheit entwickelt, habe ich durchaus die Phantasie, das Alexa, Google-Assistent und dergleichen noch andere Aufgaben bekommen.

  4. Bernd das Brot trifft es wohl eher!

    Jemand der Smart Home aus Datenschutz- und Sicherheitsgründen sehr kritisch sieht, gibt in zwei Posts mehr von sich Preis als eine unterbezahlte polnische Hausfrau, in zwei Jahren „Alexa“ Nutzung, über mein Privatleben erfahren hat.

    Ich fasse zusammen:

    – ist persönlich angreifend
    – ist bekennender rechtschreibe Guru
    – jmd der zu den 12% mit überdurchschnittlicher Bildung gehört (herzlichen Glückwunsch)
    – daher Einkommen über dem Durchschnitt
    – ist kein Smart Home Nutzer
    – weiß nicht wofür er sein Geld ausgeben soll
    – beschäftigt sich auch nicht gern mit Smart Home
    – ist in der Lage Licht, Fernsehen und Musik ohne größere Verletzungen zu bedienen
    – macht gerne Sport
    – hat Wechseldienst mit seiner Frau, deswegen ist das Steuern der Heizung gesichert
    – hat kaum Einsparpotenzial in den Heizkosten
    – hat einen großen, bösen schwarzen Hund!
    – lässt sich gerne zu Fragen auffordern
    – hat eine ausgebildete Wanzenparanoia
    – weiß wie sich Demokratie und Meinungsfreiheit entwickelt hat
    – hat Phantasien welche Aufgaben auf Alexa und Co. noch zukommen werden
    – ist Frühaufsteher
    – schreibt seine Posts gerne um 06:48Uhr
    – ist selbstverständlich „Premium“

    Entweder bin ich ein super Profiler, oder du gibst einfach zu viel über dein Privatleben Preis. Als jmd der mit mit Datenschutz etc. nicht gut zu sprechen ist sollte mal in Erwägung ziehen solche Posts in Zukunft zu überdenken!

    MfG Euer Profiler

  5. Ich habe vor dem Datenmissbrauch zu diesem Thema keine Probleme aber ich vertraue der Technik noch nicht zuverlässig genug um die Technik in allen Lebenslagen anzuwenden. Zum Beispiel als Türöffner. Weil die elektromagnetische Beeinflussung zu extrem ist und bei Gewitter ein Totalausfall droht. Und dann: Mein armer Kühlschrank, meine schöne Blumenbank, die Gäste die vor der Tür stehen und nicht mehr reinkommen…
    MFG Machiste

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